Memento Mori – Die Spur des Todesengels

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Kategorie: Artikel, News
10. Dezember 2008 | Von Andy | 238 mal aufgerufen
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    Aufgrund des Titels könnt man vermuten es handelt sich hier um eine CD-Rezension. Bei “Memento Mori – Die Spur des Todesengels” handelt es sich jedoch um ein PC-Game aus dem Hause dtp. Nun mag der eine oder andere denken darkerradio und PC-Games, wie passt das? Das passt sehr wohl, doch dazu komme ich später.

    Bei Memento Mori handelt es sich um ein klassisches Point & Click Adventure. Schon der Vorspann lässt erahnen was uns erwartert. Mystische Bilder und Musik stimmen uns auf den Plot ein.


    Das Sicherheitssystem der Eremitage in Sankt Petersburg hat versagt, und ein Gemälde wurde gegen ein wertloses Duplikat ausgetauscht. Auf den ersten Blick scheint dieser Kunstdiebstahl nicht wirklich außergewöhnlich, doch dieses Mal steckt weit mehr dahinter…

    Nach dem ungewöhnlichen Störfall im Überwachungssystem tritt Oberst Ostankovic, Chef der Abteilung 12 der Petersburger Polizei, in Aktion. Er beauftragt Larisa “Lara” Ivanova Svetlova, eine seiner besten Ex-Mitarbeiterinnen und jetzige Interpol-Angestellte, mit der verdeckten Ermittlung in diesem Fall und Lara nimmt Kontakt zu Maxime “Max” Durand auf, einem ehemaligen Kunstfälscher, der nur durch Ostankovics Wohlwollen noch auf freiem Fuß ist. Hin und wieder arbeitet Max gezwungenermaßen als Laras Informant, da er noch immer über die nötigen Kontakte zur Unterwelt verfügt.


    Im Verlauf ihrer Ermittlungen geraten Lara und Max an den Geheimbund “Ikuinen Nukkuja” (Ewiger Schläfer), der es als seine Aufgabe sieht, der Öffentlichkeit bestimmte Kunstwerke vorzuenthalten. Die Leitschrift dieses Ordens, die “Ars Moriendi”, ein antikes Schriftstück aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, beschreibt, dass man den Engel des Todes in seiner wahrhaften Form sehen kann, wenn man sich auf der Schwelle zwischen Leben und Tod befindet. Im Laufe der Zeit haben viele Maler auf genau diesen Augenblick gewartet, oder sogar versucht, ihn absichtlich herbeizuführen, und das nur mit dem Ziel, das Abbild des Todesengels in einer tiefliegenden Farbschicht in ihrem Werk zu verstecken.

    Der Orden Ikuinen Nukkuja dagegen will unbedingt verhindern, dass solche Abbildungen, die seine wahre Gestalt offenbaren könnten, für Lebende zugänglich sind. Dabei schrecken die Anhänger des Ordens auch vor Drohungen, Erpressung und selbst Mord nicht zurück. Seit Jahrhunderten ist es dem Geheimbund bis jetzt noch immer gelungen, solche Kunstwerke durch Fälschungen zu ersetzen…


    Was zu Anfang wie ein gewöhnlicher Kunstraub aussieht, entwickelt sich im Laufe des Spiels zu einer komplexen und bedrohlichen Angelegenheit. Dabei wird der Spieler immer tiefer in die dunklen Machenschaften hineingezogen und muss sich nicht nur mit äußeren Gefahren auseinander setzen. Auch die Psyche der Figuren wird auf die Probe gestellt und nur ein gefestigter Charakter wird eine Chance haben, das ganze einigermaßen unbeschadet zu überleben. Falls dies überhaupt möglich ist…

    Tag- und Nachtwechsel, zwei verschiedene Charaktere und die besondere Entwicklung der Psyche sorgen dafür, dass das Adventure dynamisch verläuft und je nach Vorgehensweise anders endet. Dies sorgt für eine hohe Wiederspielbarkeit.

    Wer zum ersten Mal die Stimmen der Charaktere vernimmt, dem dürfte einiges bekannt vorkommen. Professionelle Sprecher sorgen in Memento Mori – Die Spur des Todesengels für eine hochwertige Sprachausgabe und geben den Charakteren Authentizität.


    Das in Memento Mori spielbare Ermittlerduo Max und Lara wird von Sascha Draeger und Nana Spier vertont. Sascha Draeger ist als deutscher Synchronsprecher von Superman aus der Serie “Superman: Die Abenteuer von Lois und Clark” bekannt. Nana Spier ist die deutsche Stimme von Hollywoodgrößen wie Drew Barrymore, Claire Danes oder Lucy Liu und sprach außerdem Sarah Michelle Gellar als “Buffy” in “Buffy – Im Bann der Dämonen”.

    Und auch eine aus dem darkerradio Programm geläufige Band meldet sich lautstark zu Wort. So ist die bekannte deutsche Elektro-Rockband Oomph! ebenfalls mit Sprecherrollen an Bord. Oomph!-Sänger Dero spricht Max‘ eigenwilligen Bruder André, eine der weiteren Hauptfiguren im Spiel. Die Gitarristen Crap und Flux leihen ihre Stimmen u.a. den Mönchen des Geheimordens Ikuinen Nukkuja sowie weiteren Personen, auf die der Spieler im Rahmen der Story trifft.


    Insgesamt gibt es im Spiel über 50 Charaktere, mit denen sich der Spieler unterhalten kann.

    Soweit zur inhaltlichen Seite. Das Spiel lässt sich als eine Mischung aus einem Dan Brown Krimi und Akte-X beschreiben. Es läuft, so man denn die Mindestanforderungen erfüllt, flüssig und ohne Probleme. Die Grafik ist durchgehend überwältigend. Laut Angaben des Herstellers gibt es mehrere Varianten, wie das Schicksal der Charaktere letztendlich endet. Aus dem Spielverlauf wird allerdings nicht ersichtlich, welche Handlungen des Spielers dies beeinflussen.

    Positiv fiel mir auf das unwichtige Dinge und Gespräche, so sie denn mehrmals probiert wurden, deaktiviert werden. Sehr schön ist auch der Realitätsbezug. So muss man sich beispielsweise um mit dem Handy telefonieren zu können in einigen Szenen ans Fenster stellen um besseren Empfang zu haben. Rätsel gibt es im Spiel wenige. Die meisten kniffligen Situationen lassen sich durch inventarbasierte Lösungen meistern. Insgesamt sorgt dieses Spiel für eine Menge Spielspass und das nicht nur an trüben Wintertagen.

    Wenn ihr also noch auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für Euch oder Eure Lieben seid, solltet ihr hier unbedingt zuschlagen. Von mir gibts eine uneingeschränkte Kaufempfehlung !

    Systemvoraussetzungen:

    Minimum:

    * Windows® XP / Windows® Vista
    * Intel Pentium IV® oder vergleichbarer Prozessor mit 1,6 GHz, 512 MB RAM (für Vista 1 GB)
    * 128 MB RAM Grafikkarte (Shader 2.0 kompatibel)
    * DirectX 9.0c® kompatible Soundkarte
    * 5 GB freier Festplattenspeicher, DVD-ROM-Laufwerk, Tastatur, Maus

    Empfohlen:

    * Windows® XP / Windows® Vista
    * Intel® Core™2 Duo oder vergleichbarer Prozessor mit 2,0 GHz, 1 GB RAM
    * 256 MB RAM Grafikkarte (Shader 2.0 kompatibel)
    * DirectX 9.0c® kompatible Soundkarte
    * 5 GB freier Festplattenspeicher, DVD-ROM-Laufwerk, Tastatur, Maus

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    3 Kommentare
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    1. Point&Click ist out.

    2. Ansichtssache…ich persönlich bin Point & Click Fan. Liegt wohl aber auch daran das ich mit Monkey Island & Co. aufgewachsen bin. Auf jeden Fall ist es sehr lohnenswert.

    3. Also ich finde Adventures echt super. mir gefällt sowas einfach. bin zwar nicht so richtig mit Adventures aufgewachsen, also habe nicht selber gespielt aber éin Bekannter hat Monkey Islands gehabt und ich hab am Anfang immer zugeschaut. Ich weiß auch noch wie ein Kumpel das Spiel Orion Burger auf einer Leinwand gespielt hat und 10 Leute zugeschaut haben. Ich glaube er war der einzige damals in meinem Bekanntenkreis der schon einen PC hatte.