Dragons: Here are the Roses

Der hat gesessen und mein erster Gedanke, nachdem heute die aktuelle CD der eher unbekannten Drachen in meinem Player landete, war “…das hab ich schonmal gehört, das klingt wie Interpol in richtig gut”.

Und damit hatte es sich dann schon mit der neutralen Berichterstattung.

Mal zu den Fakten: Einen Monat nach dem Release am 10.08.2007 schlägt hier eine Promo auf, die weniger durch ein auffälliges Äußeres, sondern mehr durch den Inhalt, sofort danach schreit, vorgestellt und in unseren Sendungen gewürdigt zu werden. Hinter Dragons verstecken sich der musikalisch eher elektronisch vorbelasteten Anthony Tombling Junior und David Francolini (u.a. Levitation, Dark Star) aus Bristol.

Bristol?

Genau, jene Stadt, die den gepflegten TripHop mit Bands wie Portishead, Tricky und Massive Attack etablierte. Aber dies sind nicht die Wurzeln, auf die sich musikalisch berufen wird. Vielmehr scheint sich 20 Jahre nach dem Freitod von Ian Curtis die Waveszene endlich wieder zu erholen und schickt mit Editors, Interpol, The Bravery und She Wants Revenge die Erben des grandiosen Vermächtnisses von Joy Division ins Rennen.

Und auch wenn Dragons sicherlich in der Nähe der genannten Bands zu verorten sind, bleibt außer dem Bariton in der Stimme jeder Vergleich doch schon im Ansatz stecken. Zu offensichtlich ist die Gemeinsamkeit der neuen Helden des New Wave deren Unterschiedlichkeit. Und auch von den Dragons wird hoffentlich noch einiges zu hören sein.

www.dragons.cc

(Direktröhre)