The SlimP – Recall 2003-2005
29. Juli 2008 | Von Falk | 284 mal aufgerufen
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Die New Wave of New Wave hat in den letzten Jahren einiges an eighties-affinem Wave-Rock durch geneigte Gehörgänge gespült. Viele Gelegenheits-Schnellschüsse sind danach irgendwo zwischen Pop und Plagiat versickert. MTV-konformes Retrogerumpel gab es dabei wie Sand am Meer und fürs ‘Genau-wie-Cure-anhören’ waren schon vorher andere zuständig. Den eigenen Trampelpfad schuf sich eine Band aus Köln – nach zwei innerhalb und außerhalb der Szene viel beachteten Langrillen und einigen Songs vom Weg dahin lohnt jetzt tatsächlich schon die Retrospektive.
Sie heben sich von den meisten Genre-Genossen vor allem dadurch ab, dass ihre Musik ungleich mehr ist, als die Summe ihrer Einzelteile: Eine cleane Strat, ‘Pornography’-Bassläufe und schöne Frauenstimmen gibt es auch in zahlreichen anderen Proberäumen zwischen Berlin und London, doch während Mut zur Authentizität in vielen von ihnen Mangelware bleibt, sorgen SlimP-Frontfrau Elisa Day und ihre Mitstreiter für magische Momente puren Dark-Waves, die sonst so selten sind. Mühelos schaffen sie den Slalom zwischen Energie und Melancholie, zwischen Leidenschaft und Pathos und sorgen so selbst im Vorprogramm von The Birthday Massacre, The Skeletal Family oder Phillip Boa’s Voodooclub für glückliche Gesichter. Nach dem Konzert nickt man sich dann im Publikum anerkennend zu und begibt sich noch während des Changeovers auf die Suche nach ‘SlimP’-Silberlingen.
Am besten findet man dann die jetzt vorliegende Compilation ‘Recall 2003-2005′, die das Schaffen der Dark-Waver aus der Domstadt auf den Punkt bringt. Auf den springenden Punkt – zwischen Siouxsie und The Cure, zwischen Rausch und Retro, zwischen Eighties und Eigenständigkeit. Wave ist im neuen Jahrtausend angekommen. Detailverliebt und mit dem echten Anspruch, gute Musik zu sein! Hat auch lang genug gedauert!











