Emerald Park – For Tomorrow
14. November 2008 | Von Falk | 160 mal aufgerufen
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Das Musik-Biz ist mitunter sehr verwirrend – verwirrend für die vielen ambitionierten Musiker, die keinen Anschluss finden und erst recht verwirrend für die zahllosen Trendscouts, die von den Major-Labels durch die Clubs gehetzt werden. Manchmal aber ist alles so schön und so einfach wie in der Pop-Literatur von Übermorgen: Ein innovatives Netlabel trifft im WWW Schwedens schönsten Klangexport seit den SHOUT OUT LOUDS, Landesgrenzen spielen im 21. Jahrhundert keine Rolle mehr und die Welt hört neue Songs, die sie unter keinen Umständen hätte verpassen dürfen.
Vier Jahre Zeit haben sich EMERALD PARK aus Malmö nach dem Debüt “Sadness within” für den Nachfolger gelassen - und schon beim ersten Hören gewinnt man den Eindruck, die Schweden hätten jede der 525.600 Minuten genutzt. “For tomorrow” perlt wie aus einem Guss aus den Boxen und reiht dabei scheinbar mühelos eine eingängige Pop-Perle an die Nächste. Songs wie “The Commonfield” oder “Pasadena” vereinen das Beste aus ARCADE FIRE, SUNWHEEL und THE CURE. Der Rest der Platte offenbart Einflüsse von Bands wie den STARS, BELLE & SEBASTIAN, DEATH CAB FOR CUTIE, NEW ORDER oder PULP.
Die erste Auskopplung, “A higher loss”, hatte die Messlatte im Juni dieses Jahres schon ziemlich hoch gelegt. Das Album aber – produziert von Moonbabies-Multiinstrumentalist Ola Frick – nimmt diese Hürde hörbar souverän.
Das Klüngel Kundiger, das die Vorabsingle zum Zweitling von EMERALD PARK gehört hat, sitzt seit Monaten auf heißen Kohlen. Und auch bei all denen, die ein so tolles Album nicht kommen sehen konnten, wird die Freude groß sein: Solche Substanz bei so viel verspielter Leichtigkeit hören selbst die größten Indie Pop-Schatzsucher nicht alle Tage. Das besagte Klüngel klopft sich jetzt mit Recht auf die Schulter – manchmal entdeckt man diese ganz besonderen Perlen eben vor allen Anderen.
Die 12 Songs auf “For tomorrow” werden nicht nur beim geneigten Hörer Ohren und Herzen öffnen, sondern EMERALD PARK ein ganz neues Publikum erschließen.
Und für die Heerscharen mittelmäßiger Indie-Bands aus USA oder UK bleibt die Musikszene im östlichen Teil der skandinavischen Halbinsel ein stetes Ärgernis. Da müht man sich Jahre lang im Studio ab – dann kommt wieder eine Band aus Schweden und zeigt der Welt, wie es wirklich geht.

Tracklist:
- Intro (1:09)
- The Commonfield (5:01)
- Ume (3:57)
- A Higher Loss (4:41)
- Värnhem (3:57) (Video)
- Istanbul (4:30)
- At the Mall (2:50)
- Open (4:04)
- Pasadena (4:22)
- Lights of Sunday (4:44)
- Ambivalence (1:56)
- For Tomorrow (6:24)











