Zwischenruf
28. Januar 2007 | Von Falk | Kategorie: Free Music Charts | 84 mal aufgerufen
So, da ich grad einen Moment Zeit habe, mal ein paar Gedanken, was derzeit bei den Free Music Charts ansteht und wie ich den ersten Monat bewerte. Im Grunde ist genau das passiert, was ich erwartet habe, es hat in dem kleinen angedachten Maßstab durchaus für enormes Feedback gesorgt und dem einen oder anderen gezeigt, das es ein Leben neben Tokio Hotel gibt. Und das diese Musik weder minderwertig oder sonstwie anders ist, außer das ein Millionenbudget für Werbung fehlt. Qualitativ nicht immer Studioqualität, aber das macht in meinen Augen auch streckenweise den Reiz aus. Danke auf jedenfall an alle, die sich verstärkt mit der Idee anfreunden und hier mitmachen.
Eins hatte ich bisher sogar absolut vergessen zu erwähnen – 365 Songs vorzustellen, heisst nicht zwangsläufig, das diese auch von ebensoviel Künstlern/Bands kommen. Es kann also durchaus sein, das eine Band ein Zweites mal vorgestellt und bewertet wird. Auch wenn ich hier mittlerweile aus knapp 300 Künstlern auswählen kann (und täglich neue interessante Bands dazukommen), werde ich nicht alle davon auch tatsächlich vorstellen.
Wie gehts also jetzt weiter – 4 Songs noch, dann ist der erste Monat rum und wir haben unseren Pool, der dann noch 14 weitere Tage auf den zuletzt vorgestellten Song warten wird. Sobald dessen Voting beendet ist, wird es einen Tag später hier dann eine Umfrage mit den bis dahin 10 am best bewerteten Songs geben. Diese Umfrage bleibt dann 14 Tage aktiv. Soweit die Theorie und in der Praxis wird sich zeigen, ob genügend Stimmen zusammen kommen, um da eine aussagekräftige Rangliste am 03.03. auf darkerradio und Ultra Dark Radio und später dann auf Radio Tonkuhle und hier als Podcast zu senden bzw. zum Download anzubieten (und sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, mein Akzent ist grauenhaft)
Bevor diese Sendung dann stattfindet (so die Planung) werden die Charts und der Free Music Pool auf eine eigene Domain (www.freemusicpool.info) und – damit verbunden – eigene kleine Plattform umziehen. Einen ersten Eindruck gibts hier zu sehen (Link). Kein großartiges Web 2.0 Gedöns, sondern schlichte Funktionalität, um nicht die Form über den Inhalt zu stellen. Damit werden dann auch die Songvorstellungen und die News im Free Music Pool ausgelagert. Das jetzige Jinzora-Frontend wird weiter existieren, dient allerdings dann eher nur als Sammelbecken für die Downloads und Mirrors des neuen Downloadbereiches, welcher dann einiges mehr an überschaubarer Funktionalität besitzt (beispielsweise können dann auch Rezensionen geschrieben oder die Downloads bewertet werden). Klein aber fein und auf Basis von Xoops, mit dem ich beim Radio doch recht angenehme Erfahrungen gemacht habe. Obs Ende des Monats soweit steht, liegt einfach nur daran, ob und wie ich die Zeit nebenbei dazu finde. Andere Dinge haben da (noch) Vorrang – nur ist mir das Thema durchaus auch wichtig genug, um da zu investieren. Was am Ende drauss wird, kann ich nur jetzt noch nicht sagen – da schweben einige Ideen im Kopf rum, die erst noch zuende gedacht werden wollen. Aber bis dahin gibts jeden Tag einen neuen Song zum Bewerten ;)
Sollte ich jetzt etwas vergessen bzw. übersehen haben oder etwas unverständlich sein – da unten kann man kommentieren und fragen.
Manchmal ist es wohl ganz sinnvoll Autodidakt zu sein. Im Falle des Pianisten Rob Costlow wohl sogar mehr als das. “I hated, literally hated, taking lessons and especially practicing other people’s music,” muss er wohl zu seinem Musiklehrer gesagt haben. Und er spielt auf eine Art und Weise, die faszinierend ist.
Rechts geblinkt und dann links abgebogen. Gestern noch kam hier der Verdacht auf, es gäbe nur elektronische Musik in den Free Music Charts. Und den werden wir dann halt heute ganz gekonnt ausräumen.
Was schreibt man zu einer Band, zu der es im Netz so gut wie keine Informationen gibt. Selbst die Eigenbeschreibung auf Jamendo schweigt sich aus. Und wer bei den Namen, wie ich anfangs auch, Assoziationen zu den Mannen um Mr. Robert Smith hat, dürfte damit nicht nur schwer daneben liegen, sondern eventuell auch etwas enttäuscht sein.
Eine eher zufällige Entdeckung und damit auch der Hinweis, das ich hier kaum vorarbeite, sondern spontan entscheide, welcher Song vorgestellt wird.
Als die 4 Jungs aus Italien diesen Song unter Creative Commons auf dem “Italien Body Music Vol.1″-Sampler veröffentlichten, glaubten sie sicher auch nicht, 2 Jahre später und 2 Alben danach als neue Helden der Gothic-Szene gefeiert zu werden. Wahnsinnig gute Image-Arbeit ihres Labels Trisol und auch die Zusammenarbeit mit L’Âme Immortelle-Fronter Thomas Rainer und John Fryer (Nine Inch Nails, Depeche Mode, HIM) als Produzententeam, hat sich sicher schon bezahlt gemacht. Nichts destotrotz gehört dieser Song in den Free Music Charts einfach vorgestellt. Und wie gestern schon andeutungsweise bemerkt, es wird langsam elektronisch-industrieller und cyberpunkiger.
Heute mal der ewige Geheimtipp aus Schweden und lasst Euch nicht von dem Remix in die Irre führen, Erik Frankel und Johan Hellqvist sind in ihrem Schaffen recht vielfältig, was stellenweise auch an ihrer musikalischen Vergangenheit in diversen Punk-Bands liegen dürfte.



