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	<title>darkerradio - Voices from the underground &#187; Interviews</title>
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	<description>Gothic - Rock - Darkwave - EBM - Electro - Synthpop - Industrial - Indie - Alternative</description>
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	<itunes:summary>Immer mehr Künstler entscheiden sich ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lizenzen geht es bei Creative Commons nicht darum, was man als Nutzer alles nicht darf, sondern darum, was man als Nutzer mit dem Werk alles machen darf: &quot;Some Rights Reserved&quot; statt &quot;All Rights Reserved&quot;. Was fehlte war eine Alternative zu den herkömmlichen Download- bzw. Verkaufscharts. Wir starten jetzt die Free Music Charts. Dabei stellen wir jeden Tag einen neuen CC-lizensierten Song im Weblog vor, dieser kann gehört, geladen und natürlich bewertet werden. Aufgrund dieser Wertungen wird ein monatlicher Poll gebildet, über den wieder 14 Tage abgestimmt werden kann - daraus ergeben sich die monatlichen Free Music Charts, welche dann auch in einer eigenen Sendung bei darkerradio, Ultra Dark Radio und Radio Tonkuhle vorgestellt werden und natürlich wiederum als Podcast zur Verfügung stehen.</itunes:summary>
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		<title>darkerradio - Voices from the underground &#187; Interviews</title>
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		<title>Candyslade – Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 16:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten</dc:creator>
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&#8220;Der kometenhafte Aufstieg in der Musikwelt steht Candyslade noch bevor.&#8221;, so die vorherrschende Meinung der Musikpresse. 
Als erkl&#228;rte Kinder der 80er verflechten Eve und Rick die Einfl&#252;sse der genre&#252;bergreifenden, androgynen Electro- und Synthpop-K&#252;nstler dieser &#196;ra in ihrem Songwriting, und in ihren bezaubernden, hypnotischen Melodien blitzen Nuancen auf, die an Depeche Mode oder Gary Numan erinnern.
Darker [...]]]></description>
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<p><strong><em>&#8220;Der kometenhafte Aufstieg in der Musikwelt steht Candyslade noch bevor.&#8221;, so die vorherrschende Meinung der Musikpresse. </em></strong></p>
<p><strong><em>Als erkl&auml;rte Kinder der 80er verflechten Eve und Rick die Einfl&uuml;sse der genre&uuml;bergreifenden, androgynen Electro- und Synthpop-K&uuml;nstler dieser &Auml;ra in ihrem Songwriting, und in ihren bezaubernden, hypnotischen Melodien blitzen Nuancen auf, die an Depeche Mode oder Gary Numan erinnern.<br />
Darker Radio hat die beiden getroffen um &uuml;ber ihr Album &#8220;Polaroid Affection&#8221; zu sprechen. </em></strong></p>
<p><strong><em>Hallo, Eve und Rick. Stellt Euch doch mal bitte kurz vor. Wie arbeitet Ihr zusammen? Wie entstehen Eure Songs? Wie w&uuml;rdest Ihr Euren Stil beschreiben?</em></strong></p>
<p>Eve: Wir haben uns vor sechs Jahren beim Konzert eines gemeinsamen Freundes zuf&auml;llig getroffen und bald festgestellt, dass wir zu 99% denselben Musikgeschmack haben. Wir haben ein paar Ideen ausgetauscht und mit Songtexten experimentiert und uns entschlossen, ein gemeinsames Projekt ins Leben zu rufen. Unseren Stil liegt irgendwo zwischen Electropop und New Wave, wir verarbeiten aber auch gern Rockelemente, Glamour und ein wenig D&uuml;sternis! Generell ist Rick eher f&uuml;r die Lyrics zust&auml;ndig, ich eher f&uuml;r die Melodien. Das ist aber f&uuml;r beide keine feste Aufgabenverteilung – alles ist m&ouml;glich, und es gibt nichts Interessanteres, als vom jeweils anderen eine Songidee &uuml;berarbeiten zu lassen. Songwriting ist f&uuml;r uns wie Malen mit zwei verschiedenen Paletten.</p>
<p><strong><em>&#8220;Polaroid Affection&#8221; ist Euer erstes Album. Trotzdem klingt es ausgereift und sehr abwechslungsreich. Gibt es sowas wie einen Grundgedanken zu dem Album und wenn ja wie w&uuml;rdet Ihr diesen formulieren?</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p>Rick: Ein gewisser Fokus liegt auf den dunklen Seiten, die das Leben manchmal bereit h&auml;lt, aber auch diejenigen, die jeder in seinem Inneren findet. Trotzdem ist es ein sehr positives Album, wie ich finde. Wir gehen in die Dunkelheit, h&auml;ngen eine Discokugel in die Mitte und drehen die B&auml;sse auf. Auch wenn die Zeiten grade mal mies sind – es darf (und muss!) trotzdem getanzt werden.</p>
<p><strong><em>Was bedeutet der Albumtitel &#8220;Polaroid Affection&#8221; f&uuml;r Euch?</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p>Rick: &#8220;Polaroid Affection&#8221; ist der Titel eines unserer Songs – er handelt von der Suche nach der eigenen Pers&ouml;nlichkeit. Ein Polaroid ist eine Momentaufnahme, die sich in Sekundenschnelle entwickelt – ist es notwendig, diese immer wieder zu betrachten und darin zu versinken, oder geht man lieber einen Schritt weiter?</p>
<p><strong><em>Ihr arbeitet als Duo. Hier ist einer ja immer der Spiegel des Anderen. Man lernt sich selbst auch den Anderen immer wieder neu kennen. Ein Duo verlangt eine ganz andere k&uuml;nstlerische Zusammenarbeit als eine Band. Inwiefern hat Eure Zusammenarbeit, Eure Freudschaft ver&auml;ndert? Wie geht Ihr mit Konflikten um? </em></strong></p>
<p><strong><em>Was w&uuml;rdet Ihr anderen K&uuml;nstlern &amp; Bands raten?</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p>Eve: Als Duo hat man nicht die M&ouml;glichkeit, &uuml;ber Entscheidungen abzustimmen&#8230; Man muss also schon sehr genau wissen, was man musikalisch m&ouml;chte und in den allgemeinen Vorstellungen sehr genau &uuml;bereinstimmen, sonst w&uuml;rde das nicht funktionieren. Wir k&ouml;nnen die Musik sehr gut vom Pers&ouml;nlichen trennen und jeder wei&szlig; vom anderen, was freut und was &auml;rgert. Anderen K&uuml;nstlern w&uuml;rde ich auf jeden Fall raten, immer mit offenen Karten zu spielen – wenn man so eng verbunden ist durch die Musik, muss man sich dem anderen &ouml;ffnen k&ouml;nnen. Kritik muss m&ouml;glich sein, aber im Vordergrund sollte immer stehen, das gemeinsame Erlebnis, das eine Band ausmacht, zusammen wirklich genie&szlig;en zu k&ouml;nnen.</p>
<p>Rick: Ja, das sehe ich auch so. Wir befinden uns nat&uuml;rlich in der luxuri&ouml;sen Lage, dass wir fast immer genau wissen, was der andere mit der Musik erreichen will. Also zum Beispiel, wie sich ein Song musikalisch oder dramaturgisch entwickeln soll. Nat&uuml;rlich gibt es auch mal Auseinandersetzungen, weil wir mit viel Energie dabei sind, aber die geben unserer Musik den letzten Schliff.</p>
<p><strong><em>Wenn man in eine Studioproduktion geht, bringt man ja immer einen Koffer voller Erfahrungen mit und dieser Koffer wird mit der Zeit immer gr&ouml;&szlig;er. Welche Entdeckungen habt Ihr beim &ouml;ffnen des Koffers &#8220;Polaroid Affection &#8221; gemacht? </em></strong></p>
<p>Rick: Dass die perfekte Strophe innerhalb von Sekundenbruchteilen anfliegen kann, w&auml;hrend man f&uuml;r andere f&uuml;nf volle Jahre braucht.</p>
<p><strong><em>Es ist fast nicht m&ouml;glich Euch und Eure Songs in eine bestimmte Schublade zu stecken. Keine Kategorisierung, keine Klischees! Inwieweit habt Ihr hier bewusst daraufhin gearbeitet?</em></strong></p>
<p>Eve: So unspannend das klingt: wir haben einfach angefangen. Das ist ein ganz gutes Motto f&uuml;r jeden K&uuml;nstler: Einfach machen, einfach loslegen. Der Rest ergibt sich von selbst, wenn man dranbleibt und der Kreativit&auml;t freien Lauf l&auml;&szlig;t. Da die Songs &uuml;ber einen recht langen Zeitraum entstanden sind, kam immer mal wieder etwas neues hinzu, das f&uuml;r uns jetzt im Gesamten unser Stil geworden ist.</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong><em>In dem Zusammenhang: Was denkt Ihr, Wer sind Eure Fans? Wer h&ouml;rt Eure Musik? Wer sollte Eure Musik h&ouml;ren?</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Eve: Unsere Fans sind vollkommen unterschiedlich in ihrem musikalischen Hintergrund, wenn man mal Myspace und unsere Livegigs als Barometer nimmt. Viele aus der Richtung Electropop, 80s sind nat&uuml;rlich dabei, auch Leute, die sonst eher D&uuml;steres m&ouml;gen. Da wir selbst auch viel unterschiedliche Musik h&ouml;ren, freuen wir uns dar&uuml;ber, wenn man uns sagt: &#8220;Eigentlich h&ouml;re ich ja sowas nicht, aber bei euch gef&auml;llt es mir!&#8221;</p>
<p>Rick: Wer gerne tanzt, ist bei uns auch in guten H&auml;nden.</p>
<p><strong><em>Eure Songs sind sehr unterschiedlich in ihrer Anlage und auch in ihrem Inhalt.</em></strong><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong><em>Trotzdem zieht sich ein roter Faden durch die Platte. Hattet ihr Euch vor der Produktion irgendwelche Vorgaben gemacht oder hatte sich dies von selber ergeben?</em></strong><strong><em></em></strong></p>
<p>Eve: Der &#8220;rote Faden&#8221; ist von selbst entstanden. Wir hatten zu Anfang keinerlei Konzept und keine Vorgaben. Die Songs sind &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum gewachsen, das war ein sehr nat&uuml;rlicher Prozess, wie ein Puzzle, bei dem man die einzelnen Teile erst nach und nach entdeckt.</p>
<p><strong><em>Euer Album &#8220;Polaroid Affection&#8221; hat keinen einzigen Ausfall. Es ist harmonisch, organisch und sehr pers&ouml;nlich. Alle Songs funktionieren f&uuml;r sich, aber auch in der Gesamtheit. Welche Themen verarbeitet Ihr in Euren Songs? Wie wichtig sind Euch Textaussagen?</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>Eve: Ich finde, Texte sind eine Sache, die jedem H&ouml;rer selbst zur Interpretation frei stehen. Ich finde es sehr interessant, herauszufinden, wie andere unsere Texte interpretieren – es kommt immer darauf an, ob man alles w&ouml;rtlich nimmt oder gern seine eigenen Erfahrungen in die Interpretation mit einarbeitet. Ich erkl&auml;re unsere Texte nicht im Detail, denn ich w&uuml;rde es auch nicht gern h&ouml;ren, wenn meine Lieblingsmusiker in Interviews ihre Texte erkl&auml;ren w&uuml;rden. So bleibt viel Raum f&uuml;r die eigene Bedeutung eines Songs. Jeder sieht einen Text doch anders, weil die eigenen Erfahrungen dabei eine Rolle spielen.</p>
<p>Rick: Ich glaube, wir haben alles verarbeitet, was das Leben so an Gef&uuml;hlen bei einem hervorrufen kann – im Positiven wie im Negativen. Texte sind f&uuml;r mich pers&ouml;nlich extrem wichtig, ich lege auch bei der Musik, die ich h&ouml;re, sehr viel Wert auf die Texte. Am sch&ouml;nsten ist es nat&uuml;rlich, wenn man diese dann selbst interpretieren kann, ohne allzu viel &uuml;ber die Fakten zu wissen, da gebe ich Eve recht. Manchmal wird einem sogar selbst erst Jahre sp&auml;ter klar, wovon einer der eigenen Songs tats&auml;chlich handelt. Das haben wir auch schon erlebt. Generell gilt f&uuml;r mich: Je kryptischer, umso besser. Es gibt Songs von meinen Lieblingsbands, an denen ich bereits zehn Jahre und mehr fr&ouml;hlich heruminterpretiere und immer wieder zu neuen Schl&uuml;ssen komme. Das macht die eigentliche Qualit&auml;t von Texten f&uuml;r mich aus, dass sie immer frisch und spannend bleiben, auch wenn man den Song schon 389 mal geh&ouml;rt hat. <strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Auch Ihr singt &uuml;ber die Liebe, kein Thema ist im Laufe der Menschheit mehr besungen worden. Wie schafft Ihr das Thema &#8220;Liebe&#8221; so aufzugreifen, mit der Stimme von Eve so zu transportieren, dass es funktioniert?</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>Eve: Die Verbindung klingt zwar auf Anhieb immer ein bisschen merkw&uuml;rdig, aber ich habe lange Zeit traditionelle irische Musik gemacht. Die traditionellen und auch die moderneren irischen St&uuml;cke sind sehr gef&uuml;hlsbetont und sehr dramatisch, sehr offen und teils auch schwerm&uuml;tig, trotzdem klingen sie sehr lieblich und verspielt. Es gab f&uuml;r mich also jede Menge Gelegenheit, diese Facetten zu perfektionieren. Da meine Stimme durch diese Musikrichtung geformt wurde, kann ich all dies auch in unserem Stil einarbeiten.</p>
<p><strong><em>Inwieweit spielt Politik und Religion eine Rolle in Euren Texten? Es gibt nichts schwereres aus den Themen gute Songs zu machen. Wie schafft Ihr dies?</em></strong></p>
<p>Eve: Wir unterst&uuml;tzen beide den freien Gedanken und das Leben ohne Dogmen und Zw&auml;nge. Wir befassen uns in unseren Texten unter anderem auch damit, wie es Menschen geht, die durch Druck von au&szlig;en oder die eigene Angst diese Freiheit nicht haben. Religion und Politik sind Themen, die man nat&uuml;rlich plakativ verarbeiten k&ouml;nnte – jedoch ist es f&uuml;r uns interessanter, sich mit dem Innenleben und der Au&szlig;enwirkung von Personen und deren Meinungen zu befassen, mit dem kleinen Kosmos, den jeder um sich herum hat, mit dem Horizont, den er t&auml;glich erweitern kann.</p>
<p><strong><em>Durch die wirtschaftliche Not der gesamten Musikbranche, ergibt sich f&uuml;r viele Bands immer mehr die Notwendigkeit in einer bestimmten Richtung zu arbeiten um erfolgreich zu sein. Eine bestimmte Art von Songs mit einem bestimmten Refrain – Stil der m&ouml;glichst schnell ins Ohr gehen muss es sein. Wie geht Ihr damit um?</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p>Eve: Heutzutage ist oft eher das Gesamtbild wichtig bei den meisten Interpreten und die Songs sind leider nur Beiwerk, wie Fast Food f&uuml;rs Ohr. Wenn wir von einem gerade neu geschriebenen Refrain tagelang einen Ohrwurm haben, ist das aber trotzdem gut und wir freuen uns dar&uuml;ber. Nat&uuml;rlich sind eher sperrige Melodiefolgen auch interessant, aber man freut sich doch eigentlich, wenn man einen Song nicht mehr loswird – vorausgesetzt nat&uuml;rlich, er entspricht dem eigenen Geschmack!</p>
<p>Rick: Eve hat das Talent, Melodien zu schreiben, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt – auf eine gute Weise. So gesehen machen wir schon Popmusik. Es ist nur bei uns immer ein bisschen mehrdeutig. So mancher Song, der verspielt und niedlich daherkommt, l&auml;sst sp&auml;ter einen Blick in den Abgrund werfen.</p>
<p><strong><em>Die gro&szlig;en Zuh&auml;lter der Musikbranche verschlei&szlig;en im Halbjahrestakt Menschen, um sich zu bereichern. Kaum ein Vertreter der Musikindustrie hat mehr den Mut, die Zeit und das Geld K&uuml;nstler &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeit aufzubauen. Wie denkt Ihr hier&uuml;ber?</em></strong></p>
<p>Eve: Es ist nat&uuml;rlich insofern eine traurige Entwicklung, dass die Investition in Musik oftmals nichts mehr wert zu sein scheint; andererseits gibt es f&uuml;r K&uuml;nstler ja durch das Internet viele neue Wege der Verbreitung von Musik. Man kann mit relativ geringem Aufwand die eigene Musik online weltweit zug&auml;nglich machen und erfolgreich sein. Ich denke, dass K&uuml;nstler sich den neuen M&ouml;glichkeiten auf jeden Fall anpassen k&ouml;nnen und sollten. Dadurch bleibt man unabh&auml;ngig und kann selbst darauf Einflu&szlig; nehmen, was ver&ouml;ffentlicht wird und wem es zug&auml;nglich gemacht wird. Der negative Aspekt des Aufbaus durch gr&ouml;&szlig;ere Firmen ist leider f&uuml;r viele K&uuml;nstler die damit zusammenh&auml;ngende Marketingstrategie, die leicht aus den eigenen H&auml;nden gleiten kann. Wenn man selbst gestalten kann, wie man sich pr&auml;sentiert, bleibt man auch authentisch. Wir sind mit ein paar Bands gut befreundet, die diesen Do it yourself-Gedanken ebenfalls sehr unterst&uuml;tzen und damit vielleicht nicht das &#8220;gro&szlig;e Geld&#8221; machen, wie das vor ein paar Jahren noch m&ouml;glicher war. Man ist aber vielleicht f&uuml;r sich selbst ein bi&szlig;chen zufriedener, wenn man seinen eigenen Weg gehen kann. Auf uns trifft das jedenfalls zu!</p>
<p><cite><a href="http://www.candyslade.com/">http://www.candyslade.com</a></cite></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/candyslade">http://www.myspace.com/candyslade</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/candyslade/250358837975">http://www.facebook.com/pages/candyslade/250358837975</a></p>

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		<title>:Wumpscut: im Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 10:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das Ich]]></category>
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		<category><![CDATA[Wumpscut]]></category>

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Ein neues :Wumpscut: Album im ersten Quartal des Jahres ist mittlerweile schon fast Tradition geworden. So begl&#252;ckt uns Rudy Ratzinger auch dieses Jahr wieder mit einer neuen Ver&#246;ffentlichung. Am 3.April 2009 erscheint &#8220;Fuckit&#8221;. Dies nahm ich zum Anlass Rudy zu diesem und anderen Themen zu befragen. 
Hallo Rudy ! Ein Jahr ist seit der Ver&#246;ffentlichung [...]]]></description>
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<p><img src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2009/02/head-600x106.jpg" alt="head" title="head" width="600" height="106" class="aligncenter size-large wp-image-2826" /></p>
<p><strong>Ein neues :Wumpscut: Album im ersten Quartal des Jahres ist mittlerweile schon fast Tradition geworden.</strong> So begl&uuml;ckt uns Rudy Ratzinger auch dieses Jahr wieder mit einer neuen Ver&ouml;ffentlichung. Am 3.April 2009 erscheint &#8220;Fuckit&#8221;. Dies nahm ich zum Anlass Rudy zu diesem und anderen Themen zu befragen. </p>
<p><strong>Hallo Rudy ! Ein Jahr ist seit der Ver&ouml;ffentlichung von &#8220;<em>Sch&auml;dling</em>&#8221; vergangen. Was hat sich in dieser  Zeit im Hause :W: getan?</strong></p>
<p>Sommerpause und dann wieder ran an die Maschine &#8211; Regelm&auml;ssigkeit ist hier notwendig, sonst gibts im April ja nichts auf die Ohren, und wir sprechen immerhin von der Rettungsmission der Szeneehre. Diesmal allerdings ZWEIfach Arbeit, denn ich hab mich dazu entschlossen, Bunkertor 7 zu re-sampeln.</p>
<p><strong>Klanglich w&uuml;rde ich meinen neue Synthies zu vernehmen. Hast Du Deinen Maschinenpark runderneuert und wenn ja wie kam es dazu?</strong></p>
<p>Nein, da ist so gut wie nichts neu im (virtuellen) Rack, ist wohl eher eine Frage des Umganges mit Klang an der Basis. Ich kann es nur immer wieder sagen: es gibt kein Zur&uuml;ck zur Hardware, das w&auml;re genauso, als w&auml;ren die Nerobefehle von Adolf Hitler befolgt worden: Steinzeit.<br />
<strong><br />
Welches Konzept verfolgst Du mit :Fuckit:?</strong></p>
<p>Es gibt keinen Roten Faden &#8211; je &auml;lter :W: wird, desto merkw&uuml;rdiger erscheint es mir, &uuml;ber ein Thema ein ganzes Album zu machen. Aber wer weiss, vielleicht &auml;ndert sich das auch wieder. Das Sch&ouml;ne an :W: ist, dass alles zu praktisch jeder Zeit offen ist/sein kann. Ich entscheide ja schliesslich selbst dar&uuml;ber, was ich eigentlich tun will.</p>
<p><strong>&#8220;<strong><em>Schlechter Mensch</em></strong>&#8221; ist ein deutliches Statement zur erneuten Nennung des Names :W: in den Medien im Zusammenhang mit einer Gewalttat.</strong></p>
<p>Nein, ist es nicht, denk ich &#8211; wie sooft bei :W: der Fall: jeder kann sich seinen eigenen Reim darauf machen, was nun die Aussage zum Schluss bedeuten soll.</p>
<p><strong>Wie gehst Du mittlerweile mit solchen absurden Vorw&uuml;rfen um und wie &auml;ndert sich dadurch Dein Verhalten zu den Medien?</strong></p>
<p>Dass der Vorwurf absurd ist, da geb ich dir schon eher recht. Ich hab durchaus &uuml;berlegt, ob ich den finnl&auml;ndischen Amoklauf zum :W:-Thema erheben soll oder nicht, hab mich dann aber dagegen entschieden &#8211; und siehe da, bis auf ein paar ganz Unerbittliche (unter anderem direkt vor meiner Haust&uuml;r) hat der Rest der Zunft das Interesse daran schon nach wenigen Tagen verloren. Die Verfallszeit schrumpft nicht zuletzt durch das Internet immer weiter zusammen, was mir zwar einerseits ganz recht ist (angesichts der Absurdit&auml;t, hier einen direkten Zusammenhang herstellen zu wollen und mich dann daf&uuml;r erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen), mich andererseits aber schon sehr ins Gr&uuml;beln dar&uuml;ber bringt, was denn den Mob dann &uuml;berhaupt noch hinterm Ofen hervorlockt. Halt, noch vergessen: falls ich DOCH was zum Thema gesagt h&auml;tte (am besten was Blutiges mit Swastika garniert und Reissn&auml;gel dr&uuml;ber), h&auml;tte die Sache wohl noch ein paar Momente l&auml;nger gedauert. W&auml;re dann aber doch eher albern gewesen.</p>
<p><strong>&#8220;<em>The Boo</em>&#8221; und &#8220;<strong><em>Autophagy Day</em></strong>&#8221; sind meine pers&ouml;nlichen Favoriten auf :Fuckit: Bei &#8220;<em>The Boo</em>&#8221; gibt es atmosph&auml;rische Streicherkl&auml;nge zu h&ouml;ren. Benutzt Du daf&uuml;r Samples oder oder wurden diese live eingespielt?</strong></p>
<p>Ha, nein, das ist schon ein Sample. Bei Draussen (auf Boeses Junges Fleisch) hatte ich mal einen richtigen Geiger in the house, aber ich finde, dass gerade das Sampling hier den gew&uuml;nschten Effekt bringt. The Boo ist inspiriert von Sadie Sicfuk (die Nummer Eins/ganz oben auf MySpace) und behandelt ein f&uuml;r :W: sehr ungew&ouml;hnliches Thema: Kindesmissbrauch. Boo ist im Englischen nichts anderes als Buh in deutsch &#8211; ein einfaches, kindliches Wort, um jemanden zu erschrecken (nur ein Bisschen/Bisschen mehr/auch zutode aber) &#8211; liegt ganz bei dir, die richtige Dosis zu finden. Weitere essentielle Information &uuml;ber den Song/die zum Einsatz gebrachten Sounds: es wurde Zeit, den Menschen zu demonstrieren, dass ein billiger Techno Arpeggiator Synth sehr wohl auf einem h&ouml;heren Niveau funktionieren kann, ohne dass es einem gleich die Zehenn&auml;gel hochdreht. Soll es ja geben ab und zu in der Szene, NICHT WAHR? Q. E. D., wenn du mich fragst.<br />
<strong></p>
<p><center><img src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2009/02/fuckit_press03300.jpg" alt="fuckit_press03300" title="fuckit_press03300" width="300" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-2825" /></center></p>
<p>Auch zu :Fuckit: wird es wieder eine Box geben. Woher nimmst Du die Ideen f&uuml;r die Special Goodies?</strong></p>
<p>Viele Vorschl&auml;ge kommen von den F&auml;ns selbst, Teile wie den ebenfalls jetzt auf w.com separat zu ordernden Ring oder die Schnalle mit G&uuml;rtel (die wird immer sehr oft gew&uuml;nscht) kann ich leider nicht in die Box pucken, denn das Limit ist hier einfach 39,95 &#8211; dar&uuml;ber beginnt ein weites Feld, das ich angesichts der Marktsituation da draussen lieber erst gar nicht beackere. Es gibt nat&uuml;rlich Anh&auml;nger, die einfach ALLES Neue ordern (Suchbegriff &#8216;Komplettist&#8217;), aber die breite Masse will nun mal die Box f&uuml;r um die 40 EUR. Kriegt sie dann nat&uuml;rlich auch, nachdem sie immer wichtiger wird (wenn du sie den CD-Verk&auml;ufen gegen&uuml;berstellst).</p>
<p><strong>Die Bonus CD enth&auml;lt eine Reihe von Remixen. Hast Du einen pers&ouml;nlichen Favoriten?</strong></p>
<p>Tja, da gibts soooviele, die gut geworden sind &#8211; und dies vor allem auch an die Adresse der &#8216;namhaften&#8217; Infragekommenden. Was der eine oder andere Fan aus seiner Kiste bekommt, ist so beachtlich, dass ich lieber denen eine Chance lasse, die wirkliche Innovation abliefern als denjenigen, die einfach nur seit ewigen Jahren auf derselben Stelle treten (wenn auch etablierter dann). Cut To See von XSRY (Kanada) ist so ein Beispiel, ebenso VProject (Australien) &#038; Jose Papa (Brasilien). Ach, das Internet, das Internet &#8211; wunderbare Sache einerseits.</p>
<p><strong>Wo wir gerade beim Thema Remixe sind. Hast Du selber Remixe f&uuml;r andere Bands in Arbeit?</strong></p>
<p>ICH? Ha, nein, ich hab jetzt fast ZWEI ganze Alben hinter mir (in knapp 3 Monaten), jetzt gibts erstmal Interviews, :W:Shop-Versand, Releaseparties und dann eine PAUSE, meine Lieben. Wenn ich mir das Pensum vieler meiner sogenannten &#8216;Kollegen&#8217; ins Ged&auml;chtnis rufe, ist das dann jetzt schon mal legitim. Nicht vergessen: ich mach hier so gut wie ALLES SELBST, das heisst, wenn die Musike fertig ist, beginnt die (administrative) Arbeit erst richtig.</p>
<p><strong>Auf Deiner Homepage war zu lesen &#8220;<em>billiger ist nur Schwarzkopieren, und das t&ouml;tet :W: &#8211; schneller als viele andere, nachdem live nichts gemacht wird.</em>&#8220;</strong></p>
<p>Ja, da k&ouml;nnen sich alle sicher sein.</p>
<p><strong>Wie stehst Du zum Thema illegale Downloads und was kann Deiner Meinung nach getan werden um diese einzud&auml;mmen?</strong></p>
<p>Das ergibt keinerlei Sinn mehr. Brennen tut schon so gut wie keiner mehr, denk ich &#8211; externe USB-Platten sind viel praktischer mittlerweile. Du kannst diese Art von Missbrauch ohnehin nicht (mehr) verhindern, und insofern r&uuml;ckt alles, was sicht eben NICHT so ohne weiteres kopieren l&auml;sst, viel mehr in den Vordergrund. Fr&uuml;her war die Box als Special Edition lediglich f&uuml;r Hardcore Fans, es kommt mir aber mittlerweile so vor, als w&uuml;rde auch der eine oder andere den Weg dorthin finden, dem eine schlichte CD einfach ZU WENIG ist. Und &uuml;ber allem steht nat&uuml;rlich der Appell an die Vernunft des Fans, der im Fall von :W: ja nichts anderes bekommt, da live hier ja nicht stattfindet.</p>
<p><strong>Du schreibst auf z.b. auf Deiner Homepage und Deiner MySpace Pr&auml;senz selbst. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Fans?</strong></p>
<p>Dies hat (und hatte auch schon immer) allerh&ouml;chste Priorit&auml;t, da :W: ja f&uuml;r SIE gemacht ist. Ich selbst MUSS das alles nicht machen, Musik funktioniert ohnehin immer nur nach dem Sender/Empf&auml;nger-Prinzip. Was soll ich hier drin vor mich hinproduzieren, wenn sich draussen keiner darin wiederfinden kann, das ist K&auml;se in meinen Augen/Ohren. Apropos MySpace: ich pers&ouml;nlich finde hier vor allem interessant, dass :W: zwar einerseits &#8216;t&ouml;tet, wie kaum ein zweites Projekt&#8217; (hoffentlich deutlich und neutral und undeutlich genug zu gleichen Teilen f&uuml;r alle formuliert jetzt), andererseits aber auch die G&ouml;rls sich daf&uuml;r begeistern &#8211; und da sind auch welche mit dabei, die ihren Nachwuchs eben NICHT in kleinen St&uuml;ckchen in der Tiefk&uuml;hltruhe in Plastikt&uuml;tchen aufbewahren. Willst du mal sehen? Guck mal auf die Top 40, da findest du dann &#8216;eine Reihe von&#8217; (Hermes Phettberg zum Thema hauptgerichtliche Pellkartoffelmenge).</p>
<p><strong>Wie oft kommen noch Anfragen bzgl. Live-Auftritten?</strong></p>
<p>Mehrere pro Jahr.</p>
<p><strong>Wann w&uuml;rdest Du schwach werden?</strong></p>
<p>Ab 100.000 EUR.<br />
<strong><br />
Dein pers&ouml;nliches :W: Lieblingsalbum?</strong></p>
<p>Ist f&uuml;r mich wie mit eigen Fleisch &#038; Blut: du verst&ouml;sst keines.</p>
<p><strong>Wie zu jedem Album gibt es auch zu :Fuckit: eine Menge Promo-Arbeit. Wie wirst Du die freie Zeit nach getaner Arbeit nutzen?</strong></p>
<p>Im Sommer wird&#8217;s ja warm in der Republik, da f&auml;llt mir dann immer was ein.<br />
<strong><br />
Gibt es musikalisch noch Tr&auml;ume oder W&uuml;nsche die Du Dir unbedingt noch erf&uuml;llen m&ouml;chtest?</strong></p>
<p>Ja, gibt es: ich w&uuml;rd gern die Zeit zur&uuml;ckdrehen um als um die Zukunft wissendes M&auml;uschen bei Oh How We Laughed von Death In June dabei zu sein (28. Mai 1982). Da werd ich aber noch warten m&uuml;ssen, bis die 12-Monkeys-Zeitmaschine endlich richtig funktioniert und ich nicht im ersten Weltkrieg erschossen werde &#8211; wo mir doch der zweite viel lieber w&auml;r.</p>
<p><strong>Gibt es abschliessend noch etwas das Du den H&ouml;rern von darkerradio mitteilen m&ouml;chtest?</strong></p>
<p>Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen, der soviel Aufrichtigkeit besitzt, dass er sein Idol unterst&uuml;tzt und eben NICHT nur schwarz draufloskopiert. Ist mir klar, dass im Einzelfall der Innere Schweinehund manchmal massiv dagegensteht, aber wie oben schon verschl&uuml;sselt erw&auml;hnt: es gibt eine Schmerzgrenze f&uuml;r mich &#8211; auch f&uuml;r andere.</p>
<p><img src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2009/02/fuckit_press01200.jpg" alt="fuckit_press01200" title="fuckit_press01200" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2824" /><br />
<strong><br />
Tracklist:</strong></p>
<ol>
<li>Schlechter Mensch</li>
<li>The Boo</li>
<li>Fuckit </li>
<li>Cut to see how much I bleed </li>
<li>Achtung, Menschen! </li>
<li>Autophagy Day</li>
<li>Pooch </li>
<li>Leichenteilchen </li>
<li>Broken </li>
<li>Bloodbathing Tub </li>
<li>Rumpelkammer </li>
<li>Gulag </li>
</ol>
<p>Erscheint auch als limitierte Box mit diversen Specials.<br />
V&Ouml;: 03.04.2009 BKM</p>
<p><a href="http://www.wumpscut.com">www.wumpscut.com</a> | <a href="http://www.myspace.com/wumpscut">www.myspace.com/wumpscut</a></p>

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		<title>Wenn stumme Stimmen reden &#8211; P24 im Interview</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/news/wenn-stumme-stimmen-reden-p-24-im-interview/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Camouflage]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am 05.09.2008 erschien das zweite Album von P24 &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221;. Seit &#252;ber 12 Jahren ist Rico musikalisch aktiv. Unter anderem als Mastermind der Band &#8220;D.-Pressiv&#8221; so wie Remixer von Camouflage, !distain, Lights of Euphoria und vielen weiteren. Lest im folgenden Ricoás Gedanken zu Gef&#252;hlen, Pl&#228;nen und das neue Album :
Rico, wie geht es Dir [...]]]></description>
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<p style="text-align: left;"><strong>Am 05.09.2008 erschien das zweite Album von P24 &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221;.</strong> Seit &uuml;ber 12 Jahren ist Rico musikalisch aktiv. Unter anderem als Mastermind der Band &#8220;D.-Pressiv&#8221; so wie Remixer von Camouflage, !distain, Lights of Euphoria und vielen weiteren. Lest im folgenden Ricoás Gedanken zu Gef&uuml;hlen, Pl&auml;nen und das neue Album :</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Rico, wie geht es Dir heute?</strong><br />
Sehr gut, danke, sehr gut.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Jemand hat Dich k&uuml;rzlich als &uuml;berzogen emotionalisiert und sch&uuml;chtern bezeichnet. Trifft das zu ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ja, ich bin zwar ein sehr emotionaler Mensch, aber als &uuml;berzogen emotionalisiert w&uuml;rde ich mich nicht bezeichnen. Und ob ich sch&uuml;chtern bin, will ich selber nicht beurteilen. Aber sollte es so sein, sehe ich dies nicht als schw&auml;che sondern St&auml;rke.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Gro&szlig;e, vielleicht &uuml;bertriebene Gef&uuml;hle spielen bei P24-Songs eine wesentliche Rolle. Wie siehst Du das ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ohne Emotionen lassen sich Melodien erst gar nicht kreieren. Ob das nun &uuml;bertrieben wirkt, kann ich nicht beurteilen, w&uuml;rde es aber in die Riege subjektiver Wahrnehmung einordnen. Klar ist, dass ich in den Songs meine pers&ouml;nlichen Erlebnisse verarbeite, auch wenn meine Standpunkte oftmals rein subjektiv zu betrachten sind. Aber anders funktioniert es nun mal nicht.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Bist Du nach &uuml;ber 12 Jahren musikalischer Geschichte immer noch nerv&ouml;s wenn ein neues P24-Album erscheint ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und wie! Ich bin und war nie der coole K&uuml;nstler, an dem Kritik v&ouml;llig spurlos vorbei gegangen ist. Sicherlich w&auml;chst im Laufe der Zeit eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit Kritik oder der Tatsache, dass man auf der B&uuml;hne genauestens beobachtet wird. In den ersten Jahren hat mir das Lampenfieber ziemlich zugesetzt, aber inzwischen ist das ganze schon weitgehend entspannter geworden.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Coolness, genauso wie Sexyness, sind zwei grundlegende Pop-Begriffe, die im Zusammenhang mit P24 praktisch keine Anwendung finden.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ich muss nicht cool sein und bin sind es insofern auch nicht, als dass die Pose bei mir niemals vor der Aussage steht. Den pop&uuml;blichen Sold an Coolness k&ouml;nnen andere abarbeiten. P24 bzw. ich stehe auch genauso wenig f&uuml;r Sexyness. Sexy w&uuml;rden ich und meine Liveband uns nicht nennen. Jedenfalls tue ich auch nichts daf&uuml;r, als sexy wahrgenommen zu werden.Ich stehe f&uuml;r meine Texte, die Musik und daf&uuml;r, dass beides etwas bei den Zuh&ouml;rern ausl&ouml;sen soll.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Kommen wir zu Deinem neuen Album &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221;. Gilt &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221; als allgemeines Lebensmotto von Dir ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Bestimmt nicht! Es gibt viel zu sagen&#8230;. Und werde dies auch konsequent tun.Es gibt aber kaum einen Titel der lebensbejahender, intensiver und konsequenter ist als der Titeltrack meines neuen Albums &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221;. Im vergangenen Jahrzehnt hat die Entwicklung der Menschheit enorm zugelegt. Der Prozess l&auml;uft und l&auml;uft und l&auml;uft. Es wird immer schneller wie ich finde. Egal aus welchem Augenwinkel man es betrachtet. Ob negativ oder positiv, ob aus sozialer, politischer oder technischer, wissenschaftlicher Hinsicht. Es stellt sich die Frage: Was kommt in der Zukunft noch auf uns zu? Es gibt die Stimme der Vorahnung, die Stimme der Neuank&uuml;ndigung, die Stimme der Angst, die Stimme der Tr&auml;ume, die Stimme der Hoffnung&#8230;usw. Was ist wenn diese Stimmen stumm bleiben?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/11/p241.jpg"><img class="size-medium wp-image-2101 aligncenter" title="p241" src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/11/p241-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Inhaltlich werden viele Themen von Dir durchleuchtet. Unter anderem ein aktuelles Topthema &#8220;Geldgier&#8221;. Was willst Du uns hier in Zeit wo Banken zusammenbrechen als w&auml;ren es Frittenbuden mit auf den Weg geben ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Geldgier &#8211; Das Thema ist in unserer heutigen Gesellschaft mehr als nur aktuell. Der Song ist eine Psycho-Variation des Mottos &#8220;Je h&ouml;her der Aufstieg umso tiefer der Fall&#8221; wenn man nicht aufpasst.<span> </span>Der Ehrgeiz zum Reichtum ist wie Feuer es sollte unter Kontrolle sein und man sollte nicht damit zu offensichtlich herumspielen denn sonst verbrennt man sich sehr leicht.Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Der materielle Faktor unserer Gemeinschaft w&auml;chst proportional zum technischen Fortschritt und dem Willen, immer mehr und mehr zu erreichen. Die Gemeinschaft, die unser Leben bereichern sollte, wird dabei in verschiedene Gruppierungen gespalten. Aus der Geschichte unserer vorherigen Generationen wissen wir, dass wir wieder auf den H&ouml;hepunkt der fr&uuml;heren St&auml;ndegesellschaft hinarbeiten, und wie das endet wissen wir auch aus der Geschichte. Es schmerzt, zusehen zu m&uuml;ssen, wie Gier und Neid unsere Gemeinschaft zerst&ouml;ren. Meinen Protest dr&uuml;cke in Form von Songs aus und hoffe, dass er viele Menschen erreicht und anspricht.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ist ein Musikprojekt mit devoter Gefolgschaft, wie P24, eigentlich frei von Stalkern ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Das sch&ouml;ne an diesem komischen Ding P24 ist das v&ouml;llige Ausbleiben von jeglichem Personenkult. Ich versuche auch alles daf&uuml;r zu tun, dass das so bleibt. Meinem Selbstverst&auml;ndnis nach bin ich Musiker und kein Star. Auch liebe ich den Kontakt zu meinen Fans, somit war das Thema &#8220;Stalking&#8221; bisher nie eines.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Spielst Du gerne Konzerte ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ich liebe die B&uuml;hne, und nat&uuml;rlich ist das auch die Chance, neue Zuh&ouml;rer zu gewinnen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hast Du einen regelm&auml;&szlig;ig wiederkehrenden Traum, der mit Deinem k&uuml;nstlerischen Schaffen zu tun hat ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Fr&uuml;her tr&auml;umte ich von einem Plattenvertrag bei einem gro&szlig;en Label, aber die Realit&auml;t hat auch mich &uuml;ber die Zeit hinweg eingeholt, deshalb sucht man sich Faktoren im Leben, die den Weg zum Wunschdenken unabh&auml;ngig gestalten. Hinzu kommt, dass mein fr&uuml;herer Traum jetzt nicht mehr zu meinen Pl&auml;nen passt. Ich habe einen Weg gefunden, um mich musikalisch zu vewirklichen, das ist doch traumhaft.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was planst Du/Ihr f&uuml;r die n&auml;chste Zeit ? </strong></p>
<p style="text-align: left;">Live wieder auf B&uuml;hnen unterwegs sein, es wird eine Remix-Variante des aktuellen Albums &#8220;Stimmen bleiben stumm&#8221; online ver&ouml;ffentlicht und ausserdem ist eine neue EP als Featuring mit dem Produzenten &#8220;Ohrenfleisch&#8221; plus dazugeh&ouml;rigem B&uuml;hnenkonzept in Vorbereitung. Es gibt noch sehr viel zu tun.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ich gebe Dir drei Stichworte vor und w&uuml;rde mich freuen, dazu ein kurzes Statement von Dir zu h&ouml;ren:<br />
- Kapitalismus</strong></p>
<p style="text-align: left;">Die abgewandelte Form der Planwirtschaft, nur ohne realistischen Plan.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>- Egoismus</strong></p>
<p style="text-align: left;">Zerst&ouml;rt sehr viel Lebensqualit&auml;t untereinander.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>- Gef&uuml;hle</strong></p>
<p style="text-align: left;">Geben uns Kraft und Zuversicht, um Mensch zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Dein Schlusswort  ?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Danke f&uuml;r das Interview, Danke an das DarkerRadio-Team f&uuml;r den Support und w&uuml;nsche Euch weiterhin viel Erfolg und vorallem endlos wachsende Zuh&ouml;rerschaft. Wir h&ouml;ren uns! Tune it !</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/11/p242.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2102" title="p242" src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/11/p242.jpg" alt="" width="166" height="166" /></a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">01 Geldgier<br />
02 Zu weit weg<br />
03 Haferschleim und M&uuml;slibrei<br />
04 Der Himmel ist frei<br />
05 Genug ist genug<br />
06 Nur f&uuml;r einen Moment<br />
07 Auf und davon<br />
08 Freiheit aus Tr&auml;umen<br />
09 Geheimnisvoll<br />
10 Hallo Gewalt!<br />
11 Neid<br />
12 Blickfeld<br />
13 Stimmen bleiben stumm</p>
<p style="text-align: left;">V&Ouml; : 05.09.2008 Phobotaxis Media<br />
<a href="http://www.myspace.com/p24music">P24 MySpace</a></p>
<p style="text-align: left;">Das Interview f&uuml;hrte Karsten Allenstein.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Heavy Current im Interview</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/news/heavy-current-im-interview/</link>
		<comments>http://www.darkerradio.com/news/heavy-current-im-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 22:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[IamX]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Muse]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>

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		<description><![CDATA[
Schon vor einiger Zeit stellten wir Euch die neue Heavy Current EP &#8220;Ratrace&#8221; vor. Nun kommt Jan von Heavy Current im folgenden Interview selbst zu Wort &#8211; &#252;ber Diven, Egomanen und Erinnerungen, doch lest selbst :
Jan, wie geht es Dir heute?
Jan: Danke der Nachfrage, freut mich echt! Ist ja nicht mehr selbstverst&#228;ndlich, dass sich jemand [...]]]></description>
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<p><strong>Schon vor einiger Zeit stellten wir Euch die neue <a href="http://www.darkerradio.com/cd-der-woche/heavy-current-ratrace-ep/">Heavy Current EP &#8220;Ratrace&#8221;</a> vor.</strong> Nun kommt Jan von Heavy Current im folgenden Interview selbst zu Wort &#8211; &uuml;ber Diven, Egomanen und Erinnerungen, doch lest selbst :</p>
<p><strong>Jan, wie geht es Dir heute?</strong></p>
<p>Jan: Danke der Nachfrage, freut mich echt! Ist ja nicht mehr selbstverst&auml;ndlich, dass sich jemand f&uuml;r das Befinden interessiert.  Mir geht&#8217;s ganz gut!</p>
<p><strong>Wie w&uuml;rdest Du den Stil von Heavy Current beschreiben? Wohin geht &#8220;die Reise&#8221; bei der neuen e.p. &#8220;Ratrace&#8221;? </strong></p>
<p>Jan: Ratrace ist mehr ein &#8220;&Uuml;bergangssong&#8221; vom Album EDACIOUS zum kommenden Album PUSH THE FIRE. Ratrace zeigt, dass das neue Material, frischer, punkiger,  trashiger, aber auch ausgereifter klingen wird, ohne dass wir uns untreu werden. Speziell auf dieser EP wirst du neben dem Titeltrack noch einige sehr gute Remixes vom letzten Album zu h&ouml;ren bekommen.</p>
<p><strong>Welche Bands &amp; K&uuml;nstler h&ouml;rst Du privat zu Hause?</strong></p>
<p>Jan:  Ich lege mich da Genrem&auml;ssig nicht fest&#8230; Bands und Musiker wie IAMX, Muse, Bj&ouml;rk, Prodigy, NIN, David Bowie, The Knife, Alec Empire find ich momentan recht interessant, was sich bei mir  schnell &auml;ndert oder einfach erweitert.</p>
<p><strong>Mit welchen K&uuml;nstlern oder Produzenten w&uuml;rdest Du gerne mal zusammenarbeiten? Und warum?</strong></p>
<p>Jan: Naja, mit Produzenten m&ouml;chte ich eigentlich nicht mehr zusammenarbeiten, denn die versuchen immer einen Stempel ihrerseits drauf zu dr&uuml;cken. Klar auf der anderen Seite hab ich ne Menge &uuml;ber Produktionen und gewisse Feinheiten gelernt, aber im Grunde kommt eben nicht das raus, was der Musiker will. Ansonsten gibt es einige K&uuml;nstler, mit denen ich gern was machen m&ouml;chte&#8230; Bj&ouml;rk oder Peter Gabriel zum Beispiel, aber das sind eher Tr&auml;ume. Momentan arbeite ich ja mit echt guten Musikern zusammen, siehe Felix an der Gitarre und Nook an den Drums und ich bin stolz auf die beiden.</p>
<p><strong>Welche neuen Bands / K&uuml;nstler bewunderst Du im Moment? Was findest Du im Moment innovativ?</strong></p>
<p>Jan: Bewundern ist sehr hochgegriffen, aber die Bands und K&uuml;nstler, die ich privat h&ouml;re verfolge ich auch in ihren Produktionsprozessen. Man versucht immer herauszufinden, &#8220;&#8230; was haben die da gemacht, dass das sooo knallt&#8230;&#8221;<br />
Innovativ finde ich momentan die Leichtigkeit Musik zu schaffen. Ich selbst arbeite zu 75% an meinem Notebook, was gerade unterwegs richtig praktisch ist. Miditaste, Kopfh&ouml;rer und Mic &#8211; mehr brauchste nicht zum Musik machen.</p>
<p><strong>K&uuml;nstler sind Egomanen. Wie lief die Zusammenarbeit und Produktion ab? Wie habt Ihr interne Konflikte gel&ouml;st?</strong></p>
<p>Jan:  Bei der Produktion klappt unser Zusammenspiel recht gut. Ich bringe zwar die schon fast fertigen Songs mit, aber Nook und Felix geben mit ihren Ideen den letzten wichtigen Schliff und ersetzen den einen oder anderen Synth. Selbst Songs die ich schon ins Archiv verbannen wollte, konnten durch die kreative Ader der beiden &#8220;gerettet&#8221; werden. Sollte es doch verschiede Meinungen geben, diskutieren wir dr&uuml;ber und probieren eben alle Varianten  aus, fertig!</p>
<p><a href="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/10/heavy-current_promo1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2064" title="heavy-current_promo1" src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2008/10/heavy-current_promo1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Passend zum Thema: Was sind f&uuml;r Dich die Eckpfeiler einer Freundschaft?</strong></p>
<p>Jan: Ehrlichkeit, Loyalit&auml;t, Humor, Verst&auml;ndnis und der gewisse Draht, der eben ohne Worte zeigt, dass da eine Freundschaft ist.</p>
<p><strong>Es gibt Menschen die behaupten, dass Du eine ziemliche &#8220;Diva&#8221; bist. Was sagst Du zu dem Vorwurf?</strong></p>
<p>Jan: Ey Leute, kommt einfach zu mir und wir schauen mal bei einem Teechen, was so sehr &#8220;Diva&#8221; an mir ist, ok! ;)</p>
<p><strong>Du machst seit fast 10 Jahren Musik. Was ist das seltsamste, was Dir je passiert ist?</strong></p>
<p>Jan: An das seltsamste Konzert, an was ich mich erinnern kann, war das Abschlusskonzert auf unserer Tour mit Battle Scream und Cephalgy in Potsdam. Es schienen alle Pannen, die auf Tour h&auml;tten passieren k&ouml;nnen, sich auf ein Konzert zu konzentrieren. Erst fliegt Felix &uuml;ber das Notebook &#8211; Stille &#8211; Nix kaputt, weiter. Mein Mikrofonst&auml;nder zerbricht &#8211; er war erst f&uuml;nf Tage alt. Felix reist sein Gurt, dann verf&auml;ngt sich sein Armband in der Gitarre. Und trotz alle dem, war es eines der besten Konzerte von uns &uuml;berhaupt. Keine Fehler, super Zuh&ouml;rer und eine riesen Stimmung!</p>
<p><strong>Gibt es irgendwas, was Du bereust?</strong></p>
<p>Jan:  Naja, wie jeder K&uuml;nstler bereut man nicht das Wissen und das K&ouml;nnen schon eher gehabt zu haben &#8211; wie auch&#8230;? Ansonsten, ich h&auml;tte eher mit guten Leuten zusammenarbeiten sollen.</p>
<p><strong>Gibt es ein Konzert, was Dir in bleibender Erinnerung geblieben ist? Und warum?</strong></p>
<p>Jan: Auf der letzten Tour in Dresden musste ich bei EDACIOUS weinen, als ich meinen besten Freund im Publikum sah und wir uns in die Augen schauten. Wir wissen warum&#8230; Ansonsten sind mir  einige Konzerte in Erinnerung, die in meinen Augen gigantisch waren, nicht weil viele Zuschauer da waren, oder wir ne Menge CD&#8217;s vertickt haben, sondern einfach, weil ein magischer Moment da war, der echt nur ganz kurz zu sp&uuml;ren schien&#8230;</p>
<p><strong>Einige Staatsanwaltschaften lassen Raubkopieren mittlerweile unbehelligt, wenn diese weniger als 200 Filme oder 3000 Musikst&uuml;cke heruntergeladen haben. Wie ist Deine Meinung dazu?</strong></p>
<p>Jan: Was soll ich als K&uuml;nstler sagen? Durch die Staatsanwaltschaft werden auch nicht mehr CD&#8217;s verkauft, oder? Es hilft eben nur geile Musik zu machen,  die dem Zuh&ouml;rer motiviert wieder &#8220;ja&#8221; zu einer CD zu sagen.</p>
<p><strong>Glaubst Du, dass in 15 Jahren noch Tontr&auml;ger (egal in welcher Form) ver&ouml;ffentlicht werden?</strong></p>
<p>Jan: Tontr&auml;ger wird es nur noch als &#8220;Werbemittel&#8221; geben, um eine Tour zu promoten. Wenn du dann ein Ticket kaufen willst, gehst du auf die Bestellseite, ziehst dir das Album und dann kaufst du eben deine Eintrittskarte.</p>
<p><strong>Jan, bist Du religi&ouml;s? Und wenn ja, woran glaubst Du?</strong></p>
<p>Jan: Nein, ich bin nicht religi&ouml;s&#8230; Das liegt einfach daran, dass alle Religionen sehr nach Regeln und Dogmen agieren und meine Vorstellung von Sch&ouml;pfung und Verhalten nicht &uuml;bereinstimmen. Der Glaube selbst ist jedoch frei und erlaubt mir auch meine eigene Welt zu machen. An was ich glaube? Schicksal &#8211; das ist bisher das einzige Ph&auml;nomen was ich wirklich erlebt habe.</p>
<p><strong>Ich gebe Dir drei Stichworte vor und w&uuml;rde mich freuen, dazu ein kurzes Statement von Dir zu h&ouml;ren:</strong></p>
<p>- Kapitalismus: Wer Geld zum gl&uuml;cklich sein braucht, hat&#8217;s noch nicht kapiert!<br />
- Apoptygma Berzek: Warum meinen alle, dass wir den gleichen Friseur haben? ;)<br />
- Heimat: Such ich noch, aber werde sie finden&#8230;</p>
<p><strong>Jan, vielen Dank f&uuml;r das Interview. Letzte Worte?</strong></p>
<p>Jan:  Herzlichen Dank f&uuml;r die Gelegenheit, uns vorstellen zu d&uuml;rfen! Eure Diva..! :P</p>
<p>Dieses Interview f&uuml;hrte Karsten Allenstein.</p>

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		<title>Reebosound: Ich wollte einen nat&#252;rlichen Trashfaktor bewahren</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Sep 2006 10:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
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Ein weiterer Newcomer aus unserem Voting im September stellt sich vor. Diesmal allerdings nicht ausschliesslich mit seiner Musik, sondern Missu wurden L&#246;cher in den Bauch gefragt. Unser Dank gilt Nico von nicorola.de, welcher das Interview f&#252;hrte.
Sven Missullis ist der Kopf hinter REEBOSOUND, dessen selbstbetiteltes Album seit August zum kostenlosen Download inkl. Cover auf der Seite [...]]]></description>
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<p><strong>Ein weiterer Newcomer</strong> aus unserem <a href="http://www.darkerradio.com/modules/xoopspoll/index.php">Voting im September</a> stellt sich vor. Diesmal allerdings nicht ausschliesslich mit seiner Musik, sondern Missu wurden L&ouml;cher in den Bauch gefragt. Unser Dank gilt Nico von <a href="http://www.nicorola.de/">nicorola.de</a>, welcher das Interview f&uuml;hrte.</p>
<p><strong>Sven Missullis</strong> ist der Kopf hinter REEBOSOUND, dessen selbstbetiteltes Album seit August zum kostenlosen Download inkl. Cover auf der Seite <a href="http://www.reebosound.de/">www.reebosound.de</a> bereit steht. Und mir haben die 12 Indie-Rocksongs so gut gefallen, das ich dachte: <em>&#8220;Den Mann mu&szlig;t du interviewen.&#8221;</em> Also habe ich mich &uuml;berwunden und eine E-Mail geschrieben. Und Missu war tats&auml;chlich bereit, mir ein paar Fragen zu beantworten.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Dein neues, selbstbetiteltes Album mit 12 Songs und knapp 30 Minuten Spielzeit steht unter www.reebosound.de zum kostenlosen Download bereit. Siehst Du in diesem Schritt eine Chance oder eher eine Notwendigkeit?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Ich denke von beidem etwas. Ich war aus dem Studio zur&uuml;ck und habe mir Gedanken gemacht, was ich nun mit den Aufnahmen anstellen will. Sicher h&auml;tte ich es auch nett gefunden, die CD mit einem Label im R&uuml;cken pressen zu lassen, aber da ich Reebosound erst im Winter 2005 offiziell ins Leben gerufen habe und auch erst im Februar dieses Jahres begonnen habe erste Konzerte zu geben, hatte ich als Unbekannter einfach keine Lust dazu, Labels anzuschreiben und diesen ganzen Kram durchzuziehen. Ausserdem wollte ich die CD so schnell wie m&ouml;glich und auf dem einfachsten Weg zu Geh&ouml;r bringen, und daf&uuml;r ist das Internet einfach fantastisch geeignet. Desweiteren habe ich mich auch dazu entschlossen weil ich bei der CD &#8211; abgesehen vom Mix und der gro&szlig;en Hilfe von Willi Dammeier im Studio &#8211; alles alleine gemacht habe, und so fand ich den Gedanken sch&ouml;n, f&uuml;r diese CD weiterhin alleine verantwortlich zu sein, was auch bedeutet, dass ich die Songs &uuml;berall kostenlos anbieten kann und damit anstellen kann was ich m&ouml;chte, ohne das mir jemand dazwischen funkt. Schlie&szlig;lich geht es bei Musik in erster Linie darum, dass sie geh&ouml;rt wird. Daf&uuml;r mache ich sie zumindest.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>&Uuml;ber welchen Zeitraum sind die Songs entstanden?<br />
</em><br />
<strong>Missu:</strong> Der gr&ouml;&szlig;te Teil ist von 2005 und 2006. Es sind aber auch ein paar &auml;ltere dabei, die ich einfach loswerden wollte. Der mit Abstand &auml;lteste Song ist &#8220;Number&#8221;. Der mu&szlig; so um 2001 entstanden sein. Hat mich aber nie losgelassen, und so habe ich ihn schlie&szlig;lich mit aufgenommen. Dadurch da&szlig; ich, wie gesagt, ein paar &auml;ltere loswerden musste, gibt es auch eine ganze Reihe neuer Songs, die bis zum n&auml;chsten Mal warten m&uuml;ssen. Aber so haben sie auch noch etwas Zeit zu reifen.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Du hast alle Instrumente im Alleingang im &#8220;Institut f&uuml;r Wohlklangforschung&#8221; in Hannover aufgenommen. Hast Du auch alleine produziert?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Ja, ich habe auch alle Songs selber produziert.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Wie kann man sich bei Dir den Aufnahmeprozess vorstellen? Eher wie eine B&uuml;rot&auml;tigkeit mit festen Zeiten oder hast Du quasi im Studio gewohnt?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Ich habe dort so gut wie gewohnt und bin nur kurzzeitig zum schlafen nach Hause gefahren. Meistens stand die Sonne dann allerdings schon relativ hoch. Generell nutze ich lieber die Nacht um aufzunehmen. Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwas ist anders, wenn man nachts aufnimmt. Es ist ruhiger und entspannter als am Tag â?¦ die Nacht ist irgendwie unabh&auml;ngigerâ?¦</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Inzwischen schon. Nachdem der Mix fertig war hatte ich anfangs so meine Probleme mit gewissen Sachen. Ich war einfach nicht mehr objektiv, nachdem ich die Songs so oft geh&ouml;rt hatte. Also habe ich die fertigen Aufnahmen vor der Online-Ver&ouml;ffentlichung an ein paar Freunde gegeben und sie nach ihrer Meinung gefragt. Die Reaktionen waren gut bis sehr gut. Das habe ich mir zu Herzen genommen und alles so gelassen, ein Cover gemacht und dann alles zusammen ins Internet gestellt. Manchmal ist es schwierig, wenn man f&uuml;r jedes Instrument und alle Stimmen selber verantwortlich ist. Man h&ouml;rt jede kleine Unsauberkeit. Dennoch wollte ich keine zu saubere Platte machen und habe bewusst darauf verzichtet irgendwas zu editieren, sprich zu schneiden, wenn mal etwas nicht richtig auf die Eins kommt oder unsauber im Anschlag oder vom Ton ist. Ich wollte einen nat&uuml;rlichen Trashfaktor bewahren.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Wo siehst Du deine musikalischen Einfl&uuml;&szlig;e?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Sicherlich in allem was ich geh&ouml;rt habe und noch immer h&ouml;re. Fr&uuml;her habe ich viel Punk und Hardcore geh&ouml;rt, dann kam Rock dazu, elektronisches, ein bisschen Klassikâ?¦alles m&ouml;gliche, was mir gef&auml;llt. Nat&uuml;rlich spiegelt sich das nicht alles in meiner Musik wieder, aber darum geht es auch gar nicht. Wenn ich Songs mache denke ich nicht nach. Ich mache sie und entweder sie gefallen mir und ich behalte sie, oder sie sind Schrott.<br />
Um ein paar Musiker/Bands zu nennen, die ich sehr sch&auml;tze, fallen mir spontan David Bowie, Dinosaur Jr., Melvins, Cardigans, Royal Trux, Gorillaz oder Dackelblut einâ?¦ Das k&ouml;nnte ich jetzt ein paar Seiten so fortsetzen und mit Sicherheit habe ich gerade die wichtigsten vergessenâ?¦</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>In Deinen Texten geht es oft um das Alles-hinter-sich-lassen, um das Auflehnen oder das Resignieren. Verarbeitest Du eigene Erfahrungen?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Zu einem gewissen Teil schon, der Rest ist Fiktion. Es f&auml;llt mir manchmal leichter &uuml;ber Dinge zu schreiben, die vielleicht bedr&uuml;ckend wirken, als &uuml;ber fr&ouml;hlich-leichtes. Manche Dinge k&ouml;nnten anders laufen in unserer Welt, aber ich m&ouml;chte nicht den Zeigefinger heben. Jeder tr&auml;gt ja irgendwie seinen Teil dazu bei, dass es ist wie es ist. Vermutlich besteht ein Teil der allgemeinen Probleme aus mangelnder Kommunikation, falschem Stolz und &Auml;ngsten und der Schwierigkeit, damit umzugehen. Aber darauf m&ouml;chte ich jetzt nicht n&auml;her eingehen. Ich mache Musik, und in erster Linie geht es mir um die Musik und die Melodie. Ich bin noch kein besonders ge&uuml;bter Texter. Daher dauert der Text bei meinen Songs meist am l&auml;ngsten.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Du warst in den vergangenen Monaten auf Tour, u.a. im Juli auch in Berlin. Wie war die Resonanz? Bist Du zufrieden?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Ja, es war sehr sch&ouml;n. Allerdings habe ich das Berlin Konzert absagen m&uuml;ssen, weil in dem Laden nur ein akustisches Konzert m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Ich habe zwar schon Reebosound-Konzerte unplugged gespielt, mit Begleitung oder solo, bin aber gerade nach den neuen Aufnahmen zu dem Schluss gekommen, dass die aktuellen Songs bei den Konzerten nur mit Band Sinn machen. Zur Zeit bin ich mit meiner neuen Liveband fleissig am Proben, und die n&auml;chsten Konzerte sind bereits in Planung.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Wie steht es mit anderen Projekten, z.B. &#8220;The Psychedelic Avengers&#8221;?</em></p>
<p><strong>Missu:</strong> Die Psychedelic Avengers sind ein ganz wunderbares Projekt. Eine ganz andere Herangehensweise als z.B. bei Reebosound oder bei andern Bands, mit denen ich spiele oder gespielt habe. Bei den Avengers geht es in erster Linie darum, die Songs f&uuml;r die CD zu machen, ohne dabei den Liveaspekt zu ber&uuml;cksichtigen. Ein riesiges Projekt mit fantastischen Musikern aus vielen Teilen der Welt. Jeder tr&auml;gt seinen Teil zum Ganzen bei. Im Allgemeinen spiele ich sehr gerne mit unterschiedlichen Musikern zusammen und habe Spass an verschiedenen Projekten. Ob es nun f&uuml;r eine einmalige Session in irgendeinem Proberaum ist, oder etwas Umfangreicheres, spielt dabei erstmal keine Rolle. Der Ausgleich in einer Band oder in einem Projekt zu spielen, in dem man &#8220;nur&#8221; seinen Teil des Instruments ausmacht und nicht wie bei einem Soloprojekt alles zurecht legt, ist sehr wichtig f&uuml;r mich. Sich zur&uuml;ck zu nehmen ist das wirklich Spannende am Musik machen. Ich habe lange gebraucht das zu verstehen  Meinen musikalischen Mittelpunkt bildet allerdings Reebosound. Alles andere kommt dahinter und geschieht drumherumâ?¦.und das ist gut so, denn vermutlich k&ouml;nnte das eine ohne das andere nicht so richtig auskommen.</p>
<p><strong>nicorola:</strong> <em>Vielen Dank f&uuml;r das Interview.</em></p>
<p>Das Album REEBOSOUND gibt es auf der Seite <a href="http://www.reebosound.de/">www.reebosound.de</a> inkl. Cover zum kostenlosen Download. Alternativ k&ouml;nnt ihr euch die CD f&uuml;r den fairen Preis von 5,- Euro + Versand <a href="http://www.reebosound.de/shop.htm">bestellen</a>.</p>
<p><em><strong>Quelle:</strong> <a href="http://www.nicorola.de/?p=1891">Interview: REEBOSOUND</a><br /><strong>Lizenz (Interview):</strong> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/de/">http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/de/</a></em></p>

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		<title>Mic Jogwer (Pink Turns Blue): &#8220;F&#252;r die Liebe habe ich mich bereits entschieden.&#8221;</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/interviews/mic-jogwer-pink-turns-blue-fur-die-liebe-habe-ich-mich-bereits-entschieden/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2005 20:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
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Die Originalank&#252;ndigung zum Special ist mir leider entfallen (war ja auch schon Anfang 2004). Allerdings war uns die Ank&#252;ndigung, das Pink Turns Blue nach 10 Jahren wieder ein Album ver&#246;ffentlichen, einiges an Aufwand wert. Das Interview wurde von Torsch gef&#252;hrt und am 12.05.2004 gesendet. Und nat&#252;rlich das Album &#8220;Re-Union&#8221; vorgestellt &#8211; aber lest selbst.
darkerradio: Die [...]]]></description>
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<p><strong>Die Originalank&uuml;ndigung zum Special</strong> ist mir leider entfallen (war ja auch schon Anfang 2004). Allerdings war uns die Ank&uuml;ndigung, das Pink Turns Blue nach 10 Jahren wieder ein Album ver&ouml;ffentlichen, einiges an Aufwand wert. Das Interview wurde von Torsch gef&uuml;hrt und am 12.05.2004 gesendet. Und nat&uuml;rlich das Album <em>&#8220;Re-Union&#8221;</em> vorgestellt &#8211; aber lest selbst.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Die Gr&uuml;ndung von Pink Turns Blue liegt ja nun schon eine ganze Weile zur&uuml;ck. Einige von unseren H&ouml;rern werden euch auch gar nicht kennen. Vielleicht erz&auml;hlst du ja zun&auml;chst erst mal ein bisschen was dar&uuml;ber, wie PTB &uuml;berhaupt entstanden ist.</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Pink Turns Blue entstand 1987 in K&ouml;ln. Tom und ich trafen uns dort und haben Joy Division und einige andere Sounds aus England geh&ouml;rt, haben zusammen Songs geschrieben, die in die gleiche sentimentale schwarze Richtung gingen, und das war zu einer Zeit, als in Deutschland eigentlich Deutschpop und Neue Deutsche Welle im &#8220;funny&#8221;-Sinne angesagt waren. Wir waren immer sentimentaler, wir waren immer ein bi&szlig;chen tiefgr&uuml;ndiger, zur&uuml;ckgezogener, verliebter in R&auml;ume und Kl&auml;nge und traurige Lieder, und dadurch entstanden halt Alben wie &#8220;If Two Worlds Kiss&#8221;, &#8220;Meta&#8221;, &#8220;Your Master Is Calling&#8221;, &#8220;Eremite&#8221;, &#8220;Michelle&#8221;, &#8220;Aerdt&#8221;, &#8220;Seven Years&#8221; mit Titeln, die sehr schnell f&uuml;r den Geist der Bewegung damals standen, die auch sehr schnell entstand, dort trafen wir auch damals Bands wie Das Ich, Deine Lakaien, Wolfsheim, alles alte Helden und Mitstreiter von der damaligen Szene. &#8220;Michelle&#8221; hat sich sicherlich heute als einer der Hymnen der Szene etabliert. Ja, das ist Pink Turns Blue.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Wer hat euch am meisten beeinflusst (gestern/heute) und wen glaubt ihr beeinflusst zu haben?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Unsere Helden waren damals Velvet Underground, Nico, Joy Division, Jesus and Mary Chain, Sisters Of Mercy, The Cure und nat&uuml;rlich Kraftwerk, Die Einst&uuml;rzenden Neubauten, Laibach, Nick Cave &#038; the Bad Seeds. Daraus ergibt sich wohl auch die Kombination aus dunklem leidenschaftlichen Gesang mit romantisch-sentimentalen Kl&auml;ngen, expossiven Gitarren, aber auch elektronischen Elementen.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Welche Band geh&ouml;rt deiner Meinung nach verboten und welche hat Respekt verdient?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Respekt immer noch f&uuml;r Depeche Mode, VNV Nation, Wolfsheim, also Bands, die es geschafft haben, Pop und Sentimentalit&auml;t wundervoll zu verbinden. Ich mag Melodien, ich mag traurige Lieder, ich mag gute Grooves. Respekt auch f&uuml;r Deine Lakaien, die es geschafft haben, klassisch-romantische Welten mit Melodien zu verbinden. Respekt f&uuml;r Das Ich, die als erste den Mut hatten, die Gef&uuml;hle der schwarzen Bewegung in deutsche Worte zu fassen.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Die n&auml;chste Frage, die sicherlich im Raum steht ist nat&uuml;rlich, was hat dich bzw. euch dazu bewogen, PTB wieder zusammenzuf&uuml;hren?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Thomas G&ouml;rnert ist schuld. Der Veranstalter des Wave Gotik Treffens rief mich eines Tages an und &uuml;berredete mich, ein einmaliges Konzert, n&ouml;tigenfalls mit Akustikgitarre, in Leipzig zu geben. Er lud mich ein, am Wave Gotik Treffen teilzunehmen, und ich war verzaubert von den Menschen, von dem Geist, von der Atmosph&auml;re, und da war mir klar, da&szlig; die deutsche Gothic- und Waveszene meine Heimat ist, also die Heimat meiner Seele auf jeden Fall. Und dazu kam, da&szlig; ich von zu vielen gebeten wurde, also immer &ouml;fter gebeten wurde wieder zu singen, also Remixe dar&uuml;ber zu singen, Gasts&auml;nger zu sein, und ich glaube, das liegt daran, da&szlig; wohl meine Stimme und meine Songs f&uuml;r einen gewissen Geist stehen und f&uuml;r einen gewissen Seelenzustand stehen und der sehr stark mit der schwarzen Szene verkn&uuml;pft ist. Wir haben dann auf dem Wave Gotik Treffen gespielt, und die Resonanz war &uuml;berw&auml;ltigend.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Die Fans freuen sich auf die Re-Union und auf den M&#8217;Era Gig&#8230; ihr euch auch oder habt ihr eher &#8220;Muffensausen&#8221;, weil nicht klar ist, wie die Fans reagieren werden?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Ich glaube, die Fans werden begeistert sein, weil wir die Klassiker spielen, &#8220;Michelle&#8221;, &#8220;Your Master Is Calling&#8221;, &#8220;I Coldly Stare Out&#8221;, &#8220;If Two Worlds Kiss&#8221;, viele viele andere, und weil die Band so gut ist wie nie zuvor. Wir haben kein bi&szlig;chen des alten Geistes verloren, wir haben kein bi&szlig;chen der Intensit&auml;t und der Atmosph&auml;re verloren, und ich glaube das Beste ist, wir sind wirklich authentisch geblieben. Pink Turns Blue ist und bleibt Pink Turns Blue.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Auf dem M&#8217;Era werden Leute in der ersten Reihe stehen, die euch vielleicht noch nie geh&ouml;rt haben und eigentlich nur in der ersten Reihe stehen, weil sie auf die nachfolgende Band warten. 1. Glaubt ihr auch die begeistern zu k&ouml;nnen und 2. wollt ihr das &uuml;berhaupt?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Wir haben &uuml;berhaupt kein Muffensausen vor den neuen und jungen Fans, weil wir das schwarze Publikum lieben, weil wir zu der Familie geh&ouml;ren, wir alles geben, aufrichtig sind, wir eine Alternative darstellen. Wir hatten die gleiche Situation bereits letztes Jahr in Leipzig, und die Achtzehnj&auml;hrigen waren hin und weg. Wir stehen nicht in Konkurrenz mit irgendwie EBM-G&ouml;ttern oder Mittelalterhelden, sondern sind vom Sound her eine abwechslungsreiche Alternative, und das haben uns auch viele viele best&auml;tigt. Wir haben sehr gute Songs und wir haben einen &uuml;berzeugenden Auftritt.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Nachdem ihr letztes Jahr auf dem WGT so erfolgreich aufgetreten seit, steht dieses Jahr das M&#8217;Era an. Gibt es neben dem Re-Union Konzert am 15.5. im Z-Fall in Bochum schon Pl&auml;ne f&uuml;r eine Tour oder steht zun&auml;chst mal euer f&uuml;r Ende des Jahres angek&uuml;ndigtes Album im Vordergrund?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Erstmal konzentrieren wir uns dann nach dem M´Era Luna auf das Album. Wir m&ouml;chten sehr gerne eine Single rausbringen noch dieses Jahr. Wir machen also eigentlich au&szlig;er Zwischenfall, Wave Gotik Treffen und M´Era Luna erstmal nichts.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Thema neues Album: was k&ouml;nnen wir als H&ouml;rer erwarten?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Was kann der H&ouml;rer vom neuen Album erwarten? Auf jeden Fall leidenschaftliche Lieder, Geschichten aus einer schwarzen Seele, getragen von einer rufenden Stimme, getragen von h&auml;mmernden Beats, dazu verlorene T&ouml;ne, zauberhafte Stimme, tragende B&auml;sse, aber vor allem blutende Gitarren.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>Und zum Schluss die obligatorischen Quick Questions &#8211; Quick Answers 1. Was m&ouml;chtest du auf deinem Grabstein stehen haben?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Auf meinem Grabstein h&auml;tte ich gerne stehen: &#8220;Ich bin noch da.&#8221;</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>2. Deine gr&ouml;&szlig;ten Fehler</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Meine Fehler sind sicherlich Ungeduld und Egozentrik.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>3. Deine gr&ouml;&szlig;ten Vorz&uuml;ge</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Meine gr&ouml;&szlig;ten Vorz&uuml;ge? Ich glaube Authenzit&auml;t, Liebe, Kraft.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> 4<em>. Stell dir vor dein Haus brennt. Du hast Zeit, 3 Dinge zu retten. Was w&auml;re das?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Wenn mein Haus brennt, w&uuml;rde ich sicherlich versuchen, einige Dinge mitzunehmen, auf jeden Fall meine neuen Songs, sicherlich meine Gitarren, sicherlich die Geschenke meiner Liebsten und Freunde.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>5. Das beste Album allerzeiten / das beste Konzeptalbum allerzeiten?</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> Das beste Album aller Zeiten ist f&uuml;r mich sicherlich Joy Division &#8211; &#8220;Closer&#8221;, auch Velvet Underground &#8211; &#8220;Nico&#8221;, Jesus &#038; Mary Chain &#8211; &#8220;Psycho Candy&#8221;. Das beste Konzeptalbum ist f&uuml;r mich Pink Floyd &#8211; &#8220;Wish you were here&#8221;.</p>
<p><strong>darkerradio:</strong> <em>6. Geld oder Liebe? ;)</em></p>
<p><strong>Mic Jogwer:</strong> F&uuml;r die Liebe habe ich mich bereits entschieden.</p>

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		<title>Rotersand: Interview mit Rasc</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/interviews/rotersand-interview-mit-rasc/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2005 20:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
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Falk: So, dann erz&#228;hl doch bitte mal was zur Gr&#252;ndung von Rotersand. Wer steht alles hinter diesem Projekt und welche Bedeutung hat der Bandname f&#252;r euch, der ja meines Wissens in Bezug auf einen Leuchtturm in Bremerhaven steht?
Rasc: Das sind ja&#8230; das sind ja gleich zwei Fragen auf einmal! Rotersand sind Krischan, der schwerpunktm&#228;&#223;ig die [...]]]></description>
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<p><em><strong>Falk:</strong> So, dann erz&auml;hl doch bitte mal was zur Gr&uuml;ndung von Rotersand. Wer steht alles hinter diesem Projekt und welche Bedeutung hat der Bandname f&uuml;r euch, der ja meines Wissens in Bezug auf einen Leuchtturm in Bremerhaven steht?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Das sind ja&#8230; das sind ja gleich zwei Fragen auf einmal! Rotersand sind Krischan, der schwerpunktm&auml;&szlig;ig die Produktion betreut und der Sound- und Studiomann ist und auch diesen Techno-Appeal da reinbringt, weil er von Hause aus Techno- und House-DJ ist seit ganz ganz vielen Jahren und auch selber viel ver&ouml;ffentlicht hat auf sehr renomierten Labels wie Radikal Fear und ach, tausend Klamotten, frag mich nicht, guck im Internet nach. Gun ist auch nicht unbedingt jemand, der so der schwarzen Szene entsprungen ist, ist so ein Multiinstrumentalist, was unserem Sound sehr zugute kommt, ist so seine klassische Ausbildung, ich glaub das h&ouml;rt man so bei ein paar Tracks, die wir haben, und war auch viele viele Jahre als Produzent unterwegs in Hamburg und in M&uuml;nchen und hat, ach auch schon mit x Leuten die man so kennt zusammen gearbeitet: Moloko, Daniel Klein, Boris Dlugosch und so, die ganze Hamburger Dance-Szene auch so. Ja ich bin ein alter EBM-Kopp, wie man so wei&szlig;, in den 80ern sozialisiert musikalisch, und daran hat sich relativ wenig ge&auml;ndert. Also ich mag sehr sehr, teile mit Krischan vor allem die Liebe zu zeitgen&ouml;ssischer Techno-Elektro-Musik, aber gro&szlig; geworden bin ich in den 80ern, was man letztlich an jeder Note, die ich so von mir gebe, auch merkt, glaube ich. Die zweite Frage war die nach dem Titel. Ja, wie du schon gesagt hast, der Ursprung liegt tats&auml;chlich, der Namensgeber ist dieser wundersch&ouml;ne alte Leuchtturm in der Weserm&uuml;ndung weit drau&szlig;en in der Nordsee, so ein Jahrhundertwendebauwerk, wundersch&ouml;ner alter Jugendstil-Stahlzylinder, der weit drau&szlig;en im Meer dort steht. Ich hab `ne Fernsehdokumentation gesehen, so `ne alte Schwarzwei&szlig;-Dokumentation &uuml;ber diesen Leuchtturm und &uuml;ber das Leben, als er noch wirklich in Betrieb war und bemannt war, &uuml;ber das Leben der Leuchtturmw&auml;rter auf dem Leuchtturm, und dann so die wettergegerbten Gesichter der alten M&auml;nner, die dann &uuml;ber Einsamkeit da weit drau&szlig;en im Meer sprachen und gleichzeitig &uuml;ber dieses sch&ouml;ne erhabene Gef&uuml;hl, da drau&szlig;en zu sein, zwar v&ouml;llig alleine und manchmal unertr&auml;glich alleine, aber gleichzeitig diesen weiten Blick zu haben und so dieses Gef&uuml;hl oder in dem Bewu&szlig;tsein zu leben, so den Schiffen den Weg zu weisen, und dann so Wind und Wetter und diesen knallenden Wellen ausgesetzt, also das war eine unglaubliche Athmosph&auml;re. Und die Art und Weise, wie der Sprecher dieser Dokumentation immer &#8220;Rotersand&#8221; gesagt hat, fand ich sehr sehr beeindruckend, so da&szlig; ich sehr schnell dabei war, ey, wir m&uuml;ssen &#8211; unsere neue Kapelle, die m&uuml;ssen wir so nennen, das ist ein super Name. Dann begab es sich aber, da&szlig; &#8211; Krischan war damals noch nicht so involviert, es waren vor allem ich und Gun in den ganz ganz fr&uuml;hen Wochen und Monaten, und Gun fand den Namen schei&szlig;e, fand ihn total bl&ouml;d, und dann haben wir viel hin und her diskutiert, und ich war aber sehr &uuml;berzeugt, wollte unbedingt, da&szlig; die Kapelle so hei&szlig;t. Dann bin ich ganz schwer krank geworden und hatte einen Blinddarmdurchbruch und war halb tot und bin dann ins Krankenhaus gekommen, und auf dem Zimmer, wo ich dann eingeliefert wurde und wieder gesund war, hing ein Gem&auml;lde an der Wand, und das h&auml;ngt jetzt hier bei uns auch, kannst du gleich mal da vorne gucken um die Ecke, und das war ein Bild von diesem Leuchtturm &#8220;Rotersand&#8221;. Und ja, Stella hat dann sofort Gun angerufen und gesagt, tja, ihr m&uuml;&szlig;t die Band jetzt so nennen, wenn der Rasci da lebend rauskommt, dann ist das ein Zeichen! Es gibt keinen anderen Namen als den, das kann ja kaum sein anders! Und das war Gun dann auch sehr schnell klar, und ich glaube, mittlerweile liebt er diesen Namen. F&uuml;r ihn war das erst so ein Nordseek&uuml;sten-Klaus und Klaus-Name, und das ist nat&uuml;rlich damit verbunden auch, aber nicht f&uuml;r mich, also ich hab durch vielleicht diese Dokumentation, durch eine andere Art der Auseinandersetzung damit hatte ich das nie als so Heimatkunde-Nordsee-Shantychor-Namen empfunden, sondern als etwas ja fast industrielles und ein sehr inspirierendes Bild, ich meine so ein Stahlzylinder da drau&szlig;en im Meer, allem Wind und Wetter ausgesetzt steht er da einsam, gleichzeitig mit ganz weitem Blick. Wenn man weit gucken kann, kann man manchmal auch sich alleine f&uuml;hlen, finde ich. Also da sind so viele Bilder drin, so viele Stimmungen, von denen wir glaube ich noch sehr sehr lange zehren k&ouml;nnen. Also ich glaube, wenn uns nichts mehr einf&auml;llt musikalisch, dann wird es sp&auml;testens h&ouml;chste Zeit, da auch mal hinzufahren und selber da mal ein paar Tage drauf zu verbringen, was m&ouml;glich ist, man kann da Urlaub machen. Ich hatte jetzt auch schonmal versucht f&uuml;r n&auml;chsten Sommer, mal gucken, ob´s klappt.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Ja wenn wir gerade beim Musikalischen sind, eure Songs bzw. eure Musik ist ja nun sehr vielf&auml;ltig. Wovon seid ihr inspiriert bzw. habt ihr in irgendeiner Form Vorbilder?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Musiker bewundern immer Musiker. F&uuml;r mich ist das gesanglich, da ich bei Rotersand ja auch die Funktion habe, der S&auml;nger zu sein, anders als damals bei TFS, wo ich auch gesungen habe, aber ja nicht der hauptamtliche S&auml;nger war. Meine gesanglichen Vorbilder: Peter Murphy, David Bowie, manchmal auch Andrew Eldritch, weil so weit komme ich nicht runter. Also das ist so aus Gesangesperspektive. Nat&uuml;rlich musikalisch viel 80er, ich bin mit Skinny Puppy und Front 242 gro&szlig; geworden, und Fad Gadget und so den ganzen Kram, was du glaub´ ich auch gut kennst, habe dann aber Anfang der 90er, als ich dann auch &#8211; da hatte ich bei Rough Trade gearbeitet, da hatten wir Warp Records lizensiert, und dann bin ich in einen ganz anderen Sound gekommen und hab dann so R &#038; F Records, Warp, LFO, Nightmares On Wax und so was da alles an gro&szlig;artigen Sachen rauskam, die ich auch sehr geliebt habe und auch immer noch sehr sehr viel h&ouml;re, und dieses ganze Detroit-Techno-Zeugs und so ein Kram. Auch Charts, also ich h&ouml;re auch gerne Pop. Krischan ist eindeutig mit Techno gro&szlig; geworden und hat ein Riesenarchiv da wo auch das Studio ist, wo er auch wohnt, da gibt es ein Zimmer, er hat so ein DJ-Zimmer mit nur Platten, meistens nur Maxi´s, und das ist wie ein Steinbruch, da sind wir viel, h&ouml;ren viel, gucken viel, hey, wo k&ouml;nnte man mal `ne Basedrum samplen. Das ist ein Riesenarchiv, wenn du so willst, wo wir sehr viel Zeit verbringen, uns gegenseitig Sachen vorzuspielen. Und Gun ist glaub´ ich nur gl&uuml;cklich, wenn er Jazz und Klassik h&ouml;ren kann. Also er ist richtig &#8211; er hat eine gro&szlig;e Affinit&auml;t zu Sounds, zu elektronischen Sounds, er ist ein super Synthieprogrammierer auch, also er ist ein Sounddesigner und sehr detailverliebt. Aber richtig aufgehen tut er wenn er dann so Streicherarrangements machen kann bei unseren Nummern, oder ich komme dann meistens mit eher so Kinderakkorden an zu meinen Melodien, und er macht dann sehr ausgefeilte, sehr vielschichtige Harmonien dazu. Dann ist er in seinem Element.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Wie w&uuml;rdet ihr denn selber eure Musik bezeichnen?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Im weitesten Sinne nat&uuml;rlich elektronische Musik. Es gibt diesen Sampler, &#8220;Advanced Electronics&#8221; hei&szlig;t der, wo wir mit drauf sind. In diesem Umfeld f&uuml;hlen wir uns nat&uuml;rlich sehr sehr wohl. Also &#8220;Advanced Electronics&#8221; ist ein sch&ouml;ner Begriff, der das wahrscheinlich am Besten auf den Punkt bringt. Wir sind nicht stumpf einfach Techno, unsere Strukturen sind manchmal sehr kompliziert, hoffentlich nicht zu kompliziert, und trotzdem versuchen wir, es runterzubrechen und auf den Tanzboden zu bringen in den meisten F&auml;llen. Also, uns vereint die Liebe zur Elektronik, gar keine Frage, egal ob 80er, 90er oder wo es herkommt. Elektronische Musik und da zu gucken, Sounds zu entwickeln, also den Gesamtsound zu entwickeln, m&ouml;glichst viele Einfl&uuml;sse organisch zu verarbeiten, das ist so unser Programm.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Ja, und dann kommen wir eigentlich auch zu den Texten. Die sind ja meist sehr kurz gehalten bei euch und trotzdem noch sehr hintergr&uuml;ndig irgendwo. Wie beeinflu&szlig;t das die Musik bzw. umgedreht, beeinflu&szlig;t dann die Musik dann halt eure Texte?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Das schaukelt sich so wechselseitig hoch, in der Tat. Es ist oft eine Kombination von Musik und Text am Anfang da, also nicht ein fertiger Text, aber ein Hook. &#8220;Merging Oceans&#8221; (Rasc singt diese Worte &#8211; Anm. d. Red.) ist dann ein Ding, was steht, und damit verbunden eine Geschichte, die man erz&auml;hlen will, n&auml;mlich die Geschichte, eine wahre Geschichte von einem Seefahrer, der davon getr&auml;umt hat, durch sein blo&szlig;es Durchfahren die Ozeane der Welt miteinander zu verbinden, &auml;h zu verschmelzen. Das war die Inspiration dazu, diese Geschichte habe ich irgendwann Sonntags morgens in der S&uuml;ddeutschen gelesen, fand ich irgendwie&#8230; Und auf einmal war da &#8220;Merging Oceans&#8221; (wieder gesungen &#8211; Anm. d. Red.) und dann sehr schnell auch die Gesangsmelodie dazu mit nur Textfragmenten. Und dann ist das Stadium oft, ist die Entwicklung oft, da&szlig; ich dann mit Gun zusammen die Geschichte entwickle, also textlich. Er ist ein brillanter Worteschreiber, viel viel besser, als ich das alleine k&ouml;nnte, und letztlich komponiert er die Worte zusammen zu einer Geschichte und zu einem Hook, der bereits da ist. Das ist sehr oft, da&szlig; es so funktioniert. Und dann falle ich hintenr&uuml;ber, wenn dann das Ergebnis fertig ist, also so ein Text, bei &#8220;Merging Oceans&#8221; nur vier Zeilen, aber da ist so viel drin, wie du sagst, so viel Geschichte mit so wenigen Worten ausgedr&uuml;ckt, das ist eine Kunst, und das ist Guns Metier, also ganz eindeutig, und das ist dann f&uuml;r denjenigen, der die Rolle des S&auml;ngers in einer Band hat, eine solche Qualit&auml;t von Text singen zu k&ouml;nnen, ist ein Privileg, ist was Gro&szlig;artiges, nicht irgendwie so mit der schnellen Nadel gestrickte Sachen runterzusingen, sondern wirklich komponierte W&ouml;rter sind das. Das wird nicht f&uuml;r alle H&ouml;rer wichtig sein, aber ich denke, f&uuml;r ein paar H&ouml;rer wird das sehr sehr wichtig sein, und f&uuml;r mich und f&uuml;r die ganze Kapelle ist das was sehr sehr wichtiges und f&uuml;hrt dann dazu, da&szlig; wir in der Entwicklung der Musik dann auch auf bestimmte Abschnitte im Text dann auch R&uuml;cksicht nehmen und z. B. ein Backing komplett zur&uuml;ckfahren, also du kannst dann nicht, bei &#8220;Fire&#8221; z. B. gibt´s dann das &#8211; &#8220;Fire&#8221; hat die zweite Strophe durchgeknallt, und irgendwann sa&szlig;en wir im Studio und dachten, ey, zu diesem Text pa&szlig;t nicht, da&szlig; es jetzt durchbollert, wir m&uuml;ssen das Backing komplett zur&uuml;ckfahren. Das haben wir dann auch, nur noch die Streicher stehenlassen, um die zwei Zeilen zu singen, die sehr entscheidend sind so in der Geschichte der Entwicklung, und dann entsprechend, dann haben wir Vollgas gegeben. Aber so sind die Inhalte, die wir da singen und von uns geben, sind uns sehr sehr wichtig, und manchmal mu&szlig; die Musik dann auch dahinter zur&uuml;ckstehen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Weil du gerade die EP &#8220;Merging Oceans&#8221; angesprochen hast, wie war denn die Resonanz der H&ouml;rer bzw. auch vielleicht bei Live-Auftritten dann die Resonanz des Publikums darauf?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Ja, das ist&#8230; ich meine, wei&szlig;t du ja, damit hatte ja niemand gerechnet, wir als allerletztes. Sowas kannst du ja auch nicht vorhersagen, da&szlig; so ein Ding so ein Clubhit dann wird und &uuml;berall l&auml;uft und irgendwie auch so ein besonderer Clubhit wird. Der Ronny von Clan Of Xymox, der der auch das Gotham-Festival organisiert und DJ ist in Holland, wo wir neulich auf dem Gotham mit Rotersand gespielt haben, meint, das w&auml;re jetzt schon eine Kultnummer, und ich meine, wenn jemand wie Ronny sagt das ist jetzt schon eine Kultnummer, irgendwie, da ist was dran, also du sp&uuml;rst, das ist halt eine besondere Nummer, das ist nicht so, die l&auml;uft jetzt zwei Monate und dann nie wieder, sondern das hat&#8230; die bleibt! Das ist so ein Ding, du hast selber das Gef&uuml;hl, das bleibt, und es ist viel viel gr&ouml;&szlig;er geworden durch sich selbst und durch die Dynamik und durch die DJ´s und die Leute, die drauf tanzen, und wie sie es wahrnehmen, als es mal irgendwann war. Es war irgendwann mal einfach nur ein Lied, und jetzt ist es&#8230; ja, jetzt ist es &#8220;Merging Oceans&#8221;, was so ein feststehender Begriff ein bi&szlig;chen geworden ist. Ich will´s jetzt nicht zu dick machen, aber der Erfolg ist berauschend, was das angeht, und egal, ob wir jetzt in Holland spielen, in Deutschland oder in Spanien, wo wir jetzt gerade auf Tour waren, die Leute kennen es! Und das ist f&uuml;r so einen Newcomer wie uns, im Vorgruppenstatus, ist das gro&szlig;artig, wenn du irgendwo spielst, und die kennen ein-zwei deiner Nummern direkt. Das ist im Grunde deine erste Tour, die du zu dritt machst, deine ersten, allerersten Konzerte und Gehversuche, live das umzusetzen, und die Leute kennen den Song, und, ja, du agierst ganz anders, also es gibt irgendwo noch Konzerte in Ecken von Deutschland, wo das nicht so bekannt ist, und dann agierst du auf der B&uuml;hne ganz anders, als wenn es bekannt ist, das macht viel viel mehr Spa&szlig; nat&uuml;rlich.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Weil du gerade die Live-Auftritte ansprichst, wo kann man euch denn in n&auml;chster Zukunft dann eigentlich sehen? Gibt´s da ein paar Termine, die du mir nennen kannst?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Ja, ja, gibt´s: Hier in K&ouml;ln jetzt am 07.11. in der Essigfabrik sind wir mit dabei, und &auml;hm&#8230; m&uuml;&szlig;te ich jetzt rauskramen&#8230; wir sind in Jena und wir sind irgendwo in Polen und in Berlin&#8230; Auf unserer Webseite rotersand.net sind die alle verzeichnet und auch Snippets bald zu dem Album, wenn ihr das mal noch h&ouml;ren wollt. &Auml;hm ja, Termine, am besten da gucken!</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> O.k., werden wir dann auch machen und werden wir dann wahrscheinlich auch ank&uuml;ndigen. Weil du gerade das Album ansprichst, ich hab es jetzt leider selber noch nicht h&ouml;ren k&ouml;nnen, aber steckt jetzt hinter dem Album irgendwo ein bestimmtes Konzept oder wie ist das ganze entstanden?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Ja, Konzept ist ein bi&szlig;chen zu dick, aber es ist durchgemischt weitgehend, was so unseren Clubappeal, so unsere Freude am Tanzboden nochmal ausdr&uuml;cken soll. Es sind sehr viele&#8230; sehr clublastiges Material, aber es sind auch zwei Balladen darauf; eine davon ist denjenigen, die uns live beguckt haben, schon sehr bekannt, und ist auch immer so die Nummer, &uuml;ber die man dann hinterher spricht, sei es andere Musiker auf Festivals oder das Publikum immer wieder: Hey, diese R&uuml;hrenummer, wo du Akustikgitarre gespielt hast, boa, die geht mir nicht mehr aus dem Ohr, die ist ergreifend! Also diese Ballade, &#8220;One Level Down&#8221; hei&szlig;t sie, ist auch auf dem Album drauf. Ich pers&ouml;nlich finde die live fast st&auml;rker, das darf man ja nicht sagen irgendwie auf Plattenver&ouml;ffentlichungen, aber die hat live&#8230; ich finde es schweineschwer, eine Ballade studiom&auml;&szlig;ig vern&uuml;nftig r&uuml;berzubringen. Es gab da jetzt welche, die es live lieben und sagen, da&szlig; sie es studiom&auml;&szlig;ig so erwartet haben und es ad&auml;quat umgesetzt ist. Ich pers&ouml;nlich finde es live st&auml;rker und w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, da&szlig; man das&#8230; man singt irgendwie&#8230; der Gesang ist intensiver live, es ist&#8230; ich wei&szlig; auch nicht, ich finde live macht die mehr Spa&szlig;, als sie jetzt auf dem Album zu h&ouml;ren, aber ich denke, da&szlig; es trotzdem gut r&uuml;berkommt, da&szlig; es ein sehr sch&ouml;nes, sehr tiefes Lied ist. War das deine Frage eigentlich?</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Ich denke schon.</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Ja gut, sehr clubm&auml;&szlig;ig. Die Themen, was uns besch&auml;ftigt auf dem Album inhaltlich, also das sind manchmal so momentane Inspirationen wie bei &#8220;Merging Oceans&#8221; und der kleinen Geschichte, es gibt sehr pers&ouml;nliche Sachen, manchmal Angstszenarien oder pers&ouml;nliche Erlebnisse, es gibt so eine Auseinandersetzung, es gibt so ein bi&szlig;chen Medienkritik, weil wir uns&#8230; gerade in so einer Phase, als das mit dem Irak-Krieg war jetzt, was ja immer noch sehr sehr aktuell ist die Art und Weise, wie so eine Welt&ouml;ffentlichkeit mit so einem &Uuml;berfall umgeht, ist ja immer noch ein sehr gro&szlig;es Thema, so da&szlig; wir &#8211; also auch der Albumtitel &#8220;Truth Is Fanatic&#8221; hat sehr viel mit diesem Empfinden der Unertr&auml;glichkeit zu tun, wie sich Medienwirklichkeit darstellt, und wie sich Politik und Weltpolitik in den Medien verkauft und darstellt, ist einfach unertr&auml;glich. Und diese unfa&szlig;bare Borniertheit und Korrumpiertheit, die sich dann so unreflektiert in den Medien wiederfindet und darin auch nochmal verst&auml;rkt wird auf eine ganz komische Art und Weise, wenn ich so an CNN denke, also da schraubt sich so ein Zusammenhang in den Gedanken hoch, der uns schier unertr&auml;glich scheint. Ich kann kein Fernsehen mehr gucken so richtig, also Sport nat&uuml;rlich, ne, Fussi&#8230; aber so nachmittags kann man den Fernseher nicht einschalten, die ganzen Serien kann man sich nicht angucken, das ist alles so inhaltsleer geworden. Guck mal, &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221;, es geht nicht darum, da&szlig; du was kannst wirklich jenseits von &#8220;hast ein nettes Stimmchen&#8221;, es geht nicht darum, da&szlig; du eine eigene Kunst produzierst, es geht nur noch darum, ber&uuml;hmt zu werden, es ist so inhaltsleer. Es ist nicht so, da&szlig; du Kunst produzierst und eine kulturelle k&uuml;nstlerische Entwicklung mit voran treibst mit dem, was du von dir gibst, und wenn es nat&uuml;rlich auch nur ganz minimal ist, wie wir das nur tun k&ouml;nnen als Musiker, aber immerhin. Aber hier geht´s nur noch darum, &uuml;ber eine massive Multiplikation und einen Part in der Bildzeitung, vor allem mit RTL, geht´s nur noch darum, zu casten und inhaltsleere Gesichter auf Plakate, auf Gro&szlig;raumplakate zu bringen, und da bin ich froh, da&szlig; wir den &#8220;Content Killer&#8221; &#8211; es gibt eine Nummer, die hei&szlig;t &#8220;Content Killer&#8221;, und ich bin sehr froh, da&szlig; wir den &#8220;Content Killer&#8221; erfunden haben, weil letztlich ist das die einzige Chance: Einfach nur noch alles zu zerst&ouml;ren, was Medieninhalt ist, und darum l&ouml;st sich die Platte bei &#8220;Content Killer&#8221; dann auch selber auf. Das ist so eine Art Inhaltterrorismus, den wir vorschlagen auf unserer Platte.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Da waren jetzt eigentlich sehr viele Themen drin, also gerade speziell Politik oder Medien. Wie seht ihr eigentlich die M&ouml;glichkeit jetzt als Band, auch irgendwo die H&ouml;rer zu beeinflu&szlig;en? Oder ist das nicht vielleicht sogar letztendlich eine Gefahr, da&szlig; man als Band halt ein politisches Statement abgibt oder halt in die Richtung dann halt seine Statements abgibt?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Also, ich glaube, ein eindeutig formuliertes Statement ist &#8211; was eine gewisse Authentizit&auml;t hat, weil das ist es halt. Meinungsvielfalt ist nach wie vor etwas sehr sehr vern&uuml;nftiges. Wichtig ist nur, finde ich, da&szlig; es authentisch ist, egal wie extrem dann das ist, was du vertrittst, wichtig ist erstmal, da&szlig; es eine gewisse Authentizit&auml;t hat. Und die Fensterl&auml;den unserer Politiker haben alles andere als Authentizit&auml;t. Darum geht es einfach nicht mehr. Nur wird sie durch Medien gerade so verst&auml;rkt, so weit von den eigentlichen Motiven abger&uuml;ckt, da&szlig; es einfach eine neue Dimension hat an L&uuml;ge, die in der Welt ist. Die Referenz an Wahrheit, der Bezug auf Wahrheit, ist egal geworden, wei&szlig;t du. Wahrheit birgt einen eigenen Fanatismus in sich. Es geht nicht mehr um Vielseitigkeit, es geht nicht mehr um Vielfalt, es geht nicht mehr um Meinungsvielfalt, es geht nur noch um diesen einen sinnentleerten Brei von Medienrauschen, darum geht es. Also, ich will nicht sagen, da&szlig; alle Meinungen, so extrem sie sein k&ouml;nnen, und vor allen Dingen wenn es dann um rechte Ansichten und so weiter geht, da&szlig; das etwas ist, was tolerierbar ist, aber ich glaube, da&szlig; der viel gr&ouml;&szlig;ere Feind der Menschlichkeit in diesem verlogenen, nur noch in sich selbst drehenden Medienrauschen zu finden ist. Ich glaube, da&szlig; das unser gr&ouml;&szlig;tes Problem ist. Ein gr&ouml;&szlig;eres Problem als extreme Meinungsausformungen auf der linken oder auf der rechten Seite. Zumindest im Moment. Ich glaube, da&szlig; von den Amerikanern f&uuml;r die amerikanische Regierung beispielsweise f&uuml;r den Weltfrieden eine viel viel gr&ouml;&szlig;ere Gefahr ausgeht als von irgendwelchen kleinen rechten Spinnersplittergruppen, die auch sehr ernst zu nehmen sind, aber nicht im Verh&auml;ltnis stehen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> An der Stelle w&uuml;rde ich dann gerne noch ein anderes Thema aufgreifen, was mir jetzt gerade aufgefallen war. Und zwar sprachst du vorhin auch schon die Musikbranche bzw. die Musikindustrie an, die ja derzeit halt wirklich &uuml;ber mehrere Verluste klagt. Worin siehst du eigentlich die Gr&uuml;nde daf&uuml;r? Also ist es jetzt wirklich nur der k&uuml;nstlerische Aspekt, der halt da irgendwo fehlt, oder ist es wirklich so, da&szlig;, wie es so oft vorgeschoben wird, Internettauschb&ouml;rsen und solche Dinge halt daf&uuml;r verantwortlich w&auml;ren? Und wie gesagt, bei Endless seid ihr auf einem sehr sehr netten Underground-Label in dem Sinne, wie gestaltet sich da die Zusammenarbeit? Wieder zwei Fragen in einer, aber ich denke, da kommen wir schon zu einer Antwort&#8230;</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> Also ich glaube, da&szlig;&#8230; also Endless Records macht es ja vor, mit Minimalbudgets international Bands zu pushen und in die Welt zu bringen. Rotersand ist das beste Beispiel f&uuml;r Endless daf&uuml;r. Aus dem Nichts mit Minimalbudget, ich kann es nur nochmal sagen, bist du pr&auml;sent in f&uuml;nf-sechs L&auml;ndern gleichzeitig, bist plaziert und bist in der Welt. Und wenn wir jetzt irgendwo rumreisen, empfinden wir sehr viel Respekt von den anderen Musikern, von Fans, die das Material kennen, und das hat alles Endless letztlich ja koordiniert und auf den Weg gebracht. Nat&uuml;rlich ist es auch schweinegeile Musik, das ist dadurch total einfach&#8230; Aber ich meine, hey, Respekt! Und das mu&szlig;t du erstmal machen als so ein Minilabel. Und das zeigt aber ganz genau, wie es gehen kann. Die Musikindustrie hat einfach nur einen Riesen-Wasserkopf, und Musik hat&#8230; wir wissen ja alle, da&szlig; das Produzieren oder der Wert der CD an sich nur ein ganz ganz kleiner Teil ist, und da&szlig; das Marketing und der Riesenkopf da drum herum das ist, was kostet. Internet erm&ouml;glicht, da&szlig; du deine Musik vervielf&auml;ltigen kannst und unter´s Volk bringen kannst und bekannt machen kannst, wie das vorher noch nie gewesen ist. Und gerade im Aufbau von Newcomern ist das ein Traum, ist mp3 die L&ouml;sung f&uuml;r ganz ganz viele Probleme, und f&uuml;r Rotersand gibt´s nichts besseres, als da&szlig; alle Kinder in der Welt das Zeug brennen und kopieren. Uns kann nichts besseres passieren. Mit den Margen von Plattenverk&auml;ufen, ich wei&szlig; nicht wieviel zighunderttausend Platten wir verkaufen m&uuml;ssen, da&szlig; das mal irgendwann relevant wird, und &#8211; gut, zighunderttausend sind´s dann auch nicht, aber f&uuml;r uns ist es das Beste, wenn das viel gebrannt wird und viel verteilt wird. Wir m&ouml;chten, da&szlig; m&ouml;glichst viele Leute unsere Liebe und unsere Auffassung von elektronischer Musik teilen. Das ist in erster Linie unser Interesse. Wenn du sowas machst und davon so &uuml;berzeugt bist, dann willst du, da&szlig; das m&ouml;glichst viele h&ouml;ren, und das ist &uuml;ber Internet sehr sehr gut m&ouml;glich. Ich glaube, da&szlig; die Kriminalisierung der Filesharer der gr&ouml;&szlig;te Fehler war und der gr&ouml;&szlig;te Irrtum der Musikindustrie. Das ist megabanane, das macht keinen Sinn, das so zu tun. Du wirst ein Album kaufen, du willst das haben, wenn es das wert ist. Das ist eine Frage von Pricing und Packaging. Wenn dir das Album&#8230; ich kann dir zwei Beispiele geben aus meinem kleinen doofen Leben: Ich wollte Zweiraumwohnung mal irgendwann haben, das Album. Hatte ich nicht. Ich bin zum Saturn gefahren, da war es schon zwei Jahre alt oder so. 16,99 war der Preis. Nee, hab ich nicht gekauft, nicht f&uuml;r 16,99, das war mir zu teuer. Zur&uuml;ck, zwei Kumpels gefragt, einer hatte es nicht, der zweite hatte es. Gebrannt, gehabt. Dem ersten, der es nicht hatte, aber auch haben wollte, direkt mitgebrannt. So war´s. Anders Beispiel: Goldfrapp. Ich hatte Goldfrapp &#8220;Felt Mountain&#8221; als gebrannte Kopie von irgend jemandem bekommen und immer geh&ouml;rt, war meine absolute Lieblingsplatte, ich hab sie schon fast durchgeh&ouml;rt. Dann war ich in London, und du wei&szlig;t, wie teuer Plattenkaufen in London ist. Dann habe ich dort eine Limited Edition angeboten bekommen f&uuml;r ein Schweinegeld, mit einer ganz aufwendigen, sch&ouml;nen Verpackung, Pappe, nett gemacht, mehr Photos, noch `ne Remixplatte mit drin in dem Ding, f&uuml;r endlos, also bestimmt&#8230; la&szlig; es 50-60 Mark gewesen sein, aber es war es mir wert. Obwohl ich das Hauptprodukt hatte als gebrannt, fand ich die Platte so geil, und ich wollte sie unbedingt dann auch in dieser Form, auch mit den Remixen dabei und so weiter, wollte ich sie unbedingt haben, und habe dann das Geld ausgegeben. Ich glaube, da&szlig; diese Beispiele klar machen, da&szlig; das, was du daf&uuml;r bezahlst, in einem vern&uuml;nftigen Wert f&uuml;r dich selber zu dem, was du davon hast, einfach stehen mu&szlig;. Und ich w&auml;re nicht dazu bereit, f&uuml;r ein Album, wo ich zwei Nummern drauf gut finde oder vielleicht sogar nur eine, daf&uuml;r kaufst du dir kein Album! Und darum ist es gut, da&szlig; du erstmal was gebrannt haben kannst, um zu gucken, gef&auml;llt´s mir, oder ein paar mp3´s von einer Band hast. Ich bin der festen &Uuml;berzeugung, irgendwann kaufst du es dann auch. Also wenn es das wert ist und wenn es nachhaltig wertvoll ist, dann kaufst du es auch. Und wenn nicht, dann sind wir froh, wenn die Leute drau&szlig;en dann zumindest unsere Hits kennen, das was in den Clubs l&auml;uft, wenn sie unser Album langweilig oder zu teuer finden. Ich glaube, da&szlig; sich das durchsetzt; und als Band kann man ja auch clever shippen, weil wir, BWL-m&auml;&szlig;ig gesprochen, an der Wertsch&ouml;pfung und an ganz vielen anderen Dingen partizipieren, und wenn du einmal so eine kritische Masse hast von H&ouml;rern, die mit dir deine Musik teilen, dann hast du ja auch noch Konzerte und ein bi&szlig;chen Plattenverk&auml;ufe, Merchandise usw., hast du ja M&ouml;glichkeiten, dann schon auch dich als K&uuml;nstler zu finanzieren. Aber das entscheidet der Markt, das entscheiden die H&ouml;rer, und das ist auch gut so.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Damit w&auml;ren wir eigentlich schon fast am Ende. Ich w&uuml;rde mal sagen, das Statement lassen wir dann so stehen. Vielleicht noch ein paar Worte in eigener Sache auch an unsere H&ouml;rer von darkerradio?</em></p>
<p><strong>Rasc:</strong> In eigener Sache? Hey, h&ouml;rt euch unsere Schei&szlig;e an! Entscheidet euch, ob euch das gef&auml;llt! Und wenn euch das gef&auml;llt, dann schickt uns doch mal eine Email, oder hinterla&szlig;t uns eine Botschaft im G&auml;stebuch. Wir freuen uns wie doof &uuml;ber jeden neuen Eintrag, und wenn eine Woche vergeht, und da ist kein neuer Eintrag, dann fangen wir an zu heulen. Ja, sch&ouml;ne Gr&uuml;sse, haltet die Treue!</p>
<p><a href="http://www.rotersand.net">http://www.rotersand.net</a></p>

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		<title>Massiv In Mensch Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2005 20:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
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Falk: Wer steckt hinter Massiv In Mensch und seit wann gibt es Euch?
Daniel: Massiv In Mensch sind Mirco Osterthun und ich, Daniel Logemann, und kennengelernt haben wir uns 1993, das war noch in der Schulzeit, da haben wir einfach festgestellt, da&#223; wir gleiche musikalische Interessen haben, da&#223; wir EBM, ein bi&#223;chen Techno und Trance h&#246;ren, [...]]]></description>
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<p><em><strong>Falk:</strong> Wer steckt hinter Massiv In Mensch und seit wann gibt es Euch?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Massiv In Mensch sind Mirco Osterthun und ich, Daniel Logemann, und kennengelernt haben wir uns 1993, das war noch in der Schulzeit, da haben wir einfach festgestellt, da&szlig; wir gleiche musikalische Interessen haben, da&szlig; wir EBM, ein bi&szlig;chen Techno und Trance h&ouml;ren, und dann entstand auch gleich der Gedanke, da&szlig; wir diese Art von Musik auch selber produzieren wollen. Das haben wir dann auch erstmal 5 Jahre lang in Heimarbeit und ohne gro&szlig;e Ambitionen mit relativ einfacher Software gemacht, haben f&uuml;r uns immer flei&szlig;ig Demos produziert und sind dabei auch recht experimentell zu Werke gegangen, und erst 1998 haben wir zu unserem Konzept gefunden, haben damals eine S&auml;ngerin mit einbezogen und Texte geschrieben, und die Tracks wurden auch songorientierter, und gleichzeitig entstand 1998 auch der Kontakt zu unserer ersten Plattenfirma, &#8220;Wire Productions&#8221;. Das geschah auch wieder durch einen Zufall, indem wir dann ein mp3 auf unserer Internetseite bereit gestellt hatten, und durch einen Zufall hat einer der Verantwortlichen von Wire dieses mp3 geh&ouml;rt und hat uns angeschrieben, und kurze Zeit sp&auml;ter waren wir dann auch schon im Tonstudio von Wire Productions und haben die erste Platte eingespielt, &#8220;Belastendes Material&#8221;.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Wie beschreibt ihr selbst Eure Musik und wie seit ihr zur Musik gekommen?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Es ist ja allgemein immer recht schwierig, Musik zu beschreiben oder eine Schublade zu finden, und gerade bei uns, denke ich, ist es auch immer ein wenig verzwickt, weil&#8230; selbst Kritiker haben Probleme, uns in irgendeine Schublade einzuordnen. Wenn man sich so unsere Kritiken durchliest, ist da irgendwo eine ganze Palette zu finden von Bands, mit denen wir verglichen werden, teilweise zu Recht, teilweise auch zu Unrecht, und wir selbst sehen das einfach etwas lockerer, und wir haben mit Sicherheit EBM-Elemente bei uns noch drin, wobei diese immer mehr in den Hintergrund geraten teilweise, vielleicht noch auf dem ersten Album &#8220;Belastendes Material&#8221; kamen sie doch sehr stark zu Tage. Wir haben aber immer versucht, auch Techno- und Trance-Elemente mit einzubeziehen und hieraus irgendwie eine neue Fusion zu schaffen, und wir selbst nennen das Ganze ja auch etwas ironischerweise &#8220;Dark Rave&#8221;, weil wir das &#8220;Dark&#8221; darauf beziehen, da&szlig; es mit unserem sarkastischen Humor in Einklang zu bringen ist, und &#8220;Rave&#8221; halt weil viele Techno-Elemente in der Musik vorkommen. Gleichzeitig ist es nat&uuml;rlich eine Anspielung auf &#8220;Dark Wave&#8221;, was wir nun &uuml;berhaupt nicht anstreben, und ich denke, auf dem neuen Album ist eigentlich wieder eine gute Mischung aus vielen Stilen elektronischer Musik vorhanden, und ich denke, es wird dadurch auch nicht unbedingt langweilig, weil wir immer bestrebt sind, eine neue Mischung zu finden. Diesen radikalen Schritt haben wir ja schon vom ersten zum zweiten Album vollzogen. Viele haben da den Kopf gesch&uuml;ttelt oder gesagt, wie k&ouml;nnt ihr sowas machen, aber es war uns wichtig, halt nicht noch einmal &#8220;Belastendes Material Part 2&#8243; herauszubringen, sondern wir wollten was neues schaffen, und genau dasselbe ist jetzt wieder bei der &#8220;Menschdefekt&#8221; der Fall, also auch da haben wir wieder versucht, wieder was neues zu erschaffen, und dieses Mal auch wieder mit mehr Gesang und teilweise auch vielleicht etwas gr&ouml;&szlig;eren R&uuml;ckbez&uuml;gen zur ersten Platte. Ich denke, dadurch wird es auch wieder eine spannende Angelegenheit und wir hoffen, da&szlig; die CD auch gut ankommt.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Gibt es musikalische Vorbilder?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Nach Vorbildern werden wir recht h&auml;ufig gefragt, und wir haben da eigentlich auch immer ein paar Antworten parat, und zwar sind das auf jeden Fall Tommi Stumpff, der uns auch schon damals, 1993, sehr gepr&auml;gt hat mit seinen Alben &#8220;Trivial Shock&#8221; und &#8220;Ultra&#8221; vor allen Dingen, und auf der anderen Seite auch etwas experimentellere Elektronik, auch vielleicht mit etwas mehr Technobez&uuml;gen, z. B. Some More Crime war immer eine Band, die uns inspiriert hat, und viele K&uuml;nstler aus dem Techno- und Trance-Genre, sowas wie Juno Reactor, Utah Saints oder auch die Frankfurter Schiene à la LDC, Klangwerk oder heutzutage auch sowas wie Der Verfall. Das inspiriert uns auch nach wie vor ein wenig.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Eure Albentitel sind immer sehr typisch f&uuml;r Euch und nicht immer grammatikalisch ganz korrekt. Was hat es mit &#8220;Menschdefekt&#8221; auf sich?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Wir haben schon immer mit der deutschen Sprache gespielt, und das haben wir nicht nur auf den Alben gemacht, sondern in einzelnen Tracks kommt das zu Tage, nicht nur zuletzt in unserem eigenen Bandnamen, der auch immer f&uuml;r reichlich Verwirrung sorgt, und bei &#8220;Menschdeffekt&#8221; ist es einfach so, da gab es einen Titel &#8220;Menschdefekt&#8221;, den wir vor Jahren aufgenommen haben, der auf diesem Album aber nicht zu finden ist, aber der Klang dieses Namens hat uns eigentlich schon immer fasziniert, und gleichzeitig steht er auch symbolisch daf&uuml;r, was wir oftmals in Tracks oder in den Texten beschreiben, und zwar ist das ja haupts&auml;chlich Dekadenz oder die negativen Eigenschaften des Menschen, und da pa&szlig;t so ein Titel wie &#8220;Menschdefekt&#8221; nat&uuml;rlich sehr gut f&uuml;r so ein Album, und es ist sozusagen Programm, auch wenn es jetzt kein Konzeptalbum geworden ist, aber sowas wie &#8220;Vokuhila&#8221; kann man sehr gut mit &#8220;Menschdefekt&#8221; in Einklang bringen, und deswegen haben wir uns auch f&uuml;r &#8220;Menschdefekt&#8221; entschlossen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Ein Song liegt mir ja besonders am Herzen &#8211; &#8220;Vokuhila&#8221;. Was war oder ist der Grund und die Bedeutung f&uuml;r diesen Song?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Ich glaube, mit &#8220;Vokuhila&#8221; haben wir zum ersten Mal unseren Sarkasmus auf den Punkt gebracht, und zwar geht es in dem Song ja um die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte Frisur aus den 80er Jahren: vorne kurz, hinten lang. Personen wie Paul Breitner oder Pierre Litbarsky haben diese Frisur ja seinerzeit mit gro&szlig;em Erfolg in den 80er Jahren zu Tage gebracht, und aufgrund des 80er-Jahre-Hypes ist uns aufgefallen, da&szlig; doch dieser Style wieder etwas in Mode kommt, und gleichzeitig haben wir auch viele dieser Leute in Discotheken wiedergetroffen zum Beispiel, vorzugsweise mit wei&szlig;em Hemd, schwarzer Lederweste und Schnauzbart, und da war es f&uuml;r uns eigentlich nur ein Signal, da&szlig; wir was dagegen tun m&uuml;ssen, und das haben wir dann mit diesem Song gemacht, und es hei&szlig;t hier ja auch &#8220;welcome to Hardcoreland&#8221; und &#8220;the scum of the earth&#8221;, also &#8220;der Abschaum der Menschheit&#8221;, und es ist nat&uuml;rlich eine drastische &Uuml;berziehung dessen, was wir eigentlich wollen, aber wir haben es einfach mit unserer Ironie mal einfach ein bi&szlig;chen &uuml;bertrieben und gleichzeitig auf den Punkt gebracht, und deswegen &#8220;Vokuhila the scum of the earth&#8221;.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Noch ein Song vom neuen Album &#8211; &#8220;A Gothic On XTC&#8221;. Eine Anspielung?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> &#8220;A Gothic on XTC&#8221; ist nat&uuml;rlich eine Anspielung und auch wieder ein sehr ironischer Track von uns, und zwar geht es hier um einen Gothic, der sich an Wochendenden vorzugsweise in Gro&szlig;raumdiscotheken aufh&auml;lt und hier Party macht und ganz und gar nicht d&uuml;ster und dunkel daherkommt, auch wenn sein Outfit das vielleicht vermuten l&auml;&szlig;t. Hier tanzt er nicht zu Goethes Erben oder zu Lacrimosa, sondern vorzugsweise zu Technokl&auml;ngen, Kommerz- und Billigproduktionen à la Rednex, und es ist einfach ein ironisches Statement daf&uuml;r, da&szlig; doch eine gewisse Verklemmtheit in dieser Szene vorherrscht und wir diese Verklemmtheit ansprechen und aufzeigen, da&szlig; auch solche Leute Spa&szlig; haben k&ouml;nnen, und das ist eigentlich der Sinn dieses Songs, und das spiegelt sich auch glaub ich in den Sounds sehr gut wieder, wo wir ein Intro gew&auml;hlt haben, was doch noch recht d&uuml;ster daherkommt und auf einmal der Bruch zu einer doch sehr dancelastigen Stelle kommt, man k&ouml;nnte es ja schon fast als Kirmestechno bezeichnen, und das war auch der Sinn die<br />
ses Tracks. Gekommen sind wir auf die Idee, weil in unserem eigenen Freundeskreis so ein Fall vorherrscht, und das hat uns eigentlich inspiriert, diesen Titel aufzunehmen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Steckt hinter dem Album ein Konzept oder sind die Songs losgel&ouml;st voneinander zu betrachten?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Also &#8220;Menschdefekt&#8221; ist mit Sicherheit weniger ein Konzeptalbum als zum Beispiel &#8220;Belastendes Material&#8221;, aber ich w&uuml;rde sagen, wir haben schon immer einen gewissen thematischen &Uuml;berbau. Also es sind mit Sicherheit keine Tracks vorhanden, die irgendwie total aus dem Konzept herausgel&ouml;st zu betrachten sind, vielleicht abgesehen von den beiden Coverversionen, die man im Allgemeinen etwas losgel&ouml;st betrachten sollte. Aber ansonsten ist es bei uns schon immer so, da&szlig; wir das Thema Mensch oder die negativen Eigenschaften des Menschen und Dekadenz ansprechen und das in allen Variationen zu Tage bringen, und oftmals mit einem gewissen ironischen Unterton, und ich glaube, auf dieser Platte haben wir das dann zum ersten Mal auch recht krass zu Tage gebracht, indem wir auch das auf anderen Ebenen wiederspiegeln. Nicht nur zuletzt &#8220;Vokuhila&#8221; ist halt ein Beispiel daf&uuml;r, da&szlig; wir das etwas &uuml;bersteigert und ironisch darstellen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Eure Musik entzieht sich ja gekonnt lapidaren Vergleichen und wird von euch selbst als Dark Rave bezeichnet. Ihr selbst lehnt ja Weiberelectro auch ab &#8211; wie seht ihr derzeit die Musiklandschaft speziell im elektronischen Bereich?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Also inzwischen sehe ich die Musiklandschaft schon etwas globaler als noch vor 3 &#8211; 4 Jahren, wo wir doch recht stark auf EBM und Electro fixiert waren, und ich finde, gerade in diesen Bereichen hat sich eine gewisse Stagnation eingestellt. Wenn man sich die neuesten Produktionen so aus diesen Bereichen anh&ouml;rt, gibt es doch oftmals keine &Uuml;berraschungen mehr. Also es gibt oftmals R&uuml;ckbez&uuml;ge zu ganz alten EBM-Kl&auml;ngen, da ist auch ein kleiner Hype entstanden. Dann gibt es zum Teil viele Bands, die ihren Vorbildern wie Covenant, VNV Nation oder Apoptygma Berzerk sehr &auml;hnlich klingen, und das meinen wir dann auch mit Future-Pop oder Weiberelectro, wie man auch immer das bezeichnen m&ouml;chte, auf jeden Fall geht es hier um die klangliche Dimension, und die ist einfach recht eindimensional. Und dasselbe spiegelt sich dann wiederum auch im Industrial-Bereich ab, wo oftmals viele Bands ihre Helden wie Suicide Commando kopieren, und das ist irgendwo alles nicht unser Ding. Wir haben schon immer eher das gesucht, was vielleicht ein bi&szlig;chen aus dem Rahmen herausspringt, und vielleicht sind wir dadurch so ein bi&szlig;chen immer in einer gewissen Au&szlig;enseiterposition, weil wir EBM mit Techno und mit Trance verbunden haben und mit &#8220;Dark Rave&#8221; halt auch sehr konsequent sind und das auch wirklich so bezeichnen, da&szlig; es so ist, und wahrscheinlich finden wir nicht nur Freunde in dieser Szene, aber viele finden auch, da&szlig; das sehr lobenswert ist, da&szlig; wir so konsequent sind, und das best&auml;rkt uns eigentlich auch nur, und wir wollen halt einfach das produzieren, was wir sehr gerne selbst h&ouml;ren, und das ist nunmal auch viel Techno und viel Trance, und wir versuchen immer, das dann auch mit unseren Wurzeln zu verbinden, und ich denke, da kommt dann auch eine recht interessante Mischung heraus, und vielleicht ist es ja auch irgendwann soweit, da&szlig; das noch etwas gesellschaftsf&auml;higer wird.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Wie entstehen Eure Songs, habt ihr eine spezielle Vorgehensweise?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Viele Tracks entstehen einfach aus dem Bauch heraus. Wir fangen einfach irgendwann an mit einem Grundger&uuml;st, und im nachhinein werden dann immer wieder neue Elemente hinzugef&uuml;gt, bis sich dann irgendwann herausstellt, wie der Track verlaufen soll, und es ist oftmals wirklich eine Bauchentscheidung. Also es ist selten so, da&szlig; wir wirklich ein Konzept von vorne bis hinten haben und diesen dann auch so gestalten, das ist dann oftmals vielleicht bei Remixen der Fall, aber wenn wir selbst Musik machen, gibt es oftmals viele Tracks, die wir schon seit vielleicht Monaten auf dem Rechner haben und die wir dann irgendwann im Laufe der Zeit zu einem Song wirklich gestalten, und von daher k&ouml;nnen wir nicht wirklich sagen, da&szlig; wir eine festgefahrene Vorgehensweise haben, wenn wir Tracks konzipieren. Es ist wirklich alles emotional vielleicht auch besetzt, je nach Stimmung produzieren wir dann vielleicht mal einen etwas h&auml;rteren Track oder auch mal vielleicht eine ruhige Nummer, und das sollte eigentlich glaub ich auch in der Musik immer so sein. Deswegen klingen unsere Tracks vielleicht auch recht authentisch.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Wie kam es eigentlich dazu, das ihr seid beim in Toronto/Kanada ans&auml;ssigen Label ArtofFact Records unter Vertrag seid?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Die Zusammenarbeit mit ArtofFact Records entstand im Jahre 2001, und zwar hat damals ArtofFact die Lizenz f&uuml;r unser erstes Album &#8220;Belastendes Material&#8221; erworben, und zwar von Wire Productions, unserer damaligen deutschen Plattenfirma, und die CD wurde dann mit gro&szlig;em Erfolg in Nordamerika ver&ouml;ffentlicht, und in der Folge entstand halt auch eine gute Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Massiv in Mensch und ArtofFact Records, und wir haben halt gemerkt, da&szlig; wir mit unseren zuk&uuml;nftigen Produkten und CD´s sehr gut mit Art of Fact zusammenarbeiten k&ouml;nnen, und haben dann ja auch gleich in der Folge die CD &#8220;Die Rein&#8221; eingespielt, und seitdem sind wir eigentlich sehr zufrieden mit der Arbeit von ArtofFact, die ja auch zeitgleich mit deutschen Vertriebspartnern wie SX-Distribution oder deutschen Promotionfirmen wie Hardbeat zusammenarbeiten, und dadurch haben wir nat&uuml;rlich auch hier vor Ort gute Ansprechpartner.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Wie kommt es eigentlich dazu, das ihr sehr h&auml;ufig f&uuml;r andere Musiker Remixe anfertigt? Habt ihr selbst einen Traumkanditaten von dem ihr gern mal einen Song remixen w&uuml;rdet?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Ein Remix kann immer auf verschiedene Art und Weise zustande kommen. Einerseits ist es so, da&szlig; ArtofFact des &ouml;fteren anfragt, ob wir einen Remix f&uuml;r eine andere Band anfertigen k&ouml;nnen, und zum anderen gibt es nat&uuml;rlich auch Freundschaften mit anderen Bands wie TH Industry oder Rector Scanner oder Spiritual Reality, mit denen wir auch zusammenarbeiten und Remixe anfertigen, und auch sonst kommen des &ouml;fteren mal Anfragen von Bands, vielleicht auch unbekanntere, an uns, ob wir vielleicht mal einen Remix anfertigen k&ouml;nnen, und so kommt es eigentlich zu einem Austausch von Remixen und oftmals auch zu sehr interessanten Konstellationen, und was einen Traumkandidaten angeht, so haben wir uns dar&uuml;ber eigentlich noch nicht so richtig Gedanken gemacht, aber es gibt mit Sicherheit Bands, die wir ja auch schon erw&auml;hnt haben, wie jetzt zum Beispiel die Utah Saints oder Tommi Stumpff, wo wir nat&uuml;rlich gerne mal einen Remix anfertigen w&uuml;rden, aber das sind nat&uuml;rlich noch alles Visionen, vielleicht werden die dann ja irgendwann einmal realisiert werden k&ouml;nnen.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Was waren eure sch&ouml;nsten Auftritte bisher?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Die beiden sch&ouml;nsten Auftritte waren sicherlich einerseits im Jahre 2000 das Eurorock-Festival in Belgien, und hier auf jeden Fall aufgrund der Tatsache, da&szlig; wir vor einem gro&szlig;en Publikum spielen konnten und zeitgleich auch mit Bands wie Philtron, Alphaville oder Marc Almond auf einer B&uuml;hne standen, das war nat&uuml;rlich schon ein gro&szlig;artiges Gef&uuml;hl damals als Newcomer, und zum anderen war auch ein gro&szlig;es Event damals unsere CD-Releaseparty im Jahre 2000, die wir in unserer Heimatstadt Varel organisiert und gestaltet haben, und hier zusammen mit Ecki Stieg, einem bekannten DJ, zusammen durchgef&uuml;hrt haben, und hier waren 400 Leute zu Gast, und f&uuml;r diese kleine Stadt und f&uuml;r diese Verh&auml;ltnisse war es nat&uuml;rlich ein gro&szlig;er Erfolg, und wir haben dort auch wirklich eines unserer besten Konzerte abgeliefert.</p>
<p><em><strong>Falk:</strong> Und wie bewertet ihr die Resonanz des Publikums und wo kann man Euch in n&auml;chster Zukunft live sehen?</em></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Also bislang sind wir mit der Resonnanz des Publikums sehr zufrieden, das hat sich vor allen Dingen in Mails und G&auml;stebucheintr&auml;gen und vielleicht auch pers&ouml;nlichen Kontakten herausgestellt, und nat&uuml;rlich gab es mal erfolgreichere und weniger erfolgreiche Konzerte in unserer Laufbahn bis jetzt, aber insgesamt haben wir nat&uuml;rlich ein positives Fazit gezogen aus diesen ganzen Erfahrungen, und wir wollen auch auf jeden Fall wieder live spielen, nachdem wir ja doch eine l&auml;ngere Zeit jetzt nicht mehr live pr&auml;sent waren, und im Jahr 2004 werden wir auf jeden Fall im Zuge der Ver&ouml;ffentlichung des neuen Albums &#8220;Menschdefekt&#8221; auch live zu sehen sein. Aktuell gibt es noch keine Termine, aber die werden sich wahrscheinlich im Laufe der Promotion des Albums herausstellen. Vielleicht gibt es dann auch einige CD-Releaseparties, und wir werden euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wenn es neueste Termine gibt.</p>
<p><a href="http://www.massiv-in-mensch.de">http://www.massiv-in-mensch.de</a></p>

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		<title>[S.I.T.D] im Interview</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2005 20:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
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Falk: F&#252;r all unsere H&#246;rer, die euch nicht kennen: Seit wann gibt es euch und wie kommt es zu eurer Namensgebung?
Carsten: Ja also die Band wurde im Jahre 1996 gegr&#252;ndet. Damals habe ich mit einem alten Schulkollegen namens Thorsten Nauer angefangen, Musik zu machen unter dem Namen &#8220;Shadows In The Dark&#8221;. Der Name sorgte damals [...]]]></description>
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<p><em>Falk: F&uuml;r all unsere H&ouml;rer, die euch nicht kennen: Seit wann gibt es euch und wie kommt es zu eurer Namensgebung?</em></p>
<p>Carsten: Ja also die Band wurde im Jahre 1996 gegr&uuml;ndet. Damals habe ich mit einem alten Schulkollegen namens Thorsten Nauer angefangen, Musik zu machen unter dem Namen &#8220;Shadows In The Dark&#8221;. Der Name sorgte damals f&uuml;r Irritationen, da&szlig; er h&auml;ufig mit Gothic Rock und solchen Sachen assoziiert wurde. 1999 ist Tom eingestiegen, nachdem Thorsten aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden aufgeh&ouml;rt hat mit der Musik. Seitdem nennen wir uns halt [:SITD:], und seitdem nahm die Geschichte ihren Lauf.</p>
<p><em>Falk: Wie bezeichnet ihr selbst den Musikstil von euch?</em></p>
<p>Carsten: Es liegt uns fern, unsere Musik in Schubladen zu klassifizieren. Ich w&uuml;rde unsere Musik als Electro definieren.</p>
<p><em>Falk: Welche Bands sind eure gr&ouml;&szlig;te Inspirationsquelle und haben euch ma&szlig;geblich beeinflu&szlig;t?</em></p>
<p>Carsten: Wir sind in den 80er Jahren gro&szlig;geworden mit Bands wie Depeche Mode, mit Kraftwerk, mit Ultravox, mit Alphaville, mit OMD. Dar&uuml;ber hinaus w&auml;chst man halt mit der Musik, die man h&ouml;rt. Wir sind stets bem&uuml;ht, eine eigene Identit&auml;t irgendwie aufzubauen mit unserer Musik, und ich denke, uns ist das in den letzten Jahren gelungen, aber wir sind Kinder der 80er und sind halt mit Bands wie Depeche Mode und Alphaville und OMD und Ultravox und solchen Bands gro&szlig;geworden.</p>
<p><em>Falk: Ihr habt jetzt ziemlich gro&szlig;en Erfolg, eure Songs und eure Alben schaffen es auch immer wieder, in die DAC´s sehr hoch einzusteigen bzw. auch auf Platz 1. Wie sch&auml;tzt ihr eigentlich das Feedback eurer H&ouml;rer ein bzw. den Erfolg selber?</em></p>
<p>Carsten: Oh, schwierige Frage. Wir sind eigentlich sehr &uuml;berrascht gewesen, wie &#8220;Snuff Machinery&#8221; schon eingeschlagen hat in den Charts. Da&szlig; danach &#8220;Laughingstock&#8221; und dann das Album gefolgt sind, k&ouml;nnen wir eigentlich irgendwie &#8211; wir k&ouml;nnen eigentlich relativ wenig dazu sagen. Die Musik, die wir machen, kommt von Herzen. Wir machen seit 1996 Musik, und wir geben unser ganzes Herzblut und alles was wir haben in die Musik rein, und da&szlig; es erfolgreich ist, freut uns tierisch, aber ein Erfolgsrezept daf&uuml;r haben wir auch nicht, es kommt alles von innen, und wir freuen uns tierisch dar&uuml;ber, klar.</p>
<p><em>Falk: War es eigentlich schwierig, nach dem Erfolg gerade von &#8220;Snuff Machinery&#8221; nicht in Versuchung zu geraten, Songs dann einfach nach demselben Rezept zu stricken und damit dem Druck der Fans stattzugeben?</em></p>
<p>Carsten: Wir lieben viel zu sehr elektronische Musik, als da&szlig; wir uns in ein bestimmtes Konzept pressen lassen w&uuml;rden. Nat&uuml;rlich gibt es einen Druck, da&szlig; Leute bestimmte Songs und bestimmte Stilrichtungen erwarten. Aber ich denke, wenn du dir das Album anh&ouml;rst, das reicht von &#8220;2nd Death&#8221;, von Industrial &uuml;ber &#8220;Rose-coloured Skies&#8221; und &#8220;Venom&#8221;, wo Leute vielleicht sagen w&uuml;rden, wir empfinden es nicht so, da&szlig; es Future-Pop w&auml;re. Grunds&auml;tzlich sagen wir, es ist halt Electro, und wir machen halt einfach das, was von uns von innen herauskommt, und wir machen uns auch gar nicht so viele Gedanken, was von au&szlig;en reinkommt. Vor allem haben wir auch, was jetzt so in den letzten ein-zwei Jahren passiert ist, wenig Zeit gehabt, dar&uuml;ber irgendwie nachzudenken, weil wir haben so viele Remixe gemacht, so viele Live-Konzerte gemacht, als da&szlig; wir uns dar&uuml;ber den Kopf zerbrechen k&ouml;nnten, da&szlig; wir irgendwelchen Erwartungen irgendwie gerecht werden.</p>
<p><em>Falk: O.k., da wir gerade bei den Songs sind: Wie geht ihr eigentlich an die Songs heran? Bastelt ihr auch an der Musik oder gibt es da eine strenge Arbeitsteilung? Weil gerade auf dem letzten Album gibt´s ja mit &#8220;Venom&#8221; einen eher untypischen Song, bei dem Tom auch den Gesangspart &uuml;bernommen hat.</em></p>
<p>Carsten: Also, das ist sehr unterschiedlich. Grunds&auml;tzlich schreibe ich die Texte und zeichne mich f&uuml;r den Gesang und die Gesangsmelodien verantwortlich, w&auml;hrend Tom die Musik schreibt, aber das sind zwei Gebiete, die eng im Zusammenhang miteinander stehen und jeder hat Einflu&szlig; auf die Arbeit des anderen, und &#8220;Venom&#8221; ist ein sehr sehr spezieller Song, der uns pers&ouml;nlich halt sehr sehr bewegt hat, und aufgrund des Inhalts von &#8220;Venom&#8221; hat dieser Song halt zu Gebote gestanden, irgendwie eine andere Vorgehensweise zu w&auml;hlen als bei den anderen Songs, weil es halt wirklich ein sehr sehr pers&ouml;nliches Thema ist, das Thema ist halt Verlust, m&ouml;glicherweise da&szlig; man einen Menschen durch Tod verliert oder da&szlig; man einen Menschen durch eine ungl&uuml;ckliche Beziehung verliert. Im Prinzip sind ja Texte von [:SITD:] teilweise sehr sozialkritisch und haben einen sehr politischen oder gesellschaftskritischen Charakter. Allein von daher, da&szlig; dieser Song sehr sehr pers&ouml;nlich ist, ist er auch musikalisch ganz anders ausgefallen.</p>
<p><em>Falk: Weil wir gerade dabei sind, eure Songs befassen sich ja sehr h&auml;ufig mit so genannten Tabuthemen, Amoklauf von Littleton, Nationalsozialismus oder Verbrechen, wie nicht zuletzt &#8220;Snuff&#8221; als Voyeurismus an Gewalt und Tod. Ist das eigentlich euer Beitrag, die Gesellschaft jetzt aus ihrem Schlaf oder aus ihrer Lethargie zu rei&szlig;en?</em></p>
<p>Carsten: Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn wir das k&ouml;nnten. Ich meine, wir sind keine Tr&auml;umer, wir sind eine kleine Underground-Band, aber ich denke, es ist wichtig, Gedankenanst&ouml;sse zu geben, die Finger in die Wunden zu legen von Dingen die uns st&ouml;ren, wo wir halt einfach sehen, es m&uuml;&szlig;te sich irgendwas &auml;ndern. Ob wir´s &auml;ndern k&ouml;nnen, ist eine andere Frage, aber zumindest sollte man Gedankenanst&ouml;sse geben und versuchen, Dinge zu ver&auml;ndern, und wenn Leute einen Song von uns in der Disco h&ouml;ren, dr&uuml;ber nachdenken und sich dann vielleicht mit der Band [:SITD:] besch&auml;ftigen, ein Interview lesen und vielleicht unsere Interpretationsans&auml;tze lesen und h&ouml;ren, dann kann man vielleicht ein kleines bi&szlig;chen was ver&auml;ndern, und wichtig ist halt, da&szlig; jeder bei sich selbst anf&auml;ngt, was zu ver&auml;ndern, und das liegt uns halt sehr sehr am Herzen.</p>
<p><em>Falk: Seht ihr es eigentlich so, da&szlig; eine Band dann auch einen politischen Standpunkt beziehen m&uuml;&szlig;te oder lehnt ihr das eher ab?</em></p>
<p>Carsten: Also ich denke, da&szlig; [:SITD:] sehr sehr politisch ist, aber uns liegt es sehr sehr fern, den Oberlehrer zu spielen und Leuten irgendwie vorzuschreiben, was sie zu denken und zu w&auml;hlen haben. Jeder sollte sich Gedanken machen, was in der heutigen Welt passiert. Es reicht, den Fernsehapparat einzuschalten und zu sehen, was allt&auml;glich los ist, und jeder kann sich dar&uuml;ber Gedanken machen. Und diese gottverdammte Lethargie, das liegt uns halt am Herzen, dieses Wegschauen. Ob es der Obdachlose ist, der im Stra&szlig;engraben liegt, ob man da wegschaut, ob es das mishandelte Kind in der Nachbarwohnung ist, das jeden Tag schreit; es gibt so viele Dinge, wo man im kleinen Alltag anfangen kann. Insofern ist [:SITD:] eine sehr politische Band, aber wir wollen nicht den Oberpolitiker spielen und Leute belehren. Aber wir m&ouml;chten gerne mit unseren Texten die Finger in die Wunden der Gesellschaft legen und wir w&uuml;rden uns freuen, wenn so mancher aufwachen w&uuml;rde.</p>
<p><em>Falk: Ich denke schon, das wird euch auch gelingen, weil der Erfolg gibt euch auch unmittelbar recht, und ich denke auch, da&szlig; viele H&ouml;rer das ganz einfach damit auch rechtfertigen, was ihr da macht.<br />
Wie kommen eigentlich die Remixe oder die Zusammenarbeit mit anderen Bands zustande? Wird das von eurem Label organisiert oder wie entsteht sowas?</em></p>
<p>Carsten: Also wir sind sehr sehr viel unterwegs (ich werde gerade gestreichelt von meinem Liebling Frank D´Angelo hier ;o) ), &auml;hm, wir sind sehr sehr viel unterwegs und wir geben sehr sehr viele Konzerte, und das ergibt sich so. Es gibt glaube ich keinen Remix, den wir gemacht haben, mit irgendwelchen Bands wo wir &uuml;berhaupt nichts mit zu tun haben. Wenn ich jetzt mal zur&uuml;ckdenke, das letzte was wir gemacht haben war Absurd Minds, da ist Frank, unser Genius, als Keyboarder bei unseren Live-Performances, wir werden in Zukunft f&uuml;r Plastic einen Remix machen, ansonsten: Alles, was wir an Remixes gemacht haben, ist alles f&uuml;r Bands, wo wir schon zusammen mit gearbeitet haben oder live zusammen aufgetreten sind. Es kommt also nicht vom Label, es kommt halt vom st&auml;ndigen Touren und st&auml;ndigen Konzerte geben.</p>
<p><em>Falk: Da du gerade von Auftritten sprachst, ich denke mal, einer der H&ouml;hepunkte in diesem Jahr war ja auch das M´Era Luna-Festival. Wie hast du denn pers&ouml;nlich diesen Auftritt erlebt?</em></p>
<p>Carsten: Also f&uuml;r uns war es wirklich der absolute Hammer. Als wir da angekommen sind, waren wir erstmal, wie soll ich sagen, angenehm &uuml;berrascht, da&szlig; so viele Leute sich da in dem Hangar eingefunden haben, das waren &#8211; ich wei&szlig; nicht wie viele tausend Leute es halt waren. Das hat uns am Anfang ein bi&szlig;chen Angst gemacht, wir waren sehr sehr nerv&ouml;s. Dann haben wir gesehen, wie Colony 5 den ganzen Hangar irgendwie gerockt hat, und tja, wir haben uns einfach dieser Menge und diesen Menschenmassen ergeben, haben unser Intro gespielt, dann kam &#8220;Laughingstock&#8221;, die Leute haben gejubelt wie H&ouml;lle, und was danach gefolgt ist, es war 45 Minuten Party, die Leute haben bis zum Ende der Halle gefeiert. Es war ein so supergeiles Gef&uuml;hl, und f&uuml;r uns mit Abstand, vielleicht mit dem Infest in England zusammen, das beste Konzert, was wir gegeben haben.</p>
<p><em>Falk: Ja man merkt das auch an dem Interview, da&szlig; wir alle Spa&szlig; dabei haben, (&#8230;) , macht auch immer mehr Spa&szlig;. Ich wollte nur sagen, wir dehnen es auch gar nicht mehr so lange aus&#8230;</em></p>
<p>Carsten: Falk mu&szlig; sagen, da&szlig; wir hier illegal auf einem Parkplatz stehen, da&szlig; uns die Securityleute hier arg bedr&auml;ngen, da&szlig; wir das Interview eigentlich gar nicht f&uuml;hren d&uuml;rfen&#8230;</p>
<p><em>Falk: Da seht ihr mal so, was wir hier f&uuml;r Schwierigkeiten haben!<br />
Mit was darf man denn in Zukunft rechnen von [:SITD:] und welche Pl&auml;ne oder Projekte gibt es, &uuml;ber die du schon sprechen darfst?</em></p>
<p>Carsten: Also wir d&uuml;rfen &uuml;ber alles sprechen. Also wir haben unser Album gerade erstmal rausgebracht, wir sind sehr sehr froh, da&szlig; das Album so positiv l&auml;uft und gro&szlig;en Erfolg hat in den DAC´s, vor allem bei unseren Fans so supergut ankommt. Als n&auml;chstes stehen halt Remix-Projekte f&uuml;r Absurd Minds, f&uuml;r Pride And Fall, f&uuml;r Plastic und vielen anderen Bands an und wir hoffen, in Absprache mit unserem Label, da&szlig; wir Anfang n&auml;chsten Jahres noch eine weitere EP oder Maxi-Single auf den Markt bringen, und insbesondere unsere Live-Aktivit&auml;ten werden bis Mitte 2004 auf dem Plan stehen, so werden wir zum Beispiel am 25. und 26.12. auf den Darkstorm-Festivals in Berlin und Dresden spielen, am 27.12. spielen wir auf dem Schattenreich-Festival in Oberhausen, was von Onyx und der Fernsehsendung Schattenreich gesponsort wird. Also, wir haben unheimlich viele Live-Aktivit&auml;ten und hoffen jetzt halt, mit der Maxi-Single oder EP, die voraussichtlich Anfang n&auml;chsten Jahres erscheint, an den Sachen ankn&uuml;pfen zu k&ouml;nnen, wo wir jetzt aufgeh&ouml;rt haben.</p>
<p><em>Falk: Wir als kleines Internetradio haben euch ja so ziemlich von Anfang an verfolgt, also seit unserer Entstehung, was ihr auch mitbekommen habt. Frage in Bezug auf´s Internet: Seht ihr in den mp3-Downloads eher eine Chance oder eher eine Gefahr f&uuml;r die Bands oder K&uuml;nstler, und was haltet ihr von Internetradios im speziellen?</em></p>
<p>(aus dem Hintergrund: &#8220;Gefahr!&#8221;)</p>
<p>Carsten: &Auml;hm, Matthes, sag du doch mal was</p>
<p>Matthes: Ich bin da &#8211; also, das ist zweischneidig. Der Ursprung des mp3-Downloads war ja einfach um mal in was reinzuh&ouml;ren. Anstatt in so `nen Saturn zu gehen und sich da hinzustellen, konnte man halt &uuml;ber´s Internet da mal reinh&ouml;ren und sich dann f&uuml;r den Kauf einer Platte entscheiden oder auch nicht. Aber mittlerweile wird´s ja einfach nur genutzt, um Platten runterzuziehen, komplett, und uns nat&uuml;rlich irgendwo damit zu sch&auml;digen. Ich meine, ich freue mich &uuml;ber jeden, der unsere Musik dadurch mehr h&ouml;rt und auf die Konzerte dann kommt und mit uns feiert, aber das Problem ist halt dadran, da&szlig; auch wir irgendwo, wie jeder der arbeitet, auch wir arbeiten an unseren Platten, und es ist harte Arbeit, und wir m&uuml;ssen irgendwo daf&uuml;r auch bezahlt werden, das mu&szlig; man ganz klar sagen. Und wenn man jetzt heute mal rechnet, da&szlig; sag ich mal wenn eine Platte rauskommt, zwei Drittel die Platte eigentlich sich aus dem Internet zieht oder sich brennt, und das sind einfach Zahlen, die sprechen einfach f&uuml;r sich, und das ist schon ein Unterschied, ob du 5000 Platten verkaufst oder eigentlich 15000 verkaufen k&ouml;nntest, und das wirkt sich nat&uuml;rlich in Zukunft auf viele Faktoren aus: Einmal auf die Preise nat&uuml;rlich, was hinterher so `ne CD irgendwann mal kostet, das wird bald unerschwinglich sein. Dann wirkt sich das nat&uuml;rlich eventuell auch auf solche Sachen drauf aus wie Artwork oder sonst irgendwas, was dann irgendwann vielleicht mal zur&uuml;ckstehen mu&szlig;, weil ein Label dann sagt, ja eure Platte ist supergeil und die steht auch auf 1 in den Charts, aber keiner kauft sie. Das ist so wie wenn du das tollste Auto baust und es steht nur im Laden und keiner kauft es. Das kann dreimal das tollste Auto sein, aber du kommst nicht wieder an das Geld dran und dann ist die Firma pleite. Und genauso kann auch in der Musikbranche `ne Band pleite gehen, und das ist gerade jetzt bei unseren kleinen Bands, sei es jetzt bei meinem eigenen Projekt Plastic oder bei [:SITD:] oder meinetwegen auch Covenant oder sonstwelchen gr&ouml;&szlig;eren, die meinetwegen Umsatzzahlen haben, die schon richtig hoch sind, das ist dasselbe, weil irgendwann kommt dann nichts mehr rein und nach und nach werden die Leute verschwinden, weil sie es sich nicht mehr leisten k&ouml;nnen, und dementsprechend mu&szlig; nat&uuml;rlich, von meiner Sicht jetzt aus, jeder Fan selber entscheiden, wie er damit umgeht, weil es ist &#8211; einer sagt immer: Ja, ich mach´s ja nur, der n&auml;chste sagt: Ich mach´s ja nur, und demn&auml;chst kauft keiner mehr die Platten und das Ding wird einfach nur noch gebrannt, und es werden dann keine Platten irgendwann mehr kommen, das ist einfach das Problem. Das ist ein Riesenrattenschwanz, der sich hinterherzieht.</p>
<p>Carsten: Also, sowohl Plastic als auch wir sind nat&uuml;rlich bei einem kleinen Label, Accession. Sowohl die Bands als auch Accession tun alles und geben alles irgendwie mit Herzblut, aber man mu&szlig; sich mal hochrechnen, was auf so eine Produktion irgendwie kommt: Es sind eigene Equipement-Kosten, es sind Studiokosten, es sind Photokosten f&uuml;r Photosessions, es sind Werbekosten und so weiter und so fort, und wir reden jetzt nicht &uuml;ber eine Band wie Wolfsheim, ist vielleicht ein Fehler, da&szlig; ich das sage, Wolfsheim ist eine sehr sehr gute Band, reden wir mal lieber &uuml;ber Britney Spears oder andere Bands, die halt die ganze Commercial-Ecke hinter sich haben, Wolfsheim hat´s auch wirklich verdient, aber es ist halt kleines Geld hinter solchen Bands wie [:SITD:] und Plastic, und es ist dann nat&uuml;rlich sehr sehr problematisch, wenn im Vorfeld Bonustracks, die gar nicht auf dem Album erscheinen sollen, schon drei Wochen vor Release im Internet halt gezogen werden, und wenn halt K&uuml;nstler und auch das Plattenlabel um solche Einnahmen geprellt werden, weil &#8211; es l&auml;uft wirklich, es ist wirklich so, da&szlig; es in so kleinem Masse l&auml;uft, da&szlig; wir wirklich alles, alles was wir an Geld haben, in die Musik reinstecken, und gerade an Equipement, wenn man sich als Newcomerband verbessern will, das bekommst du an Platteneinnahmen bei Gott wirklich nicht rein&#8230;</p>
<p>Matthes: &#8230; man kann ja mal `ne Summe sagen, was so eine Single kostet zum Beispiel, `ne Single kostet in der Produktion rund viereinhalb bis f&uuml;nftausend Euro, da hast du aber nur das ganz grobe Werbema&szlig; drin, da hast du eine Anzeige in der Sonic, in der Zillo oder in anderen Printmedien, und du hast `ne ganz einfache Single, da sind noch gar nicht weitere Kosten mit drin, das sind einfach nur die Pre&szlig;kosten, bis die CD im Laden steht. So, und jetzt mu&szlig;t du mal rechnen, was man so da verdient, na gut, &uuml;ber Tantiemen mu&szlig; man nicht sprechen, es ist aber auf jeden Fall nicht soviel, da&szlig; man sagen kann, o.k., ich kauf mir `ne goldene Badewanne oder so. Diese Kosten m&uuml;ssen erstmal wieder eingespielt werden, und das schaffst du nicht mit Verk&auml;ufen von 1500 Platten, da m&uuml;ssen also schon wesentlich mehr kommen, damit du immer wieder neue Sachen dem Publikum bieten kannst. Ich meine, wenn die Leute es doch so sehr sch&auml;tzen und unsere Musik so sehr m&ouml;gen, sollen sie uns auch ein bi&szlig;chen unterst&uuml;tzen. Ich hab nichts dagegen, wenn sich mal einer so ein Ding brennt, und ich wei&szlig; ganz genau, auch Bekannte von mir, die haben halt nicht so die Kohle und die brennen sich das Ding halt, aber irgendwo sollte man doch so seine Band, die man gerne mag, unterst&uuml;tzen, so ein bi&szlig;chen, weil wir tun ja auch was f&uuml;r die.</p>
<p>Carsten: Ich denke, um die 10 &#8211; 12 Headliner in dieser Szene mu&szlig; sich keiner Sorgen machen, aber die kleinen Bands, wie wir es halt sind, und vielleicht hunderte von Lieblingsbands, die auf dem Niveau von Plastic und [:SITD:] sind, die wird´s vielleicht in vier oder f&uuml;nf Jahren nicht geben, wenn das alles so weitergeht und wenn da halt nicht mal irgendetwas passiert, weil die Bands gehen wirklich kaputt, und dann wird es wirklich nur noch big commercial geben und es wird halt keinen Underground mehr geben, und das sollen die Leute sich &uuml;berlegen, und mit dieser gottverdammten Brennerei geht da wirklich alles kaputt und es w&uuml;rde mich freuen, wenn vielleicht mal der eine oder andere das zur Kenntnis nimmt und sich das vielleicht mal alles so &uuml;berlegt.</p>
<p><em>Falk: Also ich denke, dieses Statement k&ouml;nnen wir als Internetradio, was eigentlich auch f&uuml;r die Bands da ist, um da ein klein wenig Promotion oder Werbearbeit zu leisten und zu unterst&uuml;tzen. Ich w&uuml;rde sagen, ich bedanke mich jetzt schonmal an der Stelle f&uuml;r das Interview, w&uuml;nsche euch einen Superauftritt jetzt hier in Hanau, und ich w&uuml;rde sagen, die letzten Worte geh&ouml;ren dann ganz einfach der Band. Ein paar Worte noch an unsere H&ouml;rer?</em></p>
<p>Matthes: Kurz wollte ich noch was sagen: Ich w&uuml;rd gern den Tom gr&uuml;&szlig;en an dieser Stelle: Tom, Hinkebein, das wird schon alles wieder, ich werd dich w&uuml;rdigst vertreten und werd alles geben und keine Schande &uuml;ber dich kommen lassen. Jetzt bist du dran, Carsten.</p>
<p>Carsten: Ja, meine Gr&uuml;sse gehen nat&uuml;rlich auch an Tom, der in Gelsenkirchen zu Hause ausharrt, und das ist das erste Konzert halt f&uuml;r uns ohne Tom, der sich ja einen Mittelfu&szlig;bruch zugezogen hat, wir hoffen, ihn w&uuml;rdig zu vertreten. Ich m&ouml;chte mich ganz ganz herzlich bei den DAO meladicta.com-Charts-H&ouml;rern bedanken, die &#8220;Laughingstock&#8221; seit 10 oder 11 Wochen die Treue gehalten haben und jetzt auch flei&szlig;ig f&uuml;r &#8220;Rose-coloured Skies&#8221; gevotet haben. Es ist Wahnsinn. Wir verfolgen das, wir sind wirklich begeistert und wir finden´s auch klasse, was Falk mit diesem Radiosender auf die Beine gestellt hat und wir w&uuml;nschen euch viel Spa&szlig; weiter damit. Ciao!</p>
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