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	<title>darkerradio - Voices from the underground &#187; Essays</title>
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	<description>Gothic - Rock - Darkwave - EBM - Electro - Synthpop - Industrial - Indie - Alternative</description>
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	<itunes:summary>Immer mehr Künstler entscheiden sich ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lizenzen geht es bei Creative Commons nicht darum, was man als Nutzer alles nicht darf, sondern darum, was man als Nutzer mit dem Werk alles machen darf: &quot;Some Rights Reserved&quot; statt &quot;All Rights Reserved&quot;. Was fehlte war eine Alternative zu den herkömmlichen Download- bzw. Verkaufscharts. Wir starten jetzt die Free Music Charts. Dabei stellen wir jeden Tag einen neuen CC-lizensierten Song im Weblog vor, dieser kann gehört, geladen und natürlich bewertet werden. Aufgrund dieser Wertungen wird ein monatlicher Poll gebildet, über den wieder 14 Tage abgestimmt werden kann - daraus ergeben sich die monatlichen Free Music Charts, welche dann auch in einer eigenen Sendung bei darkerradio, Ultra Dark Radio und Radio Tonkuhle vorgestellt werden und natürlich wiederum als Podcast zur Verfügung stehen.</itunes:summary>
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		<title>darkerradio - Voices from the underground &#187; Essays</title>
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		<title>Es wird wieder gecastet</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 10:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Es geht wieder los. Auf dem Weg zur Arbeit grinste mich heute ein gro&#223;es Plakat an, das f&#252;r die neue &#8220;Popstars&#8221; Staffel wirbt. Es erstaunt mich wirklich, das es tats&#228;chlich immer noch genug Nachwuchs zu geben scheint der ernsthaft daran glaubt ber&#252;hmt zu werden, nachdem er durch den Casting-Kakao gezogen wurde. Gecastet werden hier wohl [...]]]></description>
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<p><strong>Es geht wieder los.</strong> Auf dem Weg zur Arbeit grinste mich heute ein gro&szlig;es Plakat an, das f&uuml;r die neue &#8220;Popstars&#8221; Staffel wirbt. Es erstaunt mich wirklich, das es tats&auml;chlich immer noch genug Nachwuchs zu geben scheint der ernsthaft daran glaubt ber&uuml;hmt zu werden, nachdem er durch den Casting-Kakao gezogen wurde. Gecastet werden hier wohl eh kaum Talente, sondern Dramen. Hast Du einen schweren Schicksalsschlag in der Familie, ein zer&uuml;ttetes Leben oder schon mal im Knast gesessen, hast Du gute Chancen es weit zu bringen.</p>
<p><strong>Nat&uuml;rlich wird dem gierigen Publikum vorgegaukelt das es tats&auml;chlich um die Suche nach neuen Talenten geht.</strong> Das das nur die halbe Wahrheit ist, d&uuml;rfte eigentlich jedem klar sein der sich von den bunten Bildern nicht verblenden l&auml;&szlig;t. Wenn die Optik nicht ins verkaufsf&auml;hige Bild passt wird aus einer G&auml;nsehautstimme schnell mal etwas was nicht gesucht wird oder zu speziell ist. Gezielt wird das gecastete Produkt auf die zahlungskr&auml;ftige Zielgruppe zugeschnitten. Das man zugunsten von k&uuml;nstlich erzeugten Emotionen schon mal an der Wahrheit dreht, ist dabei nat&uuml;rlich einkalkuliertes Risiko.</p>
<p><strong>Am Ende wird wie immer der Rubel rollen und &uuml;ber die Kandiaten in sp&auml;testens einem halben Jahr niemand mehr ein Wort verlieren.</strong> Alles wie immer also.</p>
<p>In den n&auml;chsten 2 Wochen werde ich meinen Urlaub genie&szlig;en und danach wird es dann mit Sicherheit neue Themen geben &uuml;ber die es zu berichten gilt.</p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>

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		<title>Der nette Herr DJ von nebenan</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 15:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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Da es mit Sicherheit noch keinem DJ passiert ist, dass ein Clubbesucher zu ihm kommt und ihm zu seiner rattengeilen Musikauswahl gratuliert und ihm aus purem Dank einen Drink spendiert, kann der Job des Club-DJ&#8217;s durchaus frustrierend auf manche Gem&#252;ter einwirken.
Gut, man hat Freisaufen und Groupies, aber mal ganz ehrlich: Vor allem das Freisaufen wird [...]]]></description>
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<p>Da es mit Sicherheit noch keinem DJ passiert ist, dass ein Clubbesucher zu ihm kommt und ihm zu seiner rattengeilen Musikauswahl gratuliert und ihm aus purem Dank einen Drink spendiert, kann der Job des Club-DJ&#8217;s durchaus frustrierend auf manche Gem&uuml;ter einwirken.<br />
Gut, man hat Freisaufen und Groupies, aber mal ganz ehrlich: Vor allem das Freisaufen wird zur Nervenberuhigung auch dringend ben&ouml;tigt.</p>
<p>Hat man durch die st&auml;ndige Frustration, meist hervorgerufen von Spinnern, die sich zum 20. Mal Blutengel gew&uuml;nscht haben und auch durch st&auml;ndiges Auslachen durch den genervten DJ nicht davon abzubringen sind, tonnenweise und vor allem abartig schlechte Wunschtitellisten einzureichen, einen Ausbund an Hass und Abscheu aufgebaut, scheut aber das berufstypische Magengeschw&uuml;r, so bleibt einem eigentlich nur der Ausweg, andere DJ&#8217;s zu nerven.<br />
Gut, Leberzerfall und Geschlechtskrankheiten geh&ouml;ren auch zu den berufstypischen Krankheiten, aber bei denen hatte man vorher wenigstens Spa&szlig;&#8230;</p>
<p>Meine zwei Lieblingsentspannungs&uuml;bungen an &#8220;befreundeten&#8221; DJ&#8217;s sind Folgende:</p>
<p>Sobald der eigene Nighter besser l&auml;uft, als eine Kongurrenzveranstaltung am n&auml;chsten Abend, schlendert man zu dieser, begr&uuml;&szlig;t den DJ sehr herzlich, als w&auml;re man schon ewig mit ihm befreundet und nach einem Fachgespr&auml;ch &uuml;ber gute Musik, wobei hier die Pr&auml;misse &#8220;gut ist, was er mag&#8221; auftrumpft, ist das Eis gebrochen, er sch&ouml;pft ein Mindestma&szlig; an Vertrauen und dann kann&#8217;s auch schon losgehen:</p>
<p>1.) W&auml;hrend man ihn ununterbrochen daf&uuml;r bedauert, musikalisch hervorragende Exoten nicht da zu haben und man ihm versichert, ihm demn&auml;chst mal ein paar Sampler fertig zu machen, kommt der eigentliche Teil der Entspannung:<br />
&#8220;Ach im &uuml;brigen tut es mir leid, dass ich so selten bei deiner Veranstaltung bin, aber mein Nighter ist immer so gerammelt voll, dass ich zu kaum etwas Anderem komme&#8230;&#8221; Ein vielsagender Blick durch die sp&auml;rliche G&auml;stemenge leitet dann ein:&#8221;Aber das kennst du &#8230; &auml;h &#8230; naja, du kannst es dir bestimmt vorstellen.&#8221;.</p>
<p>2.) W&auml;hrend des Sinnierens &uuml;ber Klassiker der Gruftie-Szene fragt man ganz beil&auml;ufig, ob er vielleicht &#8220;Agent Orange&#8221; von SpizzEnergi spielen mag.<br />
Hat er nicht da?<br />
Kein Problem, ich hab die Nummer immer auf einem Sampler in der Tasche.<br />
Nun sind zwei Dinge von essenzieller Wichtigkeit:<br />
Atens muss er gerade alleine hinter den Plattentellern (heute ja meist nur noch Laptop) stehen und Btens darf er den Song entweder gar nicht kennen oder sich nicht wirklich an ihn erinnern.<br />
Sind beide Voraussetzungen erf&uuml;llt, gibt man ihm den Sampler, sagt noch kurz:&#8221;St&uuml;ck 7&#8243; und zwecks kurzer Lautst&auml;rkeanpassung h&ouml;rt er rein und pegelt den Song ein.<br />
Dies ist der Startschuss zu einer &uuml;berschwenglichen Einladung auf ein kurzes Bier an der Theke.<br />
Hat man den DJ vom Pult an die Theke gelotst und gibt SpizzEnergi ihr sch&ouml;nes St&uuml;ck zum Besten, muss man nur noch darauf warten, bis entweder die Boxen platzen oder er slapstikesk zum CD-Player zur&uuml;ckspurtet und mit einem Knall den Raum zum Schweigen bringt.</p>
<p>Da es noch andere Methoden gibt, ich aber auch gespannt bin, ob jemand noch welche kennt, warte ich mal ab, ob ihr euch traut, welche zu verraten.<br />
Von mir aus k&ouml;nnt ihr auch im Kommentar erl&auml;utern, wie ihr subtil und zielsicher als Konsument/Gast einen DJ zum Wahnsinn treibt.</p>
<p>Ich bin gespannt.<br />
Gr&uuml;tze aus der M&uuml;tze</p>

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		<title>Die Geb&#252;hrenmafia</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 08:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Da kann einem ja schon am fr&#252;hen Morgen der Kaffee hochkommen. In den Medien wird mal wieder &#252;ber die GEZ-Reform diskutiert. Ab 2013 soll es also eine Haushaltsabgabe geben. Jeder Haushalt zahlt ab dann 17,98 Euro pro Monat an die GEZ. Macht also 215,76 Euro im Jahr f&#252;r &#252;berwiegend nutzlosen Schwachsinn. Und das wo ich [...]]]></description>
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<p><strong>Da kann einem ja schon am fr&uuml;hen Morgen der Kaffee hochkommen.</strong> In den Medien wird mal wieder &uuml;ber die GEZ-Reform diskutiert. Ab 2013 soll es also eine Haushaltsabgabe geben. Jeder Haushalt zahlt ab dann 17,98 Euro pro Monat an die GEZ. Macht also 215,76 Euro im Jahr f&uuml;r &uuml;berwiegend nutzlosen Schwachsinn. Und das wo ich doch schon M&uuml;llgeb&uuml;hren bezahle.</p>
<p><strong>Schauen wir doch mal wof&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Nutzlosanstalten unsere hart verdiente Kohle verbraten.</strong> 2002 Euro pro Minute kostet die Talkshow von Talker Johannes B. Kerner. Bei einer L&auml;nge von 65 Minuten macht das 130.130 Euro pro Show – und das f&uuml;r Dummgelaber vom Feinsten. 11 Millionen Euro im Jahr kostet der Spartenkanal ZDF.Info, den ich aber nur empfange wenn ich eine zus&auml;tzliche Geb&uuml;hr an meinen Kabelnetzbetreiber abdr&uuml;cke. Dazu kommen dann so wertvolle Produktionen wie der &#8220;<em>Musikantenstadl</em>&#8220;, &#8220;<em>Der Bergdoktor</em>&#8221; oder &#8220;<em>Das Traumschiff</em>&#8220;.</p>
<p><strong>Immer wieder h&ouml;rt man das Argument der Werbefreiheit im Vergleich zu den privaten Programmen.</strong> Erstens stimmt das nur bedingt, da ja auch bei ARD und ZDF anteilig Werbung l&auml;uft, und zweitens hab ich nichts gegen normal dosierte Werbepausen. Ich mu&szlig; zwischendurch ohnehin auf´s Klo oder zum K&uuml;hlschrank und verpasse nichts. Es gibt f&uuml;r mich keine gute Erkl&auml;rung die den angeblichen Bedarf der &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten plausibel begr&uuml;ndet. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und wer in dieser nicht ohne Zwangshilfe &uuml;berlebensf&auml;hig ist, hat dort nichts zu suchen. Die einzig wirkliche Reform w&auml;re die Abschaffung dieser Zwangsgeb&uuml;hr, die teilweise schon an mafi&ouml;se Schutzgelderpressung erinnert.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;   </p>

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		<title>Der Clubhit</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 10:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es war wieder soweit. Der Postbote brachte neue frische Promos ins Haus. Wie immer geht’s zuerst ans Promotext lesen. Da sticht mir wieder eine besondere Formulierung ins Auge: &#8220;Mit dem Clubhit…&#8221; Zum einen finde ich es schon witzig das da anscheinend jemand in die Zukunft blicken kann. Und dann kommen wir zur alles entscheidenden Frage [...]]]></description>
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<p><strong>Es war wieder soweit. Der Postbote brachte neue frische Promos ins Haus.</strong> Wie immer geht’s zuerst ans Promotext lesen. Da sticht mir wieder eine besondere Formulierung ins Auge: &#8220;<em>Mit dem Clubhit…</em>&#8221; Zum einen finde ich es schon witzig das da anscheinend jemand in die Zukunft blicken kann. Und dann kommen wir zur alles entscheidenden Frage – was macht einen Clubhit aus?</p>
<p><strong>Wenn ich von dem ausgehe, was mir in letzter Zeit so als potentieller Clubhit verkauft worden ist, k&ouml;nnte man aus dem was ich da h&ouml;re fast ein Tutorial erstellen.</strong> Demnach sollte ein Clubhit aus folgenden Bestandteilen bestehen. Man nehme einen monoton h&auml;mmernden Beat. Rhythmuswechsel sind aus Gr&uuml;nden der Verunsicherung des tanzw&uuml;tigen Volks unbedingt zu vermeiden. Enorm wichtig ist die erg&auml;nzende Bassline. Bitte auch hier nicht zu viel variieren.</p>
<p><strong>Mit dem Einsatz von klischeebeladenen Samples sollte nicht gespart werden</strong>. Ganz hoch im Kurs liegen hier das b&ouml;se F-Wort, Synonyme f&uuml;r das weibliche Geschlecht, Gewaltexzesse, sowie diverse K&ouml;rperfl&uuml;ssigkeiten, allen voran nat&uuml;rlich &#8220;Bluuuuuut&#8221;. Gesang ist nicht unbedingt von N&ouml;ten. Falls doch, sollte er sp&auml;rlich eingesetzt werden und sich an dieselben Voraussetzungen wie die Samples halten. Au&szlig;erdem sollte er stark verzerrt oder verfremdet sein. Die Melodie sollte einpr&auml;gsam sein und sich mindestens 5-mal wiederholen. Alles in allem solltet ihr f&uuml;r die Erstellung des Tracks nicht l&auml;nger als 30 Minuten brauchen, damit in maximal einer Woche das Album voller Clubhits gepresst werden kann.</p>
<p><strong>Nat&uuml;rlich braucht so ein potentieller Clubhit auch optische Unterst&uuml;tzung.</strong> Wenn Du in Deiner Bekanntschaft ein halbwegs gut aussehendes M&auml;del Dein Eigen nennen kannst, ziehe es aus und lichte es f&uuml;r das Cover ab. Gut kommt dabei nat&uuml;rlich wieder &#8220;Bluuuuuut&#8221;. Das lenkt den H&ouml;rer dann vielleicht auch davon ab mal genauer hinzuh&ouml;ren. Wenn Dein erster Clubhit erfolgreich war, kopiere ihn zehnmal und variiere nur in der Anordnung der Instrumentierung und der Samples. Somit w&auml;re Dein Weg in die Tanztempel dieser Welt geebnet.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Neulich an der Hotline</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/neulich-an-der-hotline/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 10:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Das Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Fast jeder von uns kennt das Problem. Man hat ein technisches Ger&#228;t das nicht mehr so will wie man selbst. Man probiert und probiert und irgendwann hilft nur noch das Grauen an sich – die technische Hotline. Das diese Hotlines noch viel schlechter als ihr Ruf sind (es gibt sicher auch Ausnahmen), durfte ich k&#252;rzlich [...]]]></description>
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<p><strong>Fast jeder von uns kennt das Problem.</strong> Man hat ein technisches Ger&auml;t das nicht mehr so will wie man selbst. Man probiert und probiert und irgendwann hilft nur noch das Grauen an sich – die technische Hotline. Das diese Hotlines noch viel schlechter als ihr Ruf sind (es gibt sicher auch Ausnahmen), durfte ich k&uuml;rzlich wieder sehr eindrucksvoll erfahren.</p>
<p><strong>Ich will nicht bezweifeln das es durchaus Anrufer gibt bei denen die &uuml;blichen &#8220;<em>Haben Sie den Netzstecker eingesteckt?</em>&#8221; Kommentare fruchten.</strong> Was das betrifft haben die Damen und Herren an der Hotline mein tiefstes Mitgef&uuml;hl. Wie schnell man aber unter Umst&auml;nden nicht mehr wei&szlig;, wer jetzt eigentlich das Problem hat, schildere ich im Folgenden.</p>
<p><strong>Ich habe also ein technisches Problem und w&auml;hle die Nummer der Hotline.</strong> Nach der &uuml;blichen Begr&uuml;&szlig;ung geht es ans Eingemachte, dachte ich wenigstens. Doch bevor ich mein Problem schildern kann, ist meine Kundennummer von Interesse. Also auf geht´s. &#8220;<em>Leider kann ich Ihre Kundenummer nicht finden</em>.&#8221; Ok, also nochmal. &#8220;<em>Nein, Kundennummer nicht bekannt. Sind Sie denn schon Kunde bei uns?</em>&#8221; &#8220;<em>Ja, &auml;hm…deswegen rufe ich an.</em>&#8221; Also nochmal ganz langsam die Kundennummer, eine sechsstellige Zahl &uuml;brigens. Nachdem das Ergebnis erneut negativ ist, drehen wir den Spie&szlig; doch mal um. &#8220;<em>Haben Sie die Nummer auch wirklich richtig eingegeben?</em>&#8221; &#8220;<em>Ich werde sie doch nicht dreimal falsch eingeben.</em>&#8221; &#8220;<em>K&ouml;nnen Sie dann eventuell mal nach meinem Namen suchen?</em>&#8221; &#8220;<em>Tut mir leid, das geht momentan in unserem System nicht.</em>&#8221; </p>
<p><strong>Jetzt kommt mir pl&ouml;tzlich eine ganz andere Idee.</strong> &#8220;<em>Gucken Sie mal auf Ihre Tastatur</em>.&#8221; &#8220;<em>Ja?</em>&#8221; &#8220;<em>Haben Sie eventuell die Feststelltaste aktiviert?</em>&#8221; &#8220;<em>Oh. Ja, die leuchtet.</em>&#8221; &#8220;<em>Freut mich das ich Ihnen helfen konnte.</em>&#8221; Ist mein technisches Problem da jetzt angebracht? Ich will ja auch niemanden &uuml;berfordern. Dazu kommt das solche Hotlines ja auch nicht gang g&uuml;nstig sind. Ich sollte mir die entstandenen Kosten zuz&uuml;glich meiner Auskunft von der n&auml;chsten Rechnung abziehen, w&auml;re doch eigentlich gerecht, oder?</p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>

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		</item>
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		<title>Ein Fauxpas jagt den n&#228;chsten</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/ein-fauxpas-jagt-den-nachsten/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 10:46:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Unheilig]]></category>

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Letzte Woche berichtete ich bereits &#252;ber die geballte Kompetenz aus dem Hause ZYX-Music. Die Echos darauf sind noch nicht ganz verklungen, da steht auch schon der n&#228;chste Fauxpas ins Haus. In liebevoller Kleinarbeit haben die Jungs einen Sampler zusammengestellt. Stundenlang gr&#252;belte man wohl &#252;ber einen passenden Titel f&#252;r das neueste Wunderwerk. Und schlie&#223;lich hatte jemand [...]]]></description>
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<p><strong>Letzte Woche berichtete ich bereits &uuml;ber die <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/das-schubladenproblem/">geballte Kompetenz</a> aus dem Hause ZYX-Music.</strong> Die Echos darauf sind noch nicht ganz verklungen, da steht auch schon der n&auml;chste Fauxpas ins Haus. In liebevoller Kleinarbeit haben die Jungs einen Sampler zusammengestellt. Stundenlang gr&uuml;belte man wohl &uuml;ber einen passenden Titel f&uuml;r das neueste Wunderwerk. Und schlie&szlig;lich hatte jemand die genial einfache Idee das ganze treffend &#8220;Electropop Volume 1&#8243; zu taufen.</p>
<p><strong>Nicht das es da bereits eine erfolgreiche Reihe namens &#8220;Electropop&#8221; gibt, die mittlerweile bereits beim 4.Teil angekommen ist.</strong> Wer jetzt kleinlich ist kann nat&uuml;rlich auf die Schreibweise hinweisen. Schlie&szlig;lich nennt sich der bereits 2008 ver&ouml;ffentlichte Sampler &#8220;electropop.1&#8243;. Ich kann mich allerdings des Gef&uuml;hls nicht erwehren, das hier versucht wird auf einen erfolgreichen Zug aufzuspringen. Soviel Ahnungslosigkeit traue ich selbst den Jungs bei ZYX nicht zu.</p>
<p><strong>Seit den Charterfolgen von Oomph!, Unheilig &#038; Co. scheinen  sonst eher in anderen Gefilden beheimatete Label das gro&szlig;e Geld zu wittern.</strong> Falls es doch an der Ahnungslosigkeit liegt &#8211; ein bi&szlig;chen mehr Recherche d&uuml;rfte nicht zuviel verlangt sein. Im Zweifelsfalle gibt es dank Internet genug M&ouml;glichkeiten. Wenn Euch das jedoch zuviel ist, d&uuml;rft ihr auch gerne bei uns nachfragen.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Sommerloch</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/sommerloch/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 08:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Es hat uns wieder eingeholt – das allj&#228;hrliche Sommerloch in den Medien. Ich mu&#223;te heute beim aufschlagen der Tageszeitung zweimal schauen, ob ich nicht vielleicht doch das Boulevardmagazin erwischt habe. Es mu&#223; verdammt schwer sein so viele leere Seiten mit den Top-Themen des Tages zu f&#252;llen. Da h&#228;tten wir zum Beispiel die Frage ob Churchill [...]]]></description>
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<p><strong>Es hat uns wieder eingeholt – das allj&auml;hrliche Sommerloch in den Medien.</strong> Ich mu&szlig;te heute beim aufschlagen der Tageszeitung zweimal schauen, ob ich nicht vielleicht doch das Boulevardmagazin erwischt habe. Es mu&szlig; verdammt schwer sein so viele leere Seiten mit den Top-Themen des Tages zu f&uuml;llen. Da h&auml;tten wir zum Beispiel die Frage ob Churchill vorsetzlich die Existenz von Au&szlig;erirdischen verschwiegen hat. Ich bef&uuml;rchte das selbst die Exhumierung und anschliessende Befragung zu keinem eindeutigen Ergebnis f&uuml;hren w&uuml;rde.</p>
<p><strong>Dann wenden wir uns doch lieber der schrecklichen Erkenntnis zu, das ein nackter Po weniger braun wird.</strong> 98 Nacktsonnende haben daf&uuml;r ihr Hinterteil in der Sonne ger&ouml;stet um diesen Skandal aufzudecken. Danke f&uuml;r diese knallharte Recherche. Was h&auml;tte ich ohne diese Nachricht eigentlich mit dem Tag angefangen? </p>
<p><strong>Und dann noch eine Schreckensnachricht: Ein Pilz aus Europa rafft amerikanische Flederm&auml;use dahin.</strong> Man stellte fest das dieser Pilz durch Touristen eingeschleppt wurde. Wenn diese Nachricht bis ins Weisse Haus vordringt, m&uuml;ssen wir uns wohl auf darauf gefasst machen in die Kategorie &#8220;Schurkenstaat&#8221; eingestuft zu werden. Mindestens aber wird uns Batmans Rache ereilen. Man verstehe mich nicht falsch, nat&uuml;rlich ist Artensterben eine schlimme Sache, aber h&auml;tten wir nicht besagtes Sommerloch w&auml;re diese Mitteilung wohl nicht mal eine Randnotiz wert gewesen. So w&uuml;nsche ich jedem Journalisten das der Sommer schnell vergehen m&ouml;ge und weiterhin fr&ouml;hliches Schlagzeilen basteln.</p>
<p>In diesem Sinne ein sch&ouml;nes Wochenende wo immer ihr seid.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Trends</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 16:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Aus dem gestrigen Artikel entstand eine angeregte Diskussion. Deswegen habe ich mich entschlossen, noch ein paar Worte dazu zu schreiben. Trends gab es und wird es immer geben. Genauso wie es immer Leute geben wird die diesen Trends folgen und Leuten denen Trends scheissegal sind. Ich geh&#246;re zur letzten Kategorie. 
Was ich wirklich schade finde [...]]]></description>
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<p><strong>Aus dem <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/das-schubladenproblem/">gestrigen Artikel</a> entstand eine angeregte Diskussion.</strong> Deswegen habe ich mich entschlossen, noch ein paar Worte dazu zu schreiben. Trends gab es und wird es immer geben. Genauso wie es immer Leute geben wird die diesen Trends folgen und Leuten denen Trends scheissegal sind. Ich geh&ouml;re zur letzten Kategorie. </p>
<p><strong>Was ich wirklich schade finde ist, das viele Labels einfach nur noch dem hinterher hecheln was scheinbar gerade die ganz gro&szlig;e Nummer ist.</strong> Die Devise scheint zu lauten &#8220;Masse statt Klasse&#8221;. Fast niemand hat den Mut neue Trends zu setzen oder neuen Bands eine Chance zu geben. Nun k&ouml;nnte man es sich nat&uuml;rlich einfach machen und sagen das liegt alles an der Krise in  der Musikindustrie. Vielleicht ist aber auch genau das einer von vielen Gr&uuml;nden f&uuml;r die Krise? Wir drehen uns im Kreis. </p>
<p><strong>Man sollte nicht immer mit dem Finger auf den &#8220;b&ouml;sen&#8221; Filesharer zeigen und sich dahinter verstecken, sondern auch in Betracht ziehen das viele potientielle H&ouml;rer genug haben von immer demselben Einheitsbrei.</strong> Es gibt viel mehr als das was uns als das Neueste und Tollste vorgesetzt wird, obwohl es ein lauwarmer Aufgu&szlig; bereits existenter Sachen ist. Nur leider liegt dies h&auml;ufig nicht im hausgemachten Trend der Musikindustrie. Es gibt nat&uuml;rlich auch r&uuml;hmliche Ausnahmen die gegen den Strom schwimmen, ich w&uuml;nschte nur es gebe mehr davon.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Das Schubladenproblem</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 06:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Compilation]]></category>
		<category><![CDATA[EBM]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Der Durchschnittsdeutsche braucht Schubladen – f&#252;r´s Besteck, f&#252;r die Socken und leider auch f&#252;r die Musik. Von diesen Schubladen gibt es mittlerweile eine ganze Menge und meist gibt es mehrere f&#252;r ein und dieselbe Richtung. Wer soll da noch durchsehen? Das diese Verwirrung mittlerweile auch die Musikindustrie erreicht hat, zeigt dieser Tage die Compilation &#8220;Gothic [...]]]></description>
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<p><strong>Der Durchschnittsdeutsche braucht Schubladen – f&uuml;r´s Besteck, f&uuml;r die Socken und leider auch f&uuml;r die Musik.</strong> Von diesen Schubladen gibt es mittlerweile eine ganze Menge und meist gibt es mehrere f&uuml;r ein und dieselbe Richtung. Wer soll da noch durchsehen? Das diese Verwirrung mittlerweile auch die Musikindustrie erreicht hat, zeigt dieser Tage die Compilation &#8220;Gothic Spirits – EBM Edition&#8221; von der mittlerweile der zweite Teil erscheint.</p>
<p><center><img src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2010/08/090204780280-300.jpg" alt="" title="090204780280-300" width="300" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-4196" /></center><br />
<strong><br />
Zun&auml;chst springt einem da das Cover ins Auge.</strong> Glasklar zu erkennen ist der typische EBM-Fan. Zum Fototermin war das Outfit leider in der W&auml;sche, zieht man halt das Cyber-Outfit der kleinen Schwester an. Vielleicht auch nur ein Ausrutscher? Gucken wir uns mal Cover von Teil 2 an.</p>
<p><center><img src="http://www.darkerradio.com/wp-content/uploads/2010/08/025.498.145.jpg" alt="" title="025.498.145" width="300" height="298" class="aligncenter size-full wp-image-4197" /></center></p>
<p><strong>Nun ja, das Auge kauft zwar mit, aber sicher rei&szlig;t die Tracklist alles raus</strong>. Und so befinden sich auf beiden Teilen dann so knallharte EBM-Bands wie The Cr&uuml;xshadows, Metallsp&uuml;rhunde, Megaherz und Eisbrecher. Das fegt den wahren EBM-Fan aus den Sitzen – Jackpot! Ich gebe zu es w&auml;re wohl etwas zuviel verlangt genauer zu recherchieren. Die Zeit dr&auml;ngt und der Rubel muss rollen. </p>
<p><strong>Wenn es schon Schubladen gibt, warum dann ganz offensichtlich etwas in eine packen in die es definitiv nicht reingeh&ouml;rt?</strong> Vorsetzlicher Etikettenschwindel? Ich sage – Skandal!</p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>

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		<title>Die Leiden des Musikkonsumenten</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/die-leiden-des-musikkonsumenten/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 08:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Gothic]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Krise in der Musikbranche scheint einige Plattenlabel zu wahren Verzweiflungstaten zu treiben. Anders kann ich mir so manche Ver&#246;ffentlichung in letzter Zeit nicht erkl&#228;ren. Das mittlerweile die Technoszene, getarnt als &#8220;Industrial-Techno&#8221;, Einzug in die schwarzen Clubs dieses Landes gehalten hat, ist eigentlich schon an der Grenze des Ertr&#228;glichen. Aber es geht durchaus noch schlimmer.
Vor [...]]]></description>
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<p><strong>Die Krise in der Musikbranche scheint einige Plattenlabel zu wahren Verzweiflungstaten zu treiben.</strong> Anders kann ich mir so manche Ver&ouml;ffentlichung in letzter Zeit nicht erkl&auml;ren. Das mittlerweile die Technoszene, getarnt als &#8220;Industrial-Techno&#8221;, Einzug in die schwarzen Clubs dieses Landes gehalten hat, ist eigentlich schon an der Grenze des Ertr&auml;glichen. Aber es geht durchaus noch schlimmer.</p>
<p><strong>Vor kurzem bekam ich die CD &#8220;Gothic Pussy&#8221; von Ext!ze zugeschickt.</strong> Diesen Song hatte ich leider beim H&ouml;ren des Albums verpa&szlig;t, da ich bereits nach 3 Songs genug hatte – also ab in den CD-Player damit. Am Anfang erwartet mich folgendes Sample: &#8220;<em>Wei&szlig;t du neulich, da war ich gerade mit meiner Freundin zugange. Ich sagte zu ihr &#8220;Mann, du hast ja ne Riesenpussy. Mann, du hast ja ne Riesenpussy.&#8221; Und sie sagte &#8220;Warum sagst&#8217;n das zweimal?&#8221; Und ich sagte &#8220;Hab ich gar nicht.&#8221; Verstehst du? Das war nur das Echo&#8221;</em>. Aha, etwas mehr Information als ich mir gew&uuml;nscht h&auml;tte.</p>
<p><strong>Wer jetzt denkt platter geht es nicht, der wird eines besseren belehrt.</strong> Abz&auml;hlreime gehen immer und kommen besonders der vor sich hin pubertierenden Zielgruppe entgegen. Das klingt dann im Falle von Ext!ze so: &#8220;<em>1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, ich will deine Pussy kriegen, 8, 9, 10, 11, 12 und 13, lass mich deine Beine spreizen, 7, 8, 9, 10 und 11, Aphrodite komm&#8217; und helf! Gothic Pussy, Techno Pussy, Disco Pussy, let&#8217;s go party!</em>&#8221; Am Ballermann w&auml;re jetzt die H&ouml;lle los. Immerhin l&auml;&szlig;t sich erkennen das hier jemand schon bis 13 z&auml;hlen kann. Den Rest des &#8220;Textes&#8221; erspare ich Euch an dieser Stelle, besser wirds auf jeden Fall nicht.</p>
<p><strong>Was nun bezweckt man mit solch postpubert&auml;ren Erg&uuml;ssen?</strong> Provokation? Geltungsbed&uuml;rfnis? Nichts davon geht auf. Vielleicht geht man aber auch einfach davon aus,  das die Masse alles schluckt was ihr zum Fra&szlig; vorgeworfen wird.  Darf ich mich an dieser Stelle als Musikkonsument verarscht f&uuml;hlen oder ist das tats&auml;chlich ernst gemeint? </p>
<p>Fortsetzung folgt…</p>

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		<title>Spielst Du meine Band?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 07:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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		<description><![CDATA[
Starten wir in eine neue Woche. Auch diese Woche wird es wieder allerhand Neues an musikalischen Outputs geben. Allerdings ist mittlerweile erschreckend was einem da so alles dargeboten wird.
Rein qualitativ, und das meine ich jetzt von der technischen Seite, kommt vieles nicht &#252;ber Demotape Status hinaus. Fr&#252;her h&#228;tte man sich damit nicht aus dem Keller [...]]]></description>
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<p><strong>Starten wir in eine neue Woche.</strong> Auch diese Woche wird es wieder allerhand Neues an musikalischen Outputs geben. Allerdings ist mittlerweile erschreckend was einem da so alles dargeboten wird.</p>
<p><strong>Rein qualitativ, und das meine ich jetzt von der technischen Seite, kommt vieles nicht &uuml;ber Demotape Status hinaus</strong>. Fr&uuml;her h&auml;tte man sich damit nicht aus dem Keller getraut, aber in Zeiten wo es mittlerweile sogar dort W-LAN gibt, ist es schneller verbreitet als n&ouml;tig. Ich kann die Begeisterung &uuml;ber jeden produktiven Output nachvollziehen, aber meist es wie mit einem guten Wein – lass ihn reifen bevor Du den Korken rausziehst.<br />
<strong><br />
Man will dann nat&uuml;rlich auch das die eigenen Tracks geh&ouml;rt werden, auch da habe ich vollstes Verst&auml;ndnis f&uuml;r.</strong> Also schickt man mal fix eine Mail an darkerradio. Kostprobe gef&auml;llig? &#8220;Was mu&szlig; ich tun damit meine Band bei Euch gespielt wird?&#8221; Sowas verf&uuml;hrt unglaublich zu Antworten wie: &#8220;Als erstes dreh Dich mal im Kreis, dann h&uuml;pf auf einem Bein und wenn Du dann noch kannst mach zehn Liegest&uuml;tze.&#8221; Die L&ouml;sung des Problems ist nat&uuml;rlich durchaus einfacher. Und wer sich an die Regel h&auml;lt &#8220;Denk nach bevor Du schreibst.&#8221; ist schon mal auf einem guten Weg.</p>
<p><strong>Die Tatsache das es viele Newcomer in unsere Playlist schaffen ist der beste Beweis daf&uuml;r das es geht</strong>. Wir haben immer ein offenes Ohr f&uuml;r Euch – na hat´s klick gemacht?</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Sind Sie hier der DJ?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 09:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Ich habe nach dem gestrigen Exkurs in die Clublandschaft beschlossen noch eine Anekdote zum Besten zu geben. Auch wenn ich mich mittlerweile den Mittdrei&#223;igern n&#228;here und so einige graue Haare mein Eigen nennen darf, ber&#252;hren mich f&#246;rmliche Ansprachen eher peinlich. Wobei die folgende Situation gleich doppelt grotesk daher kommt.
Ich stehe also am Mischpult, habe Kopfh&#246;rer [...]]]></description>
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<p><strong>Ich habe nach dem <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/hauptsache-es-rummst-schon/">gestrigen Exkurs</a> in die Clublandschaft beschlossen noch eine Anekdote zum Besten zu geben.</strong> Auch wenn ich mich mittlerweile den Mittdrei&szlig;igern n&auml;here und so einige graue Haare mein Eigen nennen darf, ber&uuml;hren mich f&ouml;rmliche Ansprachen eher peinlich. Wobei die folgende Situation gleich doppelt grotesk daher kommt.</p>
<p><strong>Ich stehe also am Mischpult, habe Kopfh&ouml;rer um den Hals und krame angestrengt in meinem CD-Koffer.</strong> Es n&auml;hert sich ein weibliches Wesen, sch&auml;tzungsweise Anfang 20 und stellt mir folgende Frage: &#8220;Entschuldigen Sie, sind Sie hier der DJ?&#8221; V&ouml;llig perplex antworte ich: &#8220;Nein, der Hausmeister.&#8221; Darauf sie: &#8220;Ok, dann warte ich.&#8221; </p>
<p><strong>In solchen Momenten warte ich dann immer auf das Klingeln des Weckers, aber nichts passiert.</strong> Nun gut, sie wartet noch eine Weile und meint dann: &#8220;Ich komme sp&auml;ter nochmal wieder.&#8221;  Also denke ich der Abend geht weiter wie geplant. Im Gro&szlig;en und Ganzen ist es dann auch so. Die &uuml;bliche W&uuml;nscheflut, der Mittwipper, der Abr&auml;umer und der Mitgr&ouml;hler sind auch wieder da. Alles bestens. </p>
<p><strong>Pl&ouml;tzlich tippt mir jemand auf die Schulter:</strong> &#8220;Hallo Sie?&#8221; Gerade will ich ansetzen und ihr erkl&auml;ren das sie bei mir mit ihren Musikw&uuml;nschen richtig ist, aber bevor ich dazu komme trifft mich folgender Satz: &#8220;K&ouml;nnen Sie mal kommen, die Toilette ist verstopft.&#8221; </p>
<p>In diesem Sinn w&uuml;nsche ich Euch ein sch&ouml;nes Wochenende und viel Spa&szlig; bei Euren Clubbesuchen.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Hauptsache es rummst sch&#246;n</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/hauptsache-es-rummst-schon/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 09:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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Zuerst die schlechte Nachricht: ich darf nicht mehr &#252;ber Bella und Edward schreiben. Jetzt die Gute: ich tue es trotzdem, allerdings nicht in diesem Artikel. Das Leben liefert so viele Vorlagen die es zu verwandeln gilt, wer will da jedesmal &#252;ber glitzernde Bleichgesichter schreiben?
Ich halte mich &#8220;berufsbedingt&#8221; des&#246;fteren in Clubs auf. Da ich meist bis [...]]]></description>
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<p><strong>Zuerst die schlechte Nachricht: ich darf nicht mehr &uuml;ber <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/biss-zum-erbrechen/">Bella und Edward</a> schreiben.</strong> Jetzt die Gute: ich tue es trotzdem, allerdings nicht in diesem Artikel. Das Leben liefert so viele Vorlagen die es zu verwandeln gilt, wer will da jedesmal &uuml;ber glitzernde Bleichgesichter schreiben?</p>
<p><strong>Ich halte mich &#8220;berufsbedingt&#8221; des&ouml;fteren in Clubs auf.</strong> Da ich meist bis zum Schlu&szlig; bleiben &#8220;mu&szlig;&#8221; habe ich viel Zeit f&uuml;r Beobachtungen. Partyvolk ist mitunter schon eine ganz besondere Spezies. Da gibt es den Mitwipper &#8211; steht scheinbar ahnungslos am Tanzfl&auml;chenrand und nickt ab und zu anerkennend. Hin und wieder kann auch schon mal der Fu&szlig; mitwippen wenn der passende Beat l&auml;uft. Alles in allem kannst Du aber spielen was Du willst, er wird Dir nie den Gefallen tun und die magische Grenze zwischen Seitenlinie und Spielfeld &uuml;bertreten. </p>
<p><strong>Dann gibt es da den Abr&auml;umer.</strong> Nimmt alles mit was kracht, ohne R&uuml;cksicht auf Verluste. Tippt sich gerne auch mal auf die Brust um zu zeigen: &#8220;Ich bin hier der Chef&#8221;. Meist ist er auch der, der von den Freunden vorgeschickt wird um sich die passende Mucke zu w&uuml;nschen. &#8220;Ey Du, spiel mal irgendwas von Suicide Commando&#8221;. &#8220;Ja Du, l&auml;uft gerade.&#8221; &#8220;&Auml;h, ja&#8230;dann spiel irgendwas anderes.&#8221; &#8220;Von Suicide Commando?&#8221; &#8220;Puh, ja nee&#8230;Was gibts denn noch so? Hauptsache rummst sch&ouml;n.&#8221; Aha, Hauptsache rummst sch&ouml;n. Kann also auch der Sound eines Autos sein das mit Tempo 130 in die Leitplanken rauscht? Alternativ h&auml;tte ich da noch Onkel Klaus beim Kotelett klopfen oder den Nachbarn beim H&auml;mmern.</p>
<p><strong>Am liebsten ist mir jedoch der Mitgr&ouml;hler.</strong> Man mu&szlig; nicht mal begabt im Lippen lesen sein um festzustellen das diese Sprache bisher nicht erfunden worden ist. Wie gerne w&uuml;rde ich mir dann die &#8220;Erste Hilfe&#8221; Weste &uuml;berziehen und mit dem Booklet Richtung Tanzfl&auml;che st&uuml;rmen um klarzustellen das da niemand &#8220;&Auml;tzibi&#8221; sondern &#8220;Apathy&#8221; singt. Nach zehn Pils w&uuml;rde ich da vielleicht noch Gnade vor Recht ergehen lassen. Aber vielleicht ist es ja auch zuviel verlangt auch noch auf die Texte zu achten, sind ja eh nur schm&uuml;ckendes Beiwerk. Hauptsache es rummst sch&ouml;n.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Biss zum Erbrechen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 08:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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		<description><![CDATA[
Nachdem ich gestern einen musikalischen Teil der dunkelbunten Szene beleuchtet habe, der sich unter falschen Vorzeichen eingemogelt hat, heute mal etwas anderes. Es gibt ja auch genug was wir Alteingesessenen mittlerweile ertragen m&#252;ssen. Und nein &#8211; es folgt kein Gejammer eines ewig Gestrigen. Fortschritt ist toll, so er denn auch als solcher zu erkennen ist.
Eins [...]]]></description>
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<p><strong>Nachdem ich <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/spiel-doch-mal-industrial-ich-will-tanzen/">gestern</a> einen musikalischen Teil der dunkelbunten Szene beleuchtet habe, der sich unter falschen Vorzeichen eingemogelt hat, heute mal etwas anderes.</strong> Es gibt ja auch genug was wir Alteingesessenen mittlerweile ertragen m&uuml;ssen. Und nein &#8211; es folgt kein Gejammer eines ewig Gestrigen. Fortschritt ist toll, so er denn auch als solcher zu erkennen ist.</p>
<p><strong>Eins mu&szlig; ich noch vorausschicken. Ich bin begeisteter Leser von Vampirliteratur.</strong> Wie bei allem ist nat&uuml;rlich auch hier Geschmackssache was einem gef&auml;llt und was nicht. Mir gefallen zum Beispiel die B&uuml;cher von Markus Heitz zu diesem Thema. Da er sich selber in der Gothic-Szene zu Hause f&uuml;hlt, verkn&uuml;pft er dies auch mit seinen B&uuml;chern. Seit einiger Zeit wird man nun vermehrt mit einem Ph&auml;nomen konfrontiert. Der aufmerksame Leser wird schon an dieser Stelle wissen worum es im Folgenden gehen wird &#8211; richtig: Bella und Edward.</p>
<p><strong>Wenn man klischeehaft denkt liegen die Ber&uuml;hrungspunkte von Vampiren und Gothics nat&uuml;rlich nahe &#8211; man liebts dunkel, sieht bleich aus und erschreckt schon mal gerne &auml;ltere Menschen.</strong> Und sonst? Anscheinend reicht das schon damit sich die Twilight-Filme in einschl&auml;gigen Szene-Magazinen wiederfinden. Oberfl&auml;chlich betrachtet mag das ja auch passen, nur was passiert wenn man die vampiralen Elemente von der eigentlichen Story subtrahiert? &Uuml;brig bleiben zwei pubertierende Teenager die sich f&uuml;r einander aufsparen. In Szene gesetzt von einer Autorin die Moralvorstellungen propagiert an denen Oma ihre wahre Freude h&auml;tte.</p>
<p><strong>W&auml;hrend vorrangig Frauen beim Sehen dahinschmelzen und gerne ihren eigenen Edward h&auml;tten, rollen sich mir die Fu&szlig;n&auml;gel hoch.</strong> Soso, Vampire glitzern also in der Sonne. Ist ja auch cooler als gleich zu Staub zu zerfallen, auch der Vampir von heute geht mit der Zeit. Nur nicht wenn es um etwas v&ouml;llig normales geht. Vier lange Teile wird versucht eine Story um die nat&uuml;rlichste Sache der Welt zu stricken. Das ist weder Gothic, noch Punk, noch irgendwas. Fast hat es den Eindruck als w&uuml;rde der momentane Hype genutzt werden um Szenenachwuchs zu rekrutieren. Denkt aber bitte daran das es in den Zelten der Szene-Festivals mitunter hei&szlig; hergehen kann, auch ohne Trauschein. Also nehmt in Zukunft bitte R&uuml;cksicht, wir wollen den Nachwuchs ja nicht gleich wieder verprellen. </p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Spiel doch mal Industrial, ich will tanzen!</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/spiel-doch-mal-industrial-ich-will-tanzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 13:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dies ist der Versuch eine Kategorie auf dieser Page wiederzubeleben. Viel zu lange war es hier ruhig. Einleitend m&#246;chte ich gleich einmal festhalten, das die folgenden &#196;u&#223;erungen ausschliesslich meine pers&#246;nliche Meinung darstellen und diese sich nicht mit der gesamtem darkerradio-Crew decken m&#252;ssen. Wer sich also pers&#246;nlich zu Drohbriefen, Lobhuldigungen und Heiratsantr&#228;gen verpflichtet f&#252;hlt, m&#246;ge sich [...]]]></description>
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<p><strong>Dies ist der Versuch eine Kategorie auf dieser Page wiederzubeleben.</strong> Viel zu lange war es hier ruhig. Einleitend m&ouml;chte ich gleich einmal festhalten, das die folgenden &Auml;u&szlig;erungen ausschliesslich meine pers&ouml;nliche Meinung darstellen und diese sich nicht mit der gesamtem darkerradio-Crew decken m&uuml;ssen. Wer sich also pers&ouml;nlich zu Drohbriefen, Lobhuldigungen und Heiratsantr&auml;gen verpflichtet f&uuml;hlt, m&ouml;ge sich bitte direkt an mich wenden.</p>
<p><strong>Und nat&uuml;rlich geht es im Anschluss um Musik, worum auch sonst?</strong> Dies ist schlie&szlig;lich ein Radio. Und da bleibt es selbstverst&auml;ndlich nicht aus, das man mit allerlei &#8220;Musik&#8221; versorgt wird. Nat&uuml;rlich geh&ouml;rt zu jeder Ver&ouml;ffentlichung auch ein gescheiter Promotext. Ein ums andere Mal denke ich beim Lesen solcher Texte: &#8220;Verdammt mu&szlig; das geil sein!&#8221; und kanns kaum noch erwarten das gute St&uuml;ck probezuh&ouml;ren. Viel zu oft h&auml;tte ich es lieber gelassen und mir in weiser Voraussicht einen Eimer neben den Tisch gestellt. Ob auch jemand vorher liest was da verschickt wird? Mit &#8220;klingt wie&#8221; oder &#8220;Einfl&uuml;sse von&#8221; kann ich ja noch leben, aber mit vorsetzlich falschen Genreangaben zu kokettieren hat schon was von Etikettenschwindel.</p>
<p><strong>Mein Lieblingsthema ist dabei das sogenannte &#8220;Industrial-Techno&#8221; oder auch &#8220;Cyber-Industrial&#8221; Genre.</strong> Warum zum Teufel schreibt niemand ehrlich &#8220;Hardcore-Techno&#8221;? Denn nichts anderes ist gemeint. Der fast schon inflation&auml;r ausgebeutete Begriff &#8220;Industrial&#8221; ist mittlerweile ja eh schon fast zu einem Schimpfwort verkommen &#8211; Stichwort &#8220;Industrial Dance&#8221;. Warum nennt man das so, wenn man nicht mal zu den einzig legitimen Industrial-Arten tanzt? M&uuml;&szlig;te es richtigerweise dann nicht schlicht und einfach &#8220;Techno Dance&#8221; hei&szlig;en? Wobei, was macht der Begriff &#8220;tanzen&#8221; dabei? Als ich das erste Mal bei einer Band zwei Typen auf der B&uuml;hne sah, die diese Form der Bewegung fabrizierten dachte ich noch: &#8220;Nanu, was machen die beiden Fluglotsen da? Und wo will das Ding hier landen?&#8221;. Bis jemand den Satz fallen lies &#8220;Danke an unsere T&auml;nzer.&#8221; Puh, nochmal Gl&uuml;ck gehabt. Kein Airbus im Anflug.</p>
<p><strong>Es gibt ja Gegenden in denen mehr Fluglotsen anwesend sind als Flugzeuge.</strong> Ich mu&szlig; dabei immer an Dirty Dancing denken. &#8220;Das ist mein Tanzbereich und das ist Deiner. Du kommst nicht in meinen und ich nicht in Deinen.&#8221; Nun gut, selbst bei gro&szlig;z&uuml;gig bemessener Tanzfl&auml;che d&uuml;rften demnach maximal f&uuml;nf &#8220;T&auml;nzer&#8221; bis zur &Uuml;berf&uuml;llung des Luft- &#8230;&auml;h&#8230; Tanzraumes anwesend sein. Deswegen passen wahrscheinlich auch nie mehr als drei auf eine B&uuml;hne. Irgendwo mu&szlig; die Band ja noch spielen. Zur Not k&ouml;nnte man noch einen direkt neben dem Schlagzeug platzieren und w&uuml;rde den Drummer sparen. </p>
<p><strong>Mir als Gast kommt da die Galle hoch.</strong> Ich bezahle schliesslich f&uuml;r die Band und nicht daf&uuml;r das Mama, Papa und der Rest der buckligen Verwandschaft auch mal sehen kann das das liebe Kind in der Freizeit keinen Bl&ouml;dsinn macht &#8211; rein subjektiv versteht sich nat&uuml;rlich. Und wenn das n&auml;chste Mal jemand zu mir kommt und sagt &#8220;Spiel doch mal Industrial, ich will tanzen.&#8221;, dann tue ich das auch. Ob man den Verkehr auch nach Ministry und Co. regeln kann m&uuml;&szlig;t ihr dann entscheiden. </p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>

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		<title>Musikbusiness, oder: wo waren wir stehen geblieben?</title>
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		<pubDate>Sun, 11 May 2008 10:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[ASP]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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(Ein Text von Pee Wee Vignold)
Irgendwann Ende 1997 habe ich einen alten Freund besucht, mit dem ich zusammen in der Oberstufe war. Er war damals schon &#8211; und ist es heute noch &#8211; ein ziemlicher Nerd, der w&#228;hrend alle anderen noch auf dem Amiga 500 spielten, schon mit einem Amiga 2000  und einem 300 [...]]]></description>
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<p>(<a href="http://derschmalegrat.blogspot.com/2008/05/musikbusiness-oder-wo-waren-wir-stehen.html">Ein Text von Pee Wee Vignold</a>)</p>
<p><strong>Irgendwann Ende 1997</strong> habe ich einen alten Freund besucht, mit dem ich zusammen in der Oberstufe war. Er war damals schon &#8211; und ist es heute noch &#8211; ein ziemlicher Nerd, der w&auml;hrend alle anderen noch auf dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amiga_500">Amiga 500</a> spielten, schon mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amiga_2000">Amiga 2000 </a> und einem <a href="http://archiv.chip.de/news/CHIP-vor-25-Jahren-Hayes-liefert-nobr-300-Baud-Modem-_nobr_archiv_17197163.html">300 Baud</a> <a href="http://www.c64-wiki.de/index.php/Akustikkoppler">Akustikkoppler</a> in dem herumsurfte, was Jahre sp&auml;ter erst das Internet werden sollte. Er erz&auml;hlte mir, dass er schon lange keine CDs mehr brennt, das neue Ding sei jetzt MP3. Damit kriegt man die Musik auf den CDs so klein, dass man einen Song bei guter Bandbreite bequem in einer halben Stunde bis Stunde durch die Telefonleitung saugen kann.</p>
<p><strong>Ich hab das damals</strong> f&uuml;r eine ziemliche Freaknummer gehalten. Erstens wurde Internet damals im Minutentakt abgerechnet und war nicht billig &#8211; bei exzessivem Surfen sind gerne schon mal 300 Mark auf die Telefonrechnung obendrauf gekommen. Und zweitens: wieso um alles in der Welt sollte ich Musik auf meinem Computer h&ouml;ren wollen?</p>
<p><em>Andererseits: er hatte den Akustikkoppler.</em></p>
<p><strong>2008: heute</strong></p>
<p><strong>Die Musikindustrie gleicht einem Tr&uuml;mmerfeld.</strong> Die letzten Jahre waren gezeichnet von einbrechenden Verkaufszahlen, kleine wie gro&szlig;e Labels wurden verschlankt oder geschlossen und reihenweise gute Leute entlassen, nicht so erfolgreiche Bands wurden gedroppt und immer mehr etablierte Acts haben die Obhut der Majors verlassen und bei Indies Unterschlupf gesucht. Die Charts sind vollgestopft mit seelenlosen Industrieprodukten, zwischen denen sich einige wenige echte K&uuml;nstler tapfer schlagen, der Rest ist Routine. Aber richtig viel verkaufen sie alle nicht mehr. Im Gegenteil.</p>
<p><strong>Hinter den Kulissen</strong> herrscht permanente Katerstimmung. Die Promotionetats sind l&auml;ngst nicht mehr, was sie mal waren. Die G&uuml;rtel sind so eng geschnallt, wie es gerade geht. Wo fr&uuml;her einem B&uuml;ndel Musikjournalisten mitunter mehrt&auml;gige Auslandsaufenthalte komplettfinanziert wurden, um &uuml;ber zweitklassige Bands zu berichten, die am Ende keine 5.000 Einheiten ihres Albums verkauft haben, muss heute eine gebrannte CD und eine halbe Stunde Telefon-Interview ausreichen, um sich von der Einzigartigkeit eines Newcomers zu &uuml;berzeugen. Musik spielt halt nicht mehr so viel ein wir fr&uuml;her, da darf das Ganze auch nicht mehr so viel kosten.</p>
<p><strong>Schuld an allem</strong>, so sagt man, sind die Filesharer. Seitdem zivilisierte Gegenden &uuml;ber fl&auml;chendeckendes Internet mit hoher Bandbreite und Flatrate-Tarifen verf&uuml;gen, ist das Datentransferaufkommen &uuml;bers Internet explodiert. Seitdem wird soviel kopiert wie nie zuvor, haupts&auml;chlich Filme, Fernsehserien Software und nat&uuml;rlich Musik. Wer heutzutage ein Album auf CD ver&ouml;ffentlicht, kann sich heutzutage sicher sein, <a href="http://www.google.com/custom?q=intitle:index.of+%2B+mp3+%2B+%22advance%22+-html+-htm+-php+-txt+-pl&amp;hl=de&amp;cof=&amp;start=20&amp;sa=N">es Wochen vor Ver&ouml;ffentlichung im Internet zu finden</a>. Und selbst wenn ein Label es erfolgreich schafft, das neue Album eines seiner K&uuml;nstler unter hohem finanziellen Aufwand bis zur Ver&ouml;ffentlichung vor einem Leak zu sch&uuml;tzen, ist es sp&auml;testens ab dem Tag der Ver&ouml;ffentlichung auf allen g&auml;ngigen Webseiten zu finden, und von diesem Moment an f&uuml;r jeden, den es interessiert, kostenlos verf&uuml;gbar. Das Ganze ist mittlerweile so selbstverst&auml;ndlich und allt&auml;glich, dass es l&auml;cherlich ist, hier so zu tun, als m&uuml;sste man es noch jemandem erkl&auml;ren.</p>
<p><strong>Dennoch scheint es eine Menge Leute zu geben</strong>, die das immer noch verwundert, wenn eine Platte vorzeitig im Internet erscheint, jedes Mal aufs Neue, und die meisten von ihnen arbeiten bei Plattenfirmen. Diese arbeiten bei ihren Ver&ouml;ffentlichungen seit jeher mit langen Vorlaufzeiten. Wenn ein Album fertiggestellt ist, dann braucht das Label manchmal bis zu einem halben Jahr oder l&auml;nger, um die Ver&ouml;ffentlichung vorzubereiten und das Album fl&auml;chendeckend zu promoten. Schlie&szlig;lich will das Label, dass m&ouml;glichst viele Leute in den Laden rennen, um das neue Album von K&uuml;nstler X zu kaufen. Und am besten sollen sie alle das Album direkt in der ersten Woche kaufen, damit es auf einem m&ouml;glichst guten Platz in die Charts einsteigt und man beim n&auml;chsten Album damit prahlen kann, dass das letzte ja schon so gut war, und das neue demnach auch.</p>
<p><strong>Um ein Album im Vorfeld zu promoten</strong>, ist es aber nach wie vor unerl&auml;sslich, dass Leute es vor Ver&ouml;ffentlichung h&ouml;ren k&ouml;nnen, damit sie dar&uuml;ber berichten. Man kann daf&uuml;r Listening Sessions mit l&auml;cherlichen Sicherheitsvorkehrungen veranstalten, die ins Geld gehen und f&uuml;r die Journalisten suboptimal sind, weil sie die Platte meistens nur ein- bis zweimal und nicht in ihrer gewohnten H&ouml;rumgebung h&ouml;ren k&ouml;nnen.<br />
Oder man entscheidet sich f&uuml;r die billigere Variante und l&auml;sst einen Stapel Promo-CDs anfertigen, und auf diese Art ist ein Album dann bereits lange vor seiner Ver&ouml;ffentlichung legal im Umlauf &#8211; nicht selten in St&uuml;ckzahlen im Hunderterbereich.</p>
<p><strong>Nat&uuml;rlich landen</strong> die alle bei vertrauensw&uuml;rdigen Menschen. Aber von dem Moment an, in dem die CD das Mastering-Studio verl&auml;sst, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie irgendwo im Internet auftaucht. Wie das passieren kann, ist mittlerweile fast egal. Denn Tatsache ist: es passiert. T&auml;glich. St&uuml;ndlich. Immer wieder. Und es h&ouml;rt nicht mehr auf.</p>
<p><strong>Vielmehr geht der Trend derzeit sogar dahin</strong>, dass auf Filesharing-Seiten Torrents von Alben &ndash; <a href="http://thepiratebay.org/search/FLAC/0/99/0">aktuelle ebenso wie Back-Katalog</a> &ndash; in h&ouml;herer Qualit&auml;t online gestellt werden, als man sie beispielsweise im iTunes Music Store oder bei Musicload kriegt. Alleine diese Tatsache zeigt, dass Filesharing mittlerweile eine feste, nie mehr wegzudiskutierende Gr&ouml;&szlig;e geworden ist und eine unaufhaltsame Eigendynamik entwickelt hat.</p>
<p><strong>Es ist m&uuml;&szlig;ig</strong>, &uuml;ber das wirtschaftliche und moralische Pro und Contra von Filesharing zu diskutieren. Alle wissen, dass es eigentlich nicht richtig ist. Die Labels bleiben auf ihren CDs sitzen, die Bands kriegen keine Kohle rein, und so weiter. Wer hart an einem Album gearbeitet hat, der kotzt berechtigterweise, wenn er sieht, dass es tausende von Leuten aus dem Netz gesaugt haben, ohne daf&uuml;r zu bezahlen. Und er flucht auf die Leute, die keine echten Fans sein k&ouml;nnen, denn echte Fans klauen nicht.<br />
Genauso kotzt das Label berechtigterweise, wenn es viel Geld in den Aufbau des K&uuml;nstlers, die Produktion des Albums und die daranh&auml;ngenden Marketingma&szlig;nahmen gepumpt hat, um in der ersten Verkaufswoche eine gute Quote zu schie&szlig;en, und das Album dann vier Wochen vor Ver&ouml;ffentlichung schon auf den Russenseiten zu finden ist. Und verflucht jeden einzelnen, der sich die Platte dort herunterl&auml;dt.</p>
<p><strong>Doch es sind</strong> ja nun normalerweise nicht irgendwelche Leute, die sich wahllos irgendwelche Alben von irgendwelchen Bands herunterladen. Es sind &uuml;blicherweise schon Fans der Band, von der sie ein Album herunterladen, und Fans sind f&uuml;r eins bekannt: sie k&ouml;nnen nicht warten. Solange es Musik gibt, gibt es Leute, die es nicht erwarten k&ouml;nnen, sie zu h&ouml;ren. Jeder mit ein bisschen Herz und Musikgeschmack wei&szlig;, wie das ist. Und da muss man schon sehr starken Prinzipien unterliegen, um nicht schwach zu werden, wenn man das neue Album doch unbedingt am liebsten sofort h&ouml;ren will, und ist es da auf der Russenseite f&uuml;r umme, w&auml;hrend man sich auf legalem Wege nur ein paar Songs bei MySpace streamen lassen kann. Und da liegt das eigentliche Problem.</p>
<p><strong>M&ouml;glicherweise w&uuml;rden viele der Leute</strong>, die sich ein Album vor Release saugen, das Album kaufen, wenn sie es in vern&uuml;nftiger Form zu einem vertretbaren Preis kaufen k&ouml;nnten. Aber sie k&ouml;nnen es nicht. Weder digital, noch auf CD, denn sonst w&auml;re es nicht vor Release. Stattdessen m&uuml;ssen sie warten, oder sie klicken zweimal und warten zehn Minuten.<br />
Was manche Labels immer noch nicht begreifen ist, dass ihre starren Releasetermine und das Internet nicht zusammenpassen. Nat&uuml;rlich braucht es Zeit, eine Ver&ouml;ffentlichung vorzubereiten. Aber es macht keinen Sinn, ein Album noch einen Monat lang wie ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis zu behandeln, wenn vier Wochen vor der geplanten Enth&uuml;llung schon alle dar&uuml;ber reden, die Songs bei Last.fm in den Playlists rotieren und die Fans der Band bei MySpace zu ihrem gelungenen neuen Werk gratulieren.</p>
<p><strong>Und selbst wenn ich mir in Deutschland</strong> ein Album legal digital kaufe, was kriege ich dann? Ich kriege kopiergesch&uuml;tzte Musik, Windows Media oder Apple MP4, aber nur in den allerseltensten F&auml;llen etwas, was der MP3-Player in meinem Auto abspielt. Gut, Musicload hat inzwischen au&szlig;er WMA auch einige Alben als DRM-freies 256kbit/s MP3 im Angebot, aber die Auswahl h&auml;lt sich noch mehr als in Grenzen. Auch iTunes <a href="http://www.golem.de/0705/52557.html">verkauft</a> mittlerweile DRM-freie Files, diese sind jedoch teurer, und es sind keine MP3s, sondern AAC-codierte Files.Ein bestimmtes Album hierzulande legal als DRM-freies MP3 in akzeptabler Bitrate zu kriegen, ist also in vielen F&auml;llen nach wie vor ein Ding der Unm&ouml;glichkeit &ndash; von noch-Exotenformaten wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Free_Lossless_Audio_Codec">FLAC Lossless</a> fange ich gar nicht erst an, da ich selbst noch nicht so weit aufger&uuml;ckt bin, aber mir ist durchaus bewusst, dass immer mehr darauf schw&ouml;ren.</p>
<p><strong>Die Labels bieten mir Musik zum Kauf an</strong>, aber nicht in dem Format, in dem ich es gerne h&auml;tte. Zugegeben, die DRM-Geschichte geht langsam aber sicher ihrem Ende entgegen und digitale Musikshops erfreuen sich trotz allgemein fallender Musikverk&auml;ufe <a href="http://arstechnica.com/articles/culture/state-of-digital-music-2007.ars">allergr&ouml;&szlig;ter und stetig weiter wachsender Beliebtheit</a>. Aber wenn ich legale MP3s von einem Album haben will, muss ich sie immer noch selbst anfertigen. Warum?</p>
<p><strong>W&auml;hrend sich alle fragen</strong>, was man tun kann, damit die Bands wieder mehr CDs verkaufen, ist ihr v&ouml;llig entgangen, dass eine neue Generation von Musikh&ouml;rern herangewachsen ist, die gar keine CDs mehr will. Wer viel am Rechner sitzt, h&ouml;rt oft auch viel Musik am Rechner, und besitzt m&ouml;glicherweise gar keine klassische Stereoanlage mehr, sondern nur noch einen MP3-Player oder vielleicht sogar einen iPod. CDs verkommen f&uuml;r diese H&ouml;rerschicht zu einem reinen Transportmedium. Diese Leute scheren sich nicht gro&szlig; um Digipaks und Limited Editions. Sie w&auml;ren viel gl&uuml;cklicher, wenn sie irgendwo MP3s von den Songs kaufen k&ouml;nnen, in deren ID3-Tags Albumcover und Songtexte eingebettet sind, die sie sich dann auf dem Bildschirm ihres Players anzeigen lassen k&ouml;nnen. Der Bedarf nach DRM-freien MP3s wurde jahrelang von den Labels geflissentlich ignoriert. Stattdessen schimpfte man auf Musikpiraten, die alles klauen. Und <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20060424-6662.html">verklagte</a>. Dabei lassen sie jedoch v&ouml;llig au&szlig;er Acht, dass sie das Produkt in der Form, wie es geklaut wird, gar nicht im Angebot haben, sondern nur etwas, was so &auml;hnlich ist, aber nur begrenzt und nicht &uuml;berall abspielbar. Das ist ungef&auml;hr so, wie wenn ich mir einen Benz kaufen will, stattdessen kriege ich aber nur einen Skoda, dessen Papiere ich nicht verzocken darf oder einen Hummer im Digipak, den ich erstmal stadttauglich machen muss. Beides nicht das, was ich will.</p>
<p><strong>Mit der Art</strong>, wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TJ5iHaV0dP4">Trent Reznor</a> das neue <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nine_inch_nails">Nine Inch Nails</a> Album <a href="http://theslip.nin.com/">&#8220;The Slip&#8221;</a> <a href="http://www.welt.de/kultur/article1973485/Auch_Nine_Inch_Nails_gibt_es_jetzt_kostenlos_.html">ver&ouml;ffentlicht hat</a>, hat er bewiesen, dass er mehr von der Realit&auml;t begriffen hat als die meisten seiner Mitbewerber. Statt ein Geheimnis um das Album zu machen, es nur ein paar Presseleuten vorzuspielen und das langerwartete Werk dann endlich in dem Monat, in dem auch die ganzen Storys und Rezensionen in den Magazinen erscheinen und die Vorabsingle erfolgreich in den Charts klebt, mit einem Knall zu ver&ouml;ffentlichen, verschenkt er es auf seiner Website in allen relevanten <a href="http://dl.nin.com/theslip/signup">DRM-freien Formaten</a>, eins davon sogar h&ouml;her aufgel&ouml;st als die CD selbst. Wer das Album dann trotzdem auf CD oder Vinyl haben will, kann es im Juli kaufen, sagt er, aber das ist jetzt erstmal f&uuml;r lau.</p>
<p><strong>Damit sieht er ein paar Realit&auml;ten ins Auge</strong>, vor denen sich andere bis jetzt erfolgreich dr&uuml;cken. Zum einen hat er den Promotionzirkus, der gegenw&auml;rtig um neue Ver&ouml;ffentlichungen betrieben wird, damit quasi auf den Nullpunkt zur&uuml;ckbef&ouml;rdert. Was die Musikmagazine in Print und Internet angeht, die m&uuml;ssen reinhauen, um nicht die letzten zu sein, die dar&uuml;ber berichten, <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/7384324.stm">und</a> <a href="http://www.nytimes.com/2008/05/06/arts/music/05cnd-nine.html?_r=2&amp;ref=music&amp;oref=slogin&amp;oref=slogin">die</a> Story <a href="http://www.latimes.com/entertainment/la-et-nin7-2008may07,0,3521678.story">schreibt</a> <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/goingson/2008/05/after-abby.html">sich</a> <a href="http://www.chicagotribune.com/features/lifestyle/chi-nin-review-0507may07,0,6666568.story">von</a> <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3904&amp;Alias=wzo&amp;cob=344328">selbst</a>, ohne das Trent auch nur ein Interview daf&uuml;r geben oder irgendein Label eine Anzeige oder einen Banner bezahlen musste. Damit hat er bezahlte Promotion, wie sie den derzeitigen Musikmarkt bestimmt, als l&auml;cherlich und unglaubw&uuml;rdig entlarvt. Denn wenn etwas wirklich spektakul&auml;r ist, dann werden schon alle von alleine dar&uuml;ber berichten.</p>
<p><strong>Zum anderen begegnet er der Tatsache</strong>, das jedes Album &uuml;ber kurz oder lang, meistens aber &uuml;ber kurz, im Internet landet, mit zwei messingharten Eiern statt mit Wut und Panik. Er wei&szlig;, dass er es nicht verhindern kann. Also macht er sich den Umstand zunutze, und verschiebt den Schockmoment, der den Fan in die Euphorie treibt: statt einer Ank&uuml;ndigung, dass in zwei Monaten ein neues Album kommt, kommt auf einmal ein neues Album, dass man sofort h&ouml;ren und in zwei Monaten auch auf CD kaufen kann. Und nach seinem j&uuml;ngsten <a href="http://blog.wired.com/music/2008/03/nine-inch-nai-2.html">Erfolg</a> mit <a href="http://ghosts.nin.com/">&#8220;Ghosts I-IV&#8221;</a> kann man wohl davon ausgehen, dass auch &#8220;The Slip&#8221; in der ersten Woche der CD-Ver&ouml;ffentlichung einen runden Batzen Geld einspielen wird, den Reznor wiederum mit keinem Label teilen muss.</p>
<p><strong>Dabei hat er eigentlich nicht viel anders gemacht</strong>, als es die anderen Kinder tun. Er hat angek&uuml;ndigt, dass es ein neues Album geben wird, und stellt dieses dann in die L&auml;den. Nur, dass er in den zwei Monaten zwischen Ank&uuml;ndigung und Release die Platte nicht unn&ouml;tig zum Staatsgeheimnis hochstilisiert, sondern in der Zeit die Platte f&uuml;r sich arbeiten l&auml;sst und darauf vertraut, dass Freunde sie ihren Freunden vorspielen, ihnen Kopien ziehen, und alle zusammen zu den Konzerten kommen.</p>
<p><strong>Nat&uuml;rlich</strong>, das h&auml;tte alles nur halb so gut bis gar nicht geklappt, wenn es sich dabei nicht um Nine Inch Nails, sondern um eine andere, weniger bedeutende Band gehandelt h&auml;tte. Oder anders gesagt: um mit so einem Stunt durchzukommen, muss man Fans haben wie Trent Reznor. Und Trent verarscht seine Fans nicht. Die wissen das, und sie <a href="http://digg.com/music/NIN_Gives_Away_New_Full_Length_Album_the_slip">lieben ihn daf&uuml;r</a>, weil er ihnen das entgegen bringt, was ihnen der Gro&szlig;teil der Musikindustrie verwehrt: Respekt. Sie wissen, das Nine Inch Nails niemals ein Album ein halbes Jahr nach Ver&ouml;ffentlichung mit drei Bonus-Tracks und anderer Verpackung wiederver&ouml;ffentlichen w&uuml;rden. Und so weiter.</p>
<p><strong>Die Frage, die sich stellt</strong>, muss daher lauten, wie man sich all dieses Wissen zu Nutze machen kann, um als Band ohne weltweite Fanbase am Leben zu bleiben. Denn so sehr es Trent Reznor ehrt, dass er diesen wichtigen Schritt in die Zukunft gewagt hat: er kann es sich leisten, und wer, wenn nicht er, h&auml;tte es auch sonst tun sollen. Aber so ziemlich jede mittelst&auml;ndische Band d&uuml;rfte enorme Probleme damit haben, ein anst&auml;ndig produziertes Album vorzufinanzieren, um es dann zu verschenken. Andererseits haben auch diese Bands das Problem, dass ihre Musik bei entsprechendem Bekanntheitsgrad (der vom Label in der Regel aktiv gef&ouml;rdert wird) im Internet auftaucht &#8211; und wenn nicht, sollten sie sich wirklich fragen wieso nicht. Auch sie m&uuml;ssen sich mit dieser neuen Realit&auml;t abfinden und eine Strategie entwickeln, wie sie das Unvermeidliche zu ihrem Vorteil nutzen k&ouml;nnen. Und da ist im Moment Eigenverantwortung angesagt. Mit Sicherheit kann man sagen: Wenn eine Band ihre Fans gut behandelt, wird sie Platten verkaufen. Wieviele Platten sie verkauft, das ist davon abh&auml;ngig, wieviele Fans sie f&uuml;r sich gewinnen kann. Und von daher sollte einer Band bei der Gewinnung neuer Fans jedes Mittel recht sein. MySpace, YouTube, iLike, Last.fm und wie sie nicht alle heissen, sind exzellente Werkzeuge, wenn man seine Songs unters Volk bringen will. Man darf nur nicht glauben, dass es gen&uuml;gt, sich eine MySpace Seite bauen zu lassen, und der Rest kommt dann schon von alleine. Und &uuml;ber allem darf man eins nie vergessen: gute Songs sind immer hilfreich!</p>
<p><a href="http://derschmalegrat.blogspot.com/2008/05/musikbusiness-oder-wo-waren-wir-stehen.html">Wird fortgesetzt&#8230;</a></p>
<p><small>(Der Text steht unter einer<br />
Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 2.0 DE</a> Lizenz)</small></p>

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		<title>Zu kurz gedacht?</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/zu-kurz-gedacht/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 15:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
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		<category><![CDATA[Veröffentlichung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Trent Reznor scheint entt&#228;uscht &#8211; zumindest, wenn ich einschl&#228;gige Kommentare zur Ver&#246;ffentlichung der Downloadzahlen des Saul Williams-Albums &#8220;The Inevitable Rise And Liberation Of Niggy Tardust&#8221; lese. Allerdings finde ich, da wird einfach nicht weitergedacht&#8230;
Schau ich mir nur die nackten (ver&#246;ffentlichten) Zahlen an, dann wirken die auf mich alles andere als negativ. 18,3% der Fans oder [...]]]></description>
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<p><strong>Trent Reznor scheint entt&auml;uscht</strong> &#8211; zumindest, wenn ich einschl&auml;gige Kommentare zur Ver&ouml;ffentlichung der Downloadzahlen des Saul Williams-Albums <em>&#8220;The Inevitable Rise And Liberation Of Niggy Tardust&#8221;</em> lese. Allerdings finde ich, da wird einfach nicht weitergedacht&#8230;</p>
<p><strong>Schau ich mir nur die nackten</strong> (ver&ouml;ffentlichten) Zahlen an, dann wirken die auf mich alles andere als negativ. 18,3% der Fans oder auch 28.322 Menschen bezahlten f&uuml;nf US-Dollar, um das Album als hochwertigen MP3- oder verlustfreien FLAC-Download zu bekommen. Und f&uuml;r viele Schreiber war scheinbar an der Stelle das Glas halbleer&#8230;</p>
<p><strong>Doch stell ich die 33.897 verkauften Einheiten</strong> des 2005 erschienenen Albums des K&uuml;nstler dagegen, dann sind absolut gesehen grad mal rund 5000 Alben weniger verkauft worden. Allerdings d&uuml;rften sich dort die Einnahmen nach Abzug aller Vertriebs- und Labelkosten auf ca. 1 Dollar pro Einheit bewegt haben. Und nun frag ich &#8211; das soll schlecht sein?</p>
<p><strong>Nat&uuml;rlich ber&uuml;cksichtigt dies nicht</strong>, da&szlig; ja auch f&uuml;r das neue Album Kosten f&uuml;r <em>&#8220;&#8230;ein erstklassiges Team samt Studio, &#8230;die Musiker, einen alten Verlagsvertrag, Sample-Freigaben und die &Uuml;bertragungskosten&#8230;&#8221;</em> angefallen sind. Leider werden die nicht konkret beziffert, aber ein reines Nullsummenspiel wird es am Ende nicht gewesen sein. Vor allem nicht, da meines Erachtens Rap eh auf einem absteigenden Ast sitzt und viele mit dieser Art von Musik einfach nichts anfangen k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Und eben erstmal den kostenfreien Download nutzten</strong>, um zu schauen, was ihr Held Trent Reznor denn da produziert hat. Und das waren dann nochmal rund 130.000 interessierte Menschen. Und jetzt m&ouml;ge mir einer doch erz&auml;hlen, da&szlig; von diesen nicht der Eine oder die Andere erst durch diesen Download &uuml;berhaupt auf Saul Williams aufmerksam wurde und sich jetzt nach anderen M&ouml;glichkeiten umschaut, f&uuml;r ihn Geld loszuwerden.</p>
<p><strong>Daraus zu schlu&szlig;folgern</strong>, da&szlig; dies kein Konzept auch f&uuml;r eher unbekannte Bands w&auml;re, finde ich zu kurz gedacht, an der Wirklichkeit vorbei und typisch f&uuml;r eine BWL-gequ&auml;lte Gesellschaft. Ich w&uuml;rde es langfristig als gelungen betrachten und trink dann das halbvolle Glas noch mit aus.</p>
<p><em>Mehr dazu unter anderem</em> <a href="http://www.laut.de/vorlaut/news/2008/01/04/17552/index.htm"><em>bei laut.de</em></a></p>

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		<title>Das Jahr, als die Musikindustrie starb</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/das-jahr-als-die-musikindustrie-starb/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 06:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[ASP]]></category>
		<category><![CDATA[Bandsupport]]></category>
		<category><![CDATA[Indie]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichung]]></category>

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Wenn das so weitergeht, wie bisher, dann k&#246;nnte das Jahr 2007 tats&#228;chlich in die Geschichte eingehen. Immer mehr Bands und K&#252;nstler verschenken einfach ihre neuesten Alben (The Crimea, Prince) oder lassen die Fans entscheiden, wieviel sie zahlen m&#246;chten (Radiohead).
Das ist jetzt , 8 Jahre nach Napster, nicht wirklich revolution&#228;r. Beachtlich allerdings, da&#223; mittlerweile immer mehr [...]]]></description>
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<p><strong></p>
<p>Wenn das so weitergeht</strong>, wie bisher, dann k&ouml;nnte das Jahr 2007 tats&auml;chlich in die Geschichte eingehen. Immer mehr Bands und K&uuml;nstler verschenken einfach ihre neuesten Alben (<a href="http://www.darkerradio.com/bandsupport/the-crimea-secrets-of-the-witching-hour/">The Crimea</a>, Prince) oder lassen die Fans entscheiden, wieviel sie zahlen m&ouml;chten (<a href="http://www.darkerradio.com/news/radiohead-in-rainbows/">Radiohead</a>).</p>
<p><strong>Das ist jetzt</strong> , 8 Jahre nach Napster, nicht wirklich revolution&auml;r. Beachtlich allerdings, da&szlig; mittlerweile immer mehr &#8211; auch etablierte &#8211; Bands auf diesen Zug aufspringen und scheinbar die Zeichen der Zeit erkannt haben. Denn um heutzutage zumindest erstmal Aufmerksamkeit zu bekommen, bedarf es keinem millionenschweren Werbebudget eines Plattenmultis. Sondern schlicht nur die Gewissheit, da&szlig; die eigene Musik den Fan erreicht.</p>
<p><strong>Und das tut sie</strong>, das 7. Album der Jungs um Thom York ist derzeit in aller Munde und schon schickt sich die n&auml;chste Band an, neue Wege zu gehen.</p>
<p><em>In a groundbreaking industry first <strong>The Charlatans</strong> have joined forces with Xfm to give away their latest album <strong>completely free</strong> &#8230; on <a href="http://www.xfm.co.uk/Article.asp?b=news&amp;id=485685">xfm.co.uk</a>.</em></p>
<p><strong>Plattenfirmen in ihrer bisherigen Form</strong> sind obsolot, sie weigern sich nur noch standhaft, es wahrzuhaben und entsprechend darauf zu reagieren. Und das in meinen Augen schlimmste daran &#8211; grad die Indies neigen derzeit sehr dazu, dem alten Gesch&auml;ftsmodell nachzutrauern und verpassen dadurch ihre riesen Chance auf einen neuen und modernen Musikmarkt.</p>
<p><strong>Und dazu passt dann gleich</strong> noch die neueste Meldung von und mit Trent Reznor. Nachdem er sich schon seiner Band entledigt hat, tat er dies nun auch mit seinem Label und verk&uuml;ndet auf seiner <a href="http://www.nin.com/">Webseite</a>, ab sofort frei zu sein von allen Vertr&auml;gen. Und betont nochmals, wie wichtig ihm der direkte Kontakt zu seinen Fans ist. Denn das er erkannt hat, wie entscheidend diese sind, sah Jeder sp&auml;testens bei der <a href="http://www.darkerradio.com/artikel/essays/nine-inch-nails-universal-und-virale-kampagnen/">Viralkampagne</a> zum letzten Album <em>&#8220;Year Zero&#8221;</em>.</p>
<p><strong>Bleibt nur zu hoffen</strong>, da&szlig; ihr als Leser und H&ouml;rer hier den n&ouml;tigen <em>Respekt</em> davor habt und statt immer gleich den Esel anzuwerfen[*] dann vielleicht doch mal den einen oder anderen Dollar f&uuml;r Musik aufwendet. Sonst gibt es irgendwann nur noch untalentierte Plastikpopgr&uuml;tze ala Popstars.</p>
<p><small>[*] Und keine Sorge, ich mach Niemandem einen Vorwurf daraus, privat Musik zu tauschen. Dies ist in meinen Augen legitim und sollte eigentlich gewollt sein, nur verkommt es eben auch gern zum Selbstbedienungsladen.</small></p>
<p><small>(<strong>Quelle Foto:</strong> <a href="http://www.discogs.com/release/739311">Kiwisex &#8211; Homefucking Is Killing Prostitution</a>)</small></p>

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		<title>Filesharing ist unvermeidlich</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/filesharing-ist-unvermeidlich/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2007 18:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Shearer]]></category>

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&#8220;It&#8217;s the end of the world as we know it &#8211; and I feel fine.&#8221;
Mit diesem Zitat eines REM-Songs beginnt die Diplomarbeit, auf die mich der Andi von Shearer gestern aufmerksam gemacht hat. Und das ganz eigenn&#252;tzig, denn er hat diese gemeinsam mit Martin H&#228;cker im Fachbereich Fachbereich Informatik und Gesellschaft der TU-Berlin geschrieben.
Filesharing-Technologien erm&#246;glichen [...]]]></description>
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<p><em>&#8220;It&#8217;s the end of the world as we know it &#8211; and I feel fine.&#8221;</em></p>
<p><strong>Mit diesem Zitat</strong> eines REM-Songs beginnt die Diplomarbeit, auf die mich der <a href="http://www.shearer.de/">Andi von Shearer</a> gestern aufmerksam gemacht hat. Und das ganz eigenn&uuml;tzig, denn er hat diese gemeinsam mit <a href="http://dwt.schwarz-online.org/cgi-bin/trac.cgi/wiki/AboutMe">Martin H&auml;cker</a> im Fachbereich Fachbereich Informatik und Gesellschaft der TU-Berlin geschrieben.</p>
<blockquote><p>Filesharing-Technologien erm&ouml;glichen es erstmals, alles aufgezeichnete Wissen weltweit zug&auml;nglich zu machen&#8230;In der bisherigen Debatte um Filesharing wurde diese Chance gr&ouml;&szlig;tenteils ignoriert und stattdessen wurden angebliche negative Auswirkungen hervorgehoben, die bisher nicht wissenschaftlich belegt werden konnten&#8230;Aus der von Eigeninteressen gepr&auml;gten Sichtweise der Inhalteindustrie wird Filesharing vor allem als ein Werkzeug von <em>Piraten</em> gesehen. Aus dieser Sichtweise heraus hat die Musikindustrie seit der Gr&uuml;ndung von Napster 1999 zahlreiche Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung von Internettauschb&ouml;rsen ergriffen, &uuml;ber die wir hier erstmals einen umfassenden &Uuml;berblick geben. In ihrer Argumentation unterschl&auml;gt sie die Vorteile, die Filesharing-Netzwerke f&uuml;r Verbraucher bieten: Das Internet ist allen anderen bekannten Netzwerken in der Distribution von Inhalten &uuml;berlegen. Es gef&auml;hrdert damit nicht nur das bisherige Vertriebsmonopol der vier gro&szlig;en Plattenfirmen &#8211; es erm&ouml;glicht auch ein neue Produktionsform: die Produktion unter Gleichen. Daraus erw&auml;chst ein Demokratiepotential bisher unerreichter Qualit&auml;t. Gleichzeitig wird ersichtlich, dass die Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums, die auf Dr&auml;ngen der Inhalteindustrie erlassen werden, der urspr&uuml;nglichen Aufgabe von Schutzrechten nicht gerecht werden: Sie f&ouml;rdern die Erstellung von geistigem Eigentum nicht optimal und machen Inhalte schwerer zug&auml;nglich. Letztlich bedingt die Filesharing-Technologie auch, dass sich das Tauschen urheberrechtlich gesch&uuml;tzter Inhalte nicht unterbinden l&auml;sst. Das w&auml;re gesamtgesellschaftlich auch wenig sinnvoll, denn Filesharing ist die technische Umsetzung der Norm des Teilens, die das zentrale Paradigma der Wissensgesellschaft darstellt und deshalb in Zukunft immer weiter an Bedeutung gewinnen wird. Es bleibt daher nur ein logischer Schluss &#8211; die Vorteile des Filesharings schnellstm&ouml;glich zu nutzen.</p></blockquote>
<p><strong>Sehr umfangreich</strong>, aber einen Lesetipp wert. Die Diplomarbeit steht unter der Creative Commons <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/">Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland</a> Lizenz und kann auf der <a href="http://dwt.schwarz-online.org/cgi-bin/trac.cgi/wiki/MyPublishings">Webseite von Martin H&auml;cker</a> heruntergeladen werden.</p>

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		<title>Nine Inch Nails, Universal und virale Kampagnen</title>
		<link>http://www.darkerradio.com/artikel/essays/nine-inch-nails-universal-und-virale-kampagnen/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2007 07:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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Mittlerweile hat man sich ja eigentlich schon dran gew&#246;hnt, dass man als Musikliebhaber stellenweise mit einem Bein im Gef&#228;ngnis steht. Wenn man als eben Solcher dann noch eine Webseite betreibt, wirds doppelt gef&#228;hrlich. Erst vor Jahresfrist berichteten wir dar&#252;ber, was passieren kann, wenn man sogar nur auf Songs verlinkt.
Denn hierzulande gibt es eben einen gesetzlich [...]]]></description>
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<p><strong>Mittlerweile hat man sich</strong> ja eigentlich schon dran gew&ouml;hnt, dass man als Musikliebhaber stellenweise mit einem Bein im Gef&auml;ngnis steht. Wenn man als eben Solcher dann noch eine Webseite betreibt, wirds doppelt gef&auml;hrlich. Erst vor Jahresfrist berichteten wir dar&uuml;ber, was passieren kann, wenn man sogar nur auf Songs verlinkt.</p>
<p><strong>Denn hierzulande gibt es</strong> eben einen gesetzlich verankerten Schutz der Urheber, welcher allerdings im Zeitalter des Internet den einfachen M&ouml;glichkeiten, Inhalte verf&uuml;gbar zu machen, etwas hinterher hinkt. Es ist nun einmal nicht erlaubt, &ouml;ffentlich Werke anzubieten, die diesen Schutz geniessen. Es sei denn, man hat das Einverst&auml;ndnis des Urhebers.</p>
<p><strong>Und von eben einem</strong> solchen Einverst&auml;ndnis ging Christoph Boecken, Betreiber des Blogs <a class="liexternal" href="http://www.i-jeriko.de/">Jeriko One</a>, aus. Denn den Song, den er dort zum Anh&ouml;ren bereit gestellt hat, geh&ouml;rt vermutlich zu einer breit angelegten Viralkampagne Trent Reznors. Zu dieser passte auch, dass auf diversen Konzerten &ldquo;versehentlich&rdquo; USB-Sticks auf Toiletten liegen bleiben, welche Songs des neuen Albums &ldquo;Year Zero&rdquo; beinhalten (Mehr Infos dazu unter Anderem bei <a class="liexternal" href="http://laut.de/vorlaut/news/2007/02/20/14453/index.htm">laut.de</a>).</p>
<p><strong>Soweit so gut</strong>, bis zu dem Punkt schien eigentlich alles okay. Wenn da nicht ein paar uninformierte Anw&auml;lte in Hamburg gewesen w&auml;ren, die in dem Bereitstellen des Songs eine Urheberrechtsverletzung gesehen haben. Und diese, wie sie es ja schon zigfach getan haben, abmahnten. Inklusive einer nicht unerheblichen Kostennote.</p>
<p><strong>Universal h&uuml;llte sich in Schweigen</strong> und vermutlich w&auml;re die ganze Sache nach der Zahlung der Kostennote sogar wieder eingeschlafen. Wenn nicht dann am vergangenen Mittwoch die Tour hier in Deutschland gestartet worden w&auml;re und die Promoagenturen damit begannen, mit jener Kampagne Werbung zu machen. Und pl&ouml;tzlich wird der Geschmack dabei nicht nur mehr nur schal, sondern regelrecht ekelhaft. Und S&auml;tze wie</p>
<blockquote>
<p>So wurden z. B. auf einer Toilette der Konzerte in Lissabon ein USB-Stick mit einem Song des neuen Albums gefunden, letzte Woche dann sogar das Video zur ersten Single &#8220;Survivalism&#8221; &#8211; ebenfalls auf einem Konzert und auf einem USB-Stick &#8211; und das alles bevor es irgendwo auf einem Musiksender zu sehen oder zu h&ouml;ren war. <strong>Bleibt abzuwarten, ob den deutschen Fans ein &auml;hnliches Vergn&uuml;gen auf der am Mittwoch startenden Tour verg&ouml;nnt ist.</strong> (Quelle: Universal Newsletter)</p>
</blockquote>
<p>bekommen einen richtig bitteren Beigeschmack. Denn zumindest ein deutscher Fan durfte erleben, was ihm verg&ouml;nnt ist, wenn er sich an dieser Promotionaktion beteiligt.</p>
<p><strong>Im Moment scheint dann allerdings</strong> doch ein wenig Bewegung in diese Geschichte zu kommen und vielleicht finden auch gro&szlig;e Plattenfirmen und deren Anw&auml;lte den Weg zur&uuml;ck zu Moral, Anstand und Respekt. Ansonsten bleibts wie es ist und man kann kaum noch guten Gewissens f&uuml;r solche Firmen hier Promotion machen.</p>
<p><strong>Update 20.03.2007</strong></p>
<p><strong>Vielleicht kein Wunder</strong>, aber zumindest ein Zeichen der Vernunft hat Universal in diesem Fall veranlasst, den eigenen Fehler einzugestehen, die Abmahnung zur&uuml;ckzuziehen, des Geld zu erstatten und obendrein noch einen Konzertbesuch inklusive Treffen mit Trent Reznor zu spendieren.</p>
<p><strong>So gehts doch auch!</strong></p>

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