CD-Kritiken

Various Artists: Share it. Spread it. Love it.

16. Mai 2007 | Von Falk | Kategorie: CD-Kritiken

(Ver)teilen und lieben

SSL Vol 1 - FRONT kleinWas für uns hier Plan B, ist für andere schon Wirklichkeit. Seit einiger Zeit sendet Metawelle einen Stream ausschliesslich mit Musik, welche unter Creative Commons lizensiert ist. Aber nicht nur das, auch einen Podcast gibt es und seit dem gestrigen Tag sogar die erste eigene (Download-)Compilation.

Sie heißt Share it. Spread it. Love it. und beinhaltet 21 Songs von 21 Bands, die ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht haben. Der Sampler entstand in Kooperation mit den jeweiligen Bands/Künstlern. Eine Auflage von 100 physischen Exemplaren wird von metawelle.net selbst finanziert und in einer Verlosung gegen einen frankierten Rückumschlag verschenkt.

Wer hier jetzt Ähnlichkeiten zu unserem Kram hier findet, darf die gern so annehmen. Ich find das toll, dass das Thema “Freie Kultur” mehr und mehr Beachtung bekommt und viele kleine Projekte sich diesem widmen.

Also nochmal zum Mitschreiben, man kann die Compilation entweder downloaden oder aber für einen frankierten Rückumschlag als CD bekommen. Und wer ganz clever ist und auch zukünftig so tolle Sachen haben möchte, der geht rüber und spendet noch ein wenig Geld. Und mit The Dots ist sogar wieder eine Band auf diesem Sampler, welche wir hier auch schon vorstellten.

Tracklist:

01. De Nieuwe Vrolijkheid - John Wayne
02. The Sinister Turns - I Support Women In Science
03. David Sugar - Ode To London Transport
04. Jamie Barnes - Wings On The Line
05. Musetta - Ophelia’s Song
06. Luisa Mandou Um Beijo - Anselmo
07. Proles On Parade - Can’t stop it
08. The Dots - Is It You
09. Y.A.M.E. - Factory Of New Consent
10. Raflesia - El Camino
11. Le Zero - Metronome Solitude
12. Blanks - Pouncer
13. Quant - Radiatiot Love
14. Chauchat - Healthy
15. Green Means Love - El Mago De Los Sueños
16. The Noes Have It - Fukk Recosialized
17. Tim And Puma Mimi - Popkiller
18. Hule - Hivernando
19. Robot Goes Here - When The Well Runs Dry
20. The Homens - Uh, Uh, Uuhhh
21. Milhaven - Clean Room

Link: www.metawelle.net



Nine Inch Nails: Year Zero

16. April 2007 | Von Falk | Kategorie: CD-Kritiken

NIN-YearZeroMeine Güte war das ein Wirbel um dieses Album, oder besser gesagt ist es immer noch. Erst die USB-Schnitzeljagd mit Songs, Morsezeichen und erscheinenden Bildern im Spektrum der Songs. Auch die CD macht nicht Halt vor Reznors Spielereien, legt man sie noch dunkelgrau in den Player wird man überrascht sein wenn sich die Schublade wieder öffnet. Sowas habe ich, zumindest auf einer CD, auch noch nicht gesehen. Ein Film über Year Zero wurde auch angesprochen. Zudem überlegt Mr. Reznor ein Year Zero Pt. II zu bringen.

Aber nun zurück zur Gegenwart, dem neuen Nine Inch Nails Album, nur zwei Jahre nach dem wunderbaren With Teeth. Wer den Vorgänger mochte wird auch von diesem Album angetan sein, die sich leise in die NIN Songs eingeschlichene Eingängigkeit ist auch hier zu finden. Auch wenn Trent Reznor behauptet, dass er nicht auf klassische Songstrukturen geachtet hat, ja sogar die Refrains waren ihm egal. Es hätte auch ein Album entstehen können in dem es keinen einzigen Refrain gibt.

Dies ist zum Glück dann doch nicht eingetroffen.

Year Zero ist ein Konzeptalbum und thematisiert den Totalitarismus. 2022 ist das Jahr Null und es herrscht die Diktatur von Bibel und Gewalt als Folge von terroristischen Angriffen. Das Ende der Geschichte bleibt offen und lässt Spielraum für Reznor. Year Zero ist ein Projekt, nicht einfach ein weiteres Nine Inch Nails Album.

Musikalisch bewegt sich dieses allerdings auf gewohnt hohem Niveau. Wieder etwas experimenteller als With Teeth mit Nummern die bombastisch nach vorn gehen und einen in die Sitze drücken. Reznor geht wieder einen Schritt zum Elektronischen, weniger Gitarren. Zudem runden die ruhigeren und intrumentellen Stücke das Bild des Albums ab. Schöne Melodien sind genauso Bestandteil des Albums wie die experimentellen Parts.

Als Grund des schnellen Veröffentlichungszyklus gibt Reznor die Abstinenz von Drogen und Alkohol an, die er seit With Teeth durchzieht. Das lässt die Hoffnung steigen nicht mehr fünf Jahre auf ein NIN Album warten zu müssen.

Um das Album voll zu erfassen bedarf es sicherlich noch x Durchgänge, und das macht Spaß!

(Mit freundlicher Genehmigung von Cy/alternativ-music.org)

Tracklist:

  • 01 Hyperpower!
  • 02 The Beginning Of The End
  • 03 Survivalism
  • 04 The Good Soldier
  • 05 Vessel
  • 06 Me, I’m Not
  • 07 Capital G
  • 08 My Violent Heart
  • 09 The Warning
  • 10 God Given
  • 11 Meet Your Master
  • 12 The Greater Good
  • 13 The Great Destroyer
  • 14 Another Version Of The Truth
  • 15 In This Twilight
  • 16 Zero Sum

Link:Nine Inch Nails



Illusion of Light: Ferngesteuert

15. April 2007 | Von Karsten | Kategorie: CD-Kritiken

Illusion Of Light - FerngesteuertDas lang herbeigesehnte, neue Illusion of Light - Album ist da. Beim europaweiten “Battle of the Bands 2006/2007″ des Szene-Hochglanzmagazins Sonic Seducer erreichten Illusion of Light unter mehr als 1200 Teilnehmern den 9. Platz. Mit gewissen Erwartungen legte ich die CD in den Player…

Und ich hörte einprägsame Refrains, welche auf ein klassisches Arrangement treffen.

Bedrohliche Soundscapes wurden mit harten, energiegeladenen Beats und auch ruhigeren Passagen verknüpft und mit catchy Melodien und Futurpop-Splittern angereichert. Mit einfachen, aber raffiniert angewendeten Mitteln, weiß man zu überzeugen. Illusion of Light haben ihre Nische im Dark-Electro-Dschungel gefunden.

Das Rad wird nicht neu erfunden. Insbesondere überzeuge die beiden Remixe der Songs “Electronic History” und “Licht und Wärme”. Dem Future-Electro-Jazz-Mix von “Electronic History” merkt man an, dass hier ein echter Soundtüftler am Werk war. Matthias von Nova Spes hat hier mal wieder ein produktionstechnisches Meisterwerk hingelegt.

Der Remix von “Licht und Wärme” geremixed von Malte (Superikone) könnte auch ein Song von Witt, Wolfsheim & Co. sein. Überzeugende deutsche Lyrics mit aufwendigen Sounds und hochwertigen Arrangements. Sehr intensiv aber dennoch radiotauglich. Ein gelungenes Album, keine Frage.

Link: Illusion Of Light



Virtual Victim: Transmission

7. März 2007 | Von DustDevil | Kategorie: CD-Kritiken

Virtual Victim - TransmissionWer meine Sendung Newcomers Ball kennt, jeden Montag ab 20Uhr auf Ultra Dark Radio & darkerradio zu hören, kennt natürlich auch Virtual Victim. Uns wurden schon seit Beginn der Sendung von Chris, Leader von Virtual Victim, Songs zum spielen zur Verfügung gestellt, Musik die uns und unseren Hörern von Anfang an gefiel. Nun ist es endlich soweit, Virtual Victim bringt das erste Album auf den Markt, mit dem Namen Transmission und Ultra Dark Radio spielt nun schon seit ca. 2 Monaten Songs von diesem Album, dank einer wirklich früh erhaltenen Promo, super!

“Transmission” ist ein wirklich gut produziertes Werk, da ich den Arbeitsverlauf der meissten Songs von der Demo zum Endprodukt selber mitbekommen habe, kann ich nur sagen, wirklich gute Arbeit, die Songs klingen wirklich sehr satt und der Klang ist ausgeglichen, nicht übersteuert wie bei vielen Produkten aus dem elektronischen Bereich. Gesang und Themen der Songs sind gut arrangiert und langweilen nicht, Virtual Victim muss sich in keinster Weise hinter Größen der Szene verstecken! Das signen bei Rupal Records hat sich rentiert, würde ich sagen. Mit einer Gesamtspielzeit von knapp 53 Minuten befindet sich das Album in der goldenen Mitte, wo ich persönlich noch ein paar neugemasterte Remixe drauf gehauen hätte, die man aber immer noch kostenlos laden kann, schaut einfach mal auf der Homepage vorbei. Mit um 12,- Euro kann man das Album als Schnäppchen bezeichnen, ein guter Preis wenn man sich den Markt einmal anschaut.

Mehr Infos unter: www.Virtual-Victim.de

Im Gesamten bekommt das Album von mir 4 Punkte, wenn man von 5 Punkten ausgeht, mein absoulter Lieblingssong und meine Club Empfehlung, der Song “Schicksal”.



Obscenity Trial: Here And Now

17. November 2006 | Von Karsten | Kategorie: CD-Kritiken

otrial-hereandnowMan nehme einen Esslöffel VNV Nation, ein wenig Camouflage und eine Prise New Order, bringe diese Mixtur unter ständigem Rühren zum kurzen Aufkochen: Obscenity Trial ist servierbereit. “Here and now” ist das erste Album von Obscenity Trial, sprich Oliver Wand und Frank Hass. Aufgenommen wurde es von keinem Geringeren als Olaf Wollschläger (Produzent von u.a. Melotron, In Strict Confidence u.a.).

Das Resultat dürfte jedem Electro - Insider wohl klar sein:

Treibende Drumprogrammierung, jagen atomsphärische Vocals. Man merkt, das Oliver eine ausgebildete Stimme besitzt. Er unterstreicht mit seiner Stimme den teilweise sphärischen, melancholischen Charakter der Songs. Insbesondere der Song “Here and now”, zu dem auch ein Video gedreht wurde, überzeugt. Oder anders gesagt: Es wurde das Electropop-Rad nicht neu erfunden, aber weiterentwickelt, intensiviert und optimiert.

Fast alle Tracks bleiben im Ohr bzw. Gedächtnis hängen. Elf durchweg tanzbare, mitunter hypnotisch, eindringliche Stücke mit Ohrwurmcharakter + drei Remixe. Von Obscenity Trial wird man noch viel hören.

Weitere Anspieltipps: “Afraid”, “Silence” - der melancholischen Herbsthymne und “Never too Late”.

(Infacted Recordings/Soulfood)

http://www.otrial.de
http://www.myspace.com/obscenitytrial