CD-Kritiken

Fehlfarben “Glücksmachinen”: Nicht Trumpf, anders geblieben und eben deswegen Glücksmaschinen

15. März 2010 | Von Torge | Kategorie: CD der Woche, CD-Kritiken | 37 mal aufgerufen

Fehlfarben Promo2 300dpi RGB credit Kim Frank sh

Nach einer ausgedehnten, genialen Mittagspause kamen Peter Hein, Thomas Schwebel, Uwe Bauer und Markus Oehlen die Idee, eine wegweisende Band zu gründen. Zugegeben, dass die Band wegweisend sein würde, war ihnen sicherlich bewußt, auch wenn es ihre Bescheidenheit nicht erlaubt, dies verbal zu offenbaren. Aber dass sie einunddreizig Jahre nach ihrer Gründung immer noch vor dem Puls der Zeit existieren, hätten sie wohl eher weniger ge-, besser erdacht.

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Editors – In This Light And On This Evening

19. Oktober 2009 | Von Torge | Kategorie: CD der Woche, CD-Kritiken | 250 mal aufgerufen

Editors

All Jene enttäuschend, welche ihr Debüt “The Back Room” für den Gipfel des neuartigen Wave hielten, Folgesongs á la “An Eye For An Eye” oder “Find Yourself A Save Place” vergötterten oder die Vorgängerscheibe “An End Has A Start” für grandios erachteten, veröffentlichten die Editors am 09.10.2009 ihr neues Album. “In This Light And On This Evening” ist ein Meisterstück gegen alle Dauernörgler.

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Wayne Hussey – Bare

12. Oktober 2009 | Von Torge | Kategorie: CD der Woche, CD-Kritiken | 225 mal aufgerufen

wayne 3spvpresse

Nachdem Wayne Hussey erneut seiner Band The Mission (UK for some) eine Auflösung gönnte, wartete nicht nur der geneigte Fan auf eine Fortsetzung seines musikalischen Schaffens. Nachdem er seiner Solo-Unplugged-Tour im Jahre 2002 durch geniale, authentische und das Publikum einfangende Bühnenpräsenz einen fast schon legendären Touch verliehen hatte, durfte man zumindestens die Hoffnung hegen, er würde diese in breiterem Rahmen wiederholen.

Aber was gehört, mit aufgelöster Band zu einer ordentlichen Tour? Richtig. Ein neues Album!

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A-Ha…hmm…Foot Of The Mountain

24. September 2009 | Von Torge | Kategorie: CD-Kritiken, News | 124 mal aufgerufen

a-hahahahahaha

In der Re-Union-Phase allen Seins , der neuen retro-Orientierung großer Bands haben A-Ha mit ihrem Album “Analogue” immerhin einen Ansatz von geschmacklichem Schimmer in die Szene geworfen.
Jaja, außer “Celice” und “Don’t Do Me Any Favours” war die Scheibe nicht die Offenbahrung, aber wer erwartet so etwas schon aus Skandinavien?

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Blutjungs – Godzilla auf Speed

17. September 2009 | Von Torge | Kategorie: CD der Woche, CD-Kritiken | 394 mal aufgerufen

Blutjungs

Naziwurst (gezuzzelt), Weizenbier und ein Weltpokalsieger. Ist das wirklich alles, was aus Bayern kommt?

So langsam kommen die Blutjungs in die Jahre und ihre Bärte werden länger…Unästhetisch – ja. Kongenial – immer gerne. Nach “Kinderteller”, “Beiss mich, Baby!” und “Alarm für Riegel 7!!!” haben die Punkerneuerer ein neues Meisterwerk als floskoleske Perle vor die Säue (euch) geworfen:

“Godzilla auf Speed”

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The Cure – 4:13 Dream

10. November 2008 | Von Falk | Kategorie: CD der Woche, CD-Kritiken | 239 mal aufgerufen

Die Beste Band Der Welt (zumindestens aus Sicht der “Letzten Enklave Des Guten Geschmacks”) hat ein neues Album veröffentlicht: 4:13 Dream.

Nach mehrmaliger Verschiebung, Single-Marathon und einem Remix-Zwischenhäppchen ist das 13te Studio Album von The Cure endlich in die Vinyl-Schränke der Fans gewandert. Viele, vor allem alte Gruftsportler sind der Meinung, nach “Disintegration” hätte sich die Band auflösen sollen. Hat sie ja auch. Zum geschätzten 13. Mal.

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Various Artists: Share it. Spread it. Love it.

16. Mai 2007 | Von Falk | Kategorie: CD-Kritiken | 203 mal aufgerufen

(Ver)teilen und lieben

SSL Vol 1 - FRONT kleinWas für uns hier Plan B, ist für andere schon Wirklichkeit. Seit einiger Zeit sendet Metawelle einen Stream ausschliesslich mit Musik, welche unter Creative Commons lizensiert ist. Aber nicht nur das, auch einen Podcast gibt es und seit dem gestrigen Tag sogar die erste eigene (Download-)Compilation.

Sie heißt Share it. Spread it. Love it. und beinhaltet 21 Songs von 21 Bands, die ihre Musik unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht haben. Der Sampler entstand in Kooperation mit den jeweiligen Bands/Künstlern. Eine Auflage von 100 physischen Exemplaren wird von metawelle.net selbst finanziert und in einer Verlosung gegen einen frankierten Rückumschlag verschenkt.

Wer hier jetzt Ähnlichkeiten zu unserem Kram hier findet, darf die gern so annehmen. Ich find das toll, dass das Thema “Freie Kultur” mehr und mehr Beachtung bekommt und viele kleine Projekte sich diesem widmen.

Also nochmal zum Mitschreiben, man kann die Compilation entweder downloaden oder aber für einen frankierten Rückumschlag als CD bekommen. Und wer ganz clever ist und auch zukünftig so tolle Sachen haben möchte, der geht rüber und spendet noch ein wenig Geld. Und mit The Dots ist sogar wieder eine Band auf diesem Sampler, welche wir hier auch schon vorstellten.

Tracklist:

01. De Nieuwe Vrolijkheid – John Wayne
02. The Sinister Turns – I Support Women In Science
03. David Sugar – Ode To London Transport
04. Jamie Barnes – Wings On The Line
05. Musetta – Ophelia’s Song
06. Luisa Mandou Um Beijo – Anselmo
07. Proles On Parade – Can’t stop it
08. The Dots – Is It You
09. Y.A.M.E. – Factory Of New Consent
10. Raflesia – El Camino
11. Le Zero – Metronome Solitude
12. Blanks – Pouncer
13. Quant – Radiatiot Love
14. Chauchat – Healthy
15. Green Means Love – El Mago De Los Sueños
16. The Noes Have It – Fukk Recosialized
17. Tim And Puma Mimi – Popkiller
18. Hule – Hivernando
19. Robot Goes Here – When The Well Runs Dry
20. The Homens – Uh, Uh, Uuhhh
21. Milhaven – Clean Room

Link: www.metawelle.net



Nine Inch Nails: Year Zero

16. April 2007 | Von Falk | Kategorie: CD-Kritiken | 259 mal aufgerufen

NIN-YearZeroMeine Güte war das ein Wirbel um dieses Album, oder besser gesagt ist es immer noch. Erst die USB-Schnitzeljagd mit Songs, Morsezeichen und erscheinenden Bildern im Spektrum der Songs. Auch die CD macht nicht Halt vor Reznors Spielereien, legt man sie noch dunkelgrau in den Player wird man überrascht sein wenn sich die Schublade wieder öffnet. Sowas habe ich, zumindest auf einer CD, auch noch nicht gesehen. Ein Film über Year Zero wurde auch angesprochen. Zudem überlegt Mr. Reznor ein Year Zero Pt. II zu bringen.

Aber nun zurück zur Gegenwart, dem neuen Nine Inch Nails Album, nur zwei Jahre nach dem wunderbaren With Teeth. Wer den Vorgänger mochte wird auch von diesem Album angetan sein, die sich leise in die NIN Songs eingeschlichene Eingängigkeit ist auch hier zu finden. Auch wenn Trent Reznor behauptet, dass er nicht auf klassische Songstrukturen geachtet hat, ja sogar die Refrains waren ihm egal. Es hätte auch ein Album entstehen können in dem es keinen einzigen Refrain gibt.

Dies ist zum Glück dann doch nicht eingetroffen.

Year Zero ist ein Konzeptalbum und thematisiert den Totalitarismus. 2022 ist das Jahr Null und es herrscht die Diktatur von Bibel und Gewalt als Folge von terroristischen Angriffen. Das Ende der Geschichte bleibt offen und lässt Spielraum für Reznor. Year Zero ist ein Projekt, nicht einfach ein weiteres Nine Inch Nails Album.

Musikalisch bewegt sich dieses allerdings auf gewohnt hohem Niveau. Wieder etwas experimenteller als With Teeth mit Nummern die bombastisch nach vorn gehen und einen in die Sitze drücken. Reznor geht wieder einen Schritt zum Elektronischen, weniger Gitarren. Zudem runden die ruhigeren und intrumentellen Stücke das Bild des Albums ab. Schöne Melodien sind genauso Bestandteil des Albums wie die experimentellen Parts.

Als Grund des schnellen Veröffentlichungszyklus gibt Reznor die Abstinenz von Drogen und Alkohol an, die er seit With Teeth durchzieht. Das lässt die Hoffnung steigen nicht mehr fünf Jahre auf ein NIN Album warten zu müssen.

Um das Album voll zu erfassen bedarf es sicherlich noch x Durchgänge, und das macht Spaß!

(Mit freundlicher Genehmigung von Cy/alternativ-music.org)

Tracklist:

  • 01 Hyperpower!
  • 02 The Beginning Of The End
  • 03 Survivalism
  • 04 The Good Soldier
  • 05 Vessel
  • 06 Me, I’m Not
  • 07 Capital G
  • 08 My Violent Heart
  • 09 The Warning
  • 10 God Given
  • 11 Meet Your Master
  • 12 The Greater Good
  • 13 The Great Destroyer
  • 14 Another Version Of The Truth
  • 15 In This Twilight
  • 16 Zero Sum

Link:Nine Inch Nails



Illusion of Light: Ferngesteuert

15. April 2007 | Von Karsten | Kategorie: CD-Kritiken | 276 mal aufgerufen

Illusion Of Light - FerngesteuertDas lang herbeigesehnte, neue Illusion of Light – Album ist da. Beim europaweiten “Battle of the Bands 2006/2007″ des Szene-Hochglanzmagazins Sonic Seducer erreichten Illusion of Light unter mehr als 1200 Teilnehmern den 9. Platz. Mit gewissen Erwartungen legte ich die CD in den Player…

Und ich hörte einprägsame Refrains, welche auf ein klassisches Arrangement treffen.

Bedrohliche Soundscapes wurden mit harten, energiegeladenen Beats und auch ruhigeren Passagen verknüpft und mit catchy Melodien und Futurpop-Splittern angereichert. Mit einfachen, aber raffiniert angewendeten Mitteln, weiß man zu überzeugen. Illusion of Light haben ihre Nische im Dark-Electro-Dschungel gefunden.

Das Rad wird nicht neu erfunden. Insbesondere überzeuge die beiden Remixe der Songs “Electronic History” und “Licht und Wärme”. Dem Future-Electro-Jazz-Mix von “Electronic History” merkt man an, dass hier ein echter Soundtüftler am Werk war. Matthias von Nova Spes hat hier mal wieder ein produktionstechnisches Meisterwerk hingelegt.

Der Remix von “Licht und Wärme” geremixed von Malte (Superikone) könnte auch ein Song von Witt, Wolfsheim & Co. sein. Überzeugende deutsche Lyrics mit aufwendigen Sounds und hochwertigen Arrangements. Sehr intensiv aber dennoch radiotauglich. Ein gelungenes Album, keine Frage.

Link: Illusion Of Light



Virtual Victim: Transmission

7. März 2007 | Von DustDevil | Kategorie: CD-Kritiken | 178 mal aufgerufen

Virtual Victim - TransmissionWer meine Sendung Newcomers Ball kennt, jeden Montag ab 20Uhr auf Ultra Dark Radio & darkerradio zu hören, kennt natürlich auch Virtual Victim. Uns wurden schon seit Beginn der Sendung von Chris, Leader von Virtual Victim, Songs zum spielen zur Verfügung gestellt, Musik die uns und unseren Hörern von Anfang an gefiel. Nun ist es endlich soweit, Virtual Victim bringt das erste Album auf den Markt, mit dem Namen Transmission und Ultra Dark Radio spielt nun schon seit ca. 2 Monaten Songs von diesem Album, dank einer wirklich früh erhaltenen Promo, super!

“Transmission” ist ein wirklich gut produziertes Werk, da ich den Arbeitsverlauf der meissten Songs von der Demo zum Endprodukt selber mitbekommen habe, kann ich nur sagen, wirklich gute Arbeit, die Songs klingen wirklich sehr satt und der Klang ist ausgeglichen, nicht übersteuert wie bei vielen Produkten aus dem elektronischen Bereich. Gesang und Themen der Songs sind gut arrangiert und langweilen nicht, Virtual Victim muss sich in keinster Weise hinter Größen der Szene verstecken! Das signen bei Rupal Records hat sich rentiert, würde ich sagen. Mit einer Gesamtspielzeit von knapp 53 Minuten befindet sich das Album in der goldenen Mitte, wo ich persönlich noch ein paar neugemasterte Remixe drauf gehauen hätte, die man aber immer noch kostenlos laden kann, schaut einfach mal auf der Homepage vorbei. Mit um 12,- Euro kann man das Album als Schnäppchen bezeichnen, ein guter Preis wenn man sich den Markt einmal anschaut.

Mehr Infos unter: www.Virtual-Victim.de

Im Gesamten bekommt das Album von mir 4 Punkte, wenn man von 5 Punkten ausgeht, mein absoulter Lieblingssong und meine Club Empfehlung, der Song “Schicksal”.