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Terminal Choice: New Born Enemies Tour 2006

22. Oktober 2006 | Von Karsten | Kategorie: Konzertberichte

Support: Limbogott + Jesus on Extasy

Krefeld, Kulturfabrik, 19.10.2006

LimbogottPünktlich um 20 Uhr lieferte Limbogott sein Liveset ab. Limbogott… was für ein Bandname! Ihr fragt euch jetzt sicher, wie man auf so einen Namen kommt.

Ganz einfach: Drogen! Drogen im Übermaß, in allen Farben, in allen Formen und am besten in hoher Dosierung.

Musikalisch bedienen sich Limbogott bei Bands wie Nine Inch Nails, Marilyn Manson oder Ministry und mischen auch ein wenig The Prodigy dazu. Das ist nicht revolutionär, macht aber gute Laune und ist bestens geeignet, ein bisschen Druck abzulassen. Um sinnlose Stilbezeichnungen sind sie auch nicht verlegen, und so nennen sie ihren Sound Post-Industrial-Violence-Metal oder New Level Shit.

Nach kurzer Umbaupause enterten Jesus on Extasy die Bühne. Man denkt sofort an die üblichen Verdächtigen: The Crüxshadows, The Birthday Massacre & Co. Und wie soll es anders sein, Sänger Dorian kommt aus New Orleans, USA. Laut Presseinfo machen sie “the future of industial”. Keine Frage: Die Songs sind gut gemacht aber irgendwie fehlte die besondere Note.

TerminalChoice

Es ertönte das Intro von Terminal Choice! Chris Pohl und seine Mitstreiter betraten die Bühne. Vom ersten Song (”Animal”) an wusste Chris Pohl zu überzeugen. Der sprichwörtliche Funke sprang sofort über. Die Bühne war fast schon zu klein für den agilen Chris, Schlagzeug, Keyboard, die Kollegen mit Gitarre und Bass und ein Bildschirm mit passender DVD-Show verliehen dem Bühnengeschehen gelungen mehr Dynamik. Passende Gesten, passende Kommentare, passende Samples und ein energiegeladener Chris Pohl sorgten schnell dafür, dass die Fans mitgingen.

Gleich der zweite Song war “Don’t go”, im Orginal von Yazoo, einer der Coversongs des neuen Albums. Es wurde das passende und sehr gut gemachte Video eingespielt. Die elf Songs des Hauptsets boten ein gelungenes Potpourri aus alten und neuen Nummern. Insbesondere seien die Hits des neuen Albums erwähnt: “Golden Days”, “I want 2 know” und “Devil Daddy” aber mit “Animal”, “Collective Suicide” und “Death fuck” waren natürlich auch viele Gassenhauer aus früheren Jahren dabei. Das Publikum quittierte diese mit Euphorie und lautem Mitsingen. Chris war freundlich, bodenständig und suchte stets den Kontakt zum Publikum.

Nach zwei Zugaben mit insgesamt fünf Songs: “Pull the trigger”, “Amagedoon”, “Crack up”, “She is the devil” und “Rockstar” war das Publikum entgültig außer Rand und Band. Unterhaltsame Ansagen, witzige Samples und selbstverständlich die passenden Video-Sequenzen inbegriffen. Nach anderthalb schweißtreibenden Stunden verließen ca. 400 glückliche und nassgeschwitzte Gestalten die Kulturfabrik. Ein gelungenes Konzert war zu Ende gegangen, in dem Chris Pohl und seine Mitstreiter mal wieder mit Bravour beweisen konnten, warum sie zu den beliebtesten Liveacts der Szene gehören.

Nach dem Konzert kamen Chris & Co. noch an den Merchandising-Stand und erfüllten alle noch so absurden Wünsche der Fans (von Autogrammen auf Handyschalen bis zu selbst gebastelten Chris-Pohl-Ikonen war alles dabei) von distanziertem Gehabe und Starallüren keine Spur!

Ordentlich durchgerüttelt und mit tauben Ohren, aber extrem guter Laune, machten wir uns auf den Heimweg.

(Quelle Bilder: Carsten Terres)

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2 Kommentare
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  1. ähm, ich bin manchmal n kleiner klugscheißer…der song heisst nich “like the animal” sondern einfach nur animal!
    (das mal so als hinweis! ;) )

  2. Danke, habs geändert :D