Psyche – 22.01.2010 Underground Köln

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Kategorie: Konzertberichte
31. Januar 2010 | Von Karsten | 50 mal aufgerufen
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    Support: goJA moon ROCKAH

    Jetzt haben wir hier im Rheinland in der fünften Woche “Winter”. Unfassbar…Mit Schnee, Eis, zweistelligen Minusgraden und morgens zugefrorene Autos. Das geht aufs Gemüt des normalen Kölners. Wo ist die Klimakatastrophe, der Klimawandel, wenn man sie mal braucht?

    Das Konzert sollte im kleinen Saal des Undergrounds stattfinden. Hier waren wir bisher noch nie zu einem Konzert. Geschätztes Fassungsvermögen: max. 40 – 50 Leute.

    Da wir relativ sehr früh da waren, hatte ich die Möglichkeit schon den Soundcheck der “goJA moon ROCKAH” Jungs mit anzusehen. Schon da hörte man “technische Schwierigkeiten” und der Soundcheck wurde mit den Worten “klingt scheiße, aber o.k.” beendet. Wenn das mal kein Fehler war. Nicht nur die Soundanlage sollte sich zum Problem entwickeln. Auch die Lichtanlage war nur rudimentär vorhanden.

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    Gegen 20 Uhr betraten goJA moon ROCKAH die Bühne im kleinen Saal des Underground. An dem Freitagabend um die Uhrzeit hatten sich gerade 15 – 20 Zuschauer in den Laden verirrt. Herr JA, Herr Go und Herr Schreck kamen auf die kleine Bühne und gaben sofort Gas. Ein gewisser anderer Unterhaltungskünstler hat mal den Stil “Elektrolore”, sprich Elektro und Folklore erfunden. In diese Schublade möchte ich auch die Jungs von goJA moon ROCKAH einsortieren. Sie nehmen sich und Ihr Image nicht so bierernst. Der Spaß an dem was auf der Bühne passiert steht im Vordergrund und kein aufgesetzt böses Image.

    Nach dem Soundcheck dachten wir: Na, ja gleich wird es ja wohl richtiges Licht geben. Leider trat diese Hoffnung nicht ein. Die Lichtanlage waren mehrere festinstallierte Lampen. Von “Lichtshow” etc. kann man somit nicht sprechen. Nachdem dann auch noch ein Mikrophon nach dem nächsten auf der Bühne ausfiel, gefror auch den goJA – Jungs das Lächeln im Gesicht. Trotz guter Improvisation und professionellem Verhalten war auch wegen der widrigen Umstände, nach ca. 40 min. die Show vorbei.

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    Nach einer kurzen Umbaupause stieg der Kanadier Darrin Huss (PSYCHE) auf die Bühne. Herr JA und Herr Schreck von den goJA moon ROCKAH unterstützen Ihn bei seinem Auftritt, was eine gewisse, unfreiwillige Komik erzeugt. Herr JA hat als Keyboarder Ähnlichkeiten mit Stevie Wonder dank der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und dem bewusst starren Gesichtsausdruck am Keyboard und der großen Sonnebrille. Mittlerweile ist das Publikum auf ca. 40 – 50 Leute angewachsen.

    PSYCHE bzw. Darrin Huss merkt man sofort die 25jährige Bühnerfahrung an. Und er gibt sofort Vollgas: Er tanzt, springt, hüpft und singt dabei. Darrin schafft es die Anwesenden sofort mit seiner guten Laune anzustecken. Seine Ansagen wechseln von Deutsch ins Englische. Auch als der Laptop mal “hängen bleibt” lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen, solche kleinen Pannen überspielt ein Vollprofi wie Darrin souverän. Hits wie “Unveiling the Secret”, “Eternal”, die Joy Division Cover – Version “Disorder”, “15 Minutes”, Sanctuary” werden gespielt. Bei “Tears” kann Huss zeigen, was für eine ausdrucksstarke, unverkennbare Stimme er hat, man meint man hätte Marc Almond vor sich auf der Bühne.

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    Das Publikum forderte mehrmals lautstark den Song “Goodbye Horses” den Darrin dann auch zuletzt spielte. Zum Abschluss nochmals eine Portion “Gänsehaut”. Man schwelgte in Erinnerungen, dachte an die großen Hits und Gesten der 80´er Jahre, es entstand eine sehr emotionale Atmosphäre. Nach über einer Stunde war das Konzert leider auch schon wieder, ohne Zugabe, vorbei. Darrin erklärte, dass er bis vor kurzem krank war und einfach nicht mehr könnte. Man wird halt nicht jünger? Das Publikum wurde wieder in den kalten, kölner Winter entlassen.

    Setliste “Psyche”
    22.01.2010 – Underground; Köln

    • The Beyond
    • Exhale
    • Gods and Monsters
    • The Quickening
    • Unveiling the Secret
    • Eternal
    • Discorder
    • 15 Minutes
    • Sanctuary
    • Misery
    • Snow Garden
    • Brain Collapses
    • Tears
    • Goodbye Horses

    Mehr Fotos gibt es hier »

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