Die 2. Orkus-Club-Tour hat am 3.10. in Nürnberg Station gemacht

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Kategorie: Konzertberichte
24. Oktober 2006 | Von Azazel | 119 mal aufgerufen
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    Und ich war live dabei.

    Die LocationDer Hirsch – fasst ungefähr 500 oder 600 Leute und der Laden war fast voll. Das ist eine Tatsache, die Locals nicht verblüfft, denn die Gothic/Wave-Szene hier in Franken ist relativ groß und hält sich schon seit Mitte der 80er hartnäckig einen festen Stamm.

    Das Ganze hat schon sehr positiv begonnen, indem die erste Band tatsächlich, wie angekündigt kurz nach 20 Uhr begonnen hat – ein Fakt, den man zuweilen nicht immer erlebt (ich war schon auf Konzerten, bei denen sich die Bandmitglieder erst zwei Stunden nach angekündigtem Beginn auf die Bühne gewagt haben).

    Als erstes spielte Down Below, mir bis dato zur Gänze unbekannt und im Nachhinein betrachtet ist mir da auch nichts entgangen, denn die Jungs hatten einen Stil zwischen allen Stühlen… manche Passagen erinnerten an Rammsteinsongs, wenn nicht der Sänger gewesen wäre, der eher eine Stimme für eine Softrockband hatte. Irgendwie beschlich mich das Gefühl, dass die gespielten Stücke, denen nachempfunden waren, die die Mitglieder der Band zuhause an aktueller Musik hören.

    Danach kam Zeromancer – hier muss ich kurz einfügen, dass die zwischen den einzelnen Acts stattfindenden Umbaupausen sehr kurz waren, ebenfalls ein sehr positives Faktum. Der Auftritt von Zeromancer war deutlich professioneller und die Jungs aus Norwegen schafften es dann auch mit ihrer Musik das bis dato eher gelangweilte Publikum zu einigen Beifallsbezeugungen anzuregen.

    Insgesamt ein gelungener Auftritt der Band.

    unheilig+pitchfork3Danach kam der Act für in der Hauptsache gekommen war -
    nämlich Unheilig. Mit dieser Einstellung sah ich mich auch nicht alleine, denn während des Auftritts von Unheilig schien alles auf gar magische Art und Weise zur Bühne hingezogen worden zu sein.

    Ich hatte noch nicht das Vergnügen bis dato Unheilig live zu sehen und kann jedem nur raten sich das einmal reinzuziehen, denn die Band… oder vielmehr der Graf ist live wirklich gigantisch. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihm mit seiner charismatischen Art die Leute, die bis dato eher ruhig vor sich hin schunkelten aufzuwecken und mitzureißen. Seine Aura war omnipotent und allein seine Texte unterstreichende Gestik war es wert an diesem Abend herzukommen. Ein Kumpel von mir – der hier im örtlichen lokalen UKW-Radio eine Metal-Sendung moderiert und der von Natur aus eigentlich mit der Musik von Unheilig wenig anfangen kann, war nichtsdestotrotz ziemlich erstaunt und zugleich voll des Lobes über diesen wirklich gelungen Liveact! Der Graf spielte so ziemlich alle die Songs, die man von Unheilig hören wollte: “Ich will alles”, “Auf zum Mond”, “Sieh in mein Gesicht” und natürlich “Freiheit” – letzteres mit Hilfe des Publikums fast zelebriert dargebracht.

    Ca. 20 min. später stand er dann am Merchandising-Stand unter den Leuten und hat sich mit jedem unterhalten, der das wünschte. Also keineswegs abgehoben, wie man das vielleicht auf Grund seines Auftretens meinen könnte, sondern locker und publikumsnah.

    Der letzte Act Project Pitchfork, die ich das letztemal vor 12-15 Jahren live sah, spielten in gewohnter professioneller Manier ihr Pensum ab.
    Irgendwie haben die auch nicht wirklich Glück in Nürnberg mit ihren Begleitacts – hier war es Unheilig, die ihnen den Rang abliefen, denn nicht wenige der Besucher gingen nach Unheilig und das ist für den Headliner doch eher unbefriedigend. Damals spielten sie mit Rammstein als Vorband…welche zu dem Zeitpunkt noch völlig unbekannt waren, ihnen aber derart den Rang abliefen, dass noch während der ersten Pitchfork-Songs Leute nach Rammstein riefen. Aber so ist es halt manches Mal.

    Insgesamt auf jeden Fall ein gelungener Abend!

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