Ich habe nach dem gestrigen Exkurs in die Clublandschaft beschlossen noch eine Anekdote zum Besten zu geben. Auch wenn ich mich mittlerweile den Mittdreißigern nähere und so einige graue Haare mein Eigen nennen darf, berühren mich förmliche Ansprachen eher peinlich. Wobei die folgende Situation gleich doppelt grotesk daher kommt.
Ich stehe also am Mischpult, habe Kopfhörer um den Hals und krame angestrengt in meinem CD-Koffer. Es nähert sich ein weibliches Wesen, schätzungsweise Anfang 20 und stellt mir folgende Frage: “Entschuldigen Sie, sind Sie hier der DJ?” Völlig perplex antworte ich: “Nein, der Hausmeister.” Darauf sie: “Ok, dann warte ich.”
In solchen Momenten warte ich dann immer auf das Klingeln des Weckers, aber nichts passiert. Nun gut, sie wartet noch eine Weile und meint dann: “Ich komme später nochmal wieder.” Also denke ich der Abend geht weiter wie geplant. Im Großen und Ganzen ist es dann auch so. Die übliche Wünscheflut, der Mittwipper, der Abräumer und der Mitgröhler sind auch wieder da. Alles bestens.
Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter: “Hallo Sie?” Gerade will ich ansetzen und ihr erklären das sie bei mir mit ihren Musikwünschen richtig ist, aber bevor ich dazu komme trifft mich folgender Satz: “Können Sie mal kommen, die Toilette ist verstopft.”
In diesem Sinn wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und viel Spaß bei Euren Clubbesuchen.
Fortsetzung folgt…





RT @darkerradio: Sind Sie hier der DJ? http://www.darkerradio.com/artikel/essays/sind-sie-hier-der-dj/