Nachdem ich gestern einen musikalischen Teil der dunkelbunten Szene beleuchtet habe, der sich unter falschen Vorzeichen eingemogelt hat, heute mal etwas anderes. Es gibt ja auch genug was wir Alteingesessenen mittlerweile ertragen müssen. Und nein – es folgt kein Gejammer eines ewig Gestrigen. Fortschritt ist toll, so er denn auch als solcher zu erkennen ist.
Eins muß ich noch vorausschicken. Ich bin begeisteter Leser von Vampirliteratur. Wie bei allem ist natürlich auch hier Geschmackssache was einem gefällt und was nicht. Mir gefallen zum Beispiel die Bücher von Markus Heitz zu diesem Thema. Da er sich selber in der Gothic-Szene zu Hause fühlt, verknüpft er dies auch mit seinen Büchern. Seit einiger Zeit wird man nun vermehrt mit einem Phänomen konfrontiert. Der aufmerksame Leser wird schon an dieser Stelle wissen worum es im Folgenden gehen wird – richtig: Bella und Edward.
Wenn man klischeehaft denkt liegen die Berührungspunkte von Vampiren und Gothics natürlich nahe – man liebts dunkel, sieht bleich aus und erschreckt schon mal gerne ältere Menschen. Und sonst? Anscheinend reicht das schon damit sich die Twilight-Filme in einschlägigen Szene-Magazinen wiederfinden. Oberflächlich betrachtet mag das ja auch passen, nur was passiert wenn man die vampiralen Elemente von der eigentlichen Story subtrahiert? Übrig bleiben zwei pubertierende Teenager die sich für einander aufsparen. In Szene gesetzt von einer Autorin die Moralvorstellungen propagiert an denen Oma ihre wahre Freude hätte.
Während vorrangig Frauen beim Sehen dahinschmelzen und gerne ihren eigenen Edward hätten, rollen sich mir die Fußnägel hoch. Soso, Vampire glitzern also in der Sonne. Ist ja auch cooler als gleich zu Staub zu zerfallen, auch der Vampir von heute geht mit der Zeit. Nur nicht wenn es um etwas völlig normales geht. Vier lange Teile wird versucht eine Story um die natürlichste Sache der Welt zu stricken. Das ist weder Gothic, noch Punk, noch irgendwas. Fast hat es den Eindruck als würde der momentane Hype genutzt werden um Szenenachwuchs zu rekrutieren. Denkt aber bitte daran das es in den Zelten der Szene-Festivals mitunter heiß hergehen kann, auch ohne Trauschein. Also nehmt in Zukunft bitte Rücksicht, wir wollen den Nachwuchs ja nicht gleich wieder verprellen.
Fortsetzung folgt…





Biss zum Erbrechen – http://www.darkerradio.com/artikel/essays/biss-zum-erbrechen/
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“Beilight – Biss zum Abendbrot” – Für Twilight Fans und alle, die es niemals werden wollen.