Man nehme einen Esslöffel VNV Nation, ein wenig Camouflage und eine Prise New Order, bringe diese Mixtur unter ständigem Rühren zum kurzen Aufkochen: Obscenity Trial ist servierbereit. “Here and now” ist das erste Album von Obscenity Trial, sprich Oliver Wand und Frank Hass. Aufgenommen wurde es von keinem Geringeren als Olaf Wollschläger (Produzent von u.a. Melotron, In Strict Confidence u.a.).
Das Resultat dürfte jedem Electro – Insider wohl klar sein:
Treibende Drumprogrammierung, jagen atomsphärische Vocals. Man merkt, das Oliver eine ausgebildete Stimme besitzt. Er unterstreicht mit seiner Stimme den teilweise sphärischen, melancholischen Charakter der Songs. Insbesondere der Song “Here and now”, zu dem auch ein Video gedreht wurde, überzeugt. Oder anders gesagt: Es wurde das Electropop-Rad nicht neu erfunden, aber weiterentwickelt, intensiviert und optimiert.
Fast alle Tracks bleiben im Ohr bzw. Gedächtnis hängen. Elf durchweg tanzbare, mitunter hypnotisch, eindringliche Stücke mit Ohrwurmcharakter + drei Remixe. Von Obscenity Trial wird man noch viel hören.
Weitere Anspieltipps: “Afraid”, “Silence” – der melancholischen Herbsthymne und “Never too Late”.
(Infacted Recordings/Soulfood)




